Berlin

Fünf Jahre nach den tödlichen Push-Backs von Ceuta: Die spanisch-marokkanische Grenzpolitik heute

Podiumsdiskussion

04.02.2019, 18:30 Uhr

European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR)
Zossener Str. 55-58 (Aufgang A, Vorderhaus, 4. Stock), 10961 Berlin

Spanisch-marokkanische Grenze bei El Tarajal/Ceuta © Foto: Metromuster/Observatori DESC

Am 6. Februar 2014 töteten spanische Beamt_innen der Guardia Civil mindestens 15 Flüchtende und Migrant_innen bei brutalen Push-Backs (völkerrechtswidrige Zurückweisung) an der spanisch-marokkanischen Grenze bei Ceuta. Obwohl Untersuchungen eingeleitet wurden, wurde bis heute noch niemand zur Rechenschaft gezogen. Das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) unterstützt Überlebende und Zeug_innen dabei, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen. Trotz Versuche von spanischen Gerichten, den Fall einzustellen, sollen bald erstmals Überlebende der Push-Backs angehört werden.

2014 klagten weitere Geflüchtete und Migrant_innen, um gegen die rechtswidrige Rückschiebe-Praxis an der spanisch-marokkanischen Grenze vorzugehen. Diese Fälle – teils unterstützt vom ECCHR – werden vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und dem UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes verhandelt. Ermöglicht wird dies auch durch die Arbeit lokaler Organisationen, insbesondere der Association Marocaine des Droits Humains.

Wir erinnern an die Opfer der Push-Backs vor fünf Jahren in Ceuta und diskutieren die heutige Situation von Migrant_innen und Flüchtenden in Spanien und Marokko mit:

Omar Naji, leitet die Sektion in Nador der Association Marocaine des Droits Humains. Seit über 15 Jahren dokumentiert er Menschenrechtsverletzungen und unterstützt Flüchtende und Migrant_innen.

Paola Arenas Gómez, ist Aktivistin bei Alarm Phone und Emergencia Frontera Sur. Sie überwacht die Aktivitäten der spanischen Behörden, dokumentiert Menschenrechtsverletzungen und unterstützt Flüchtende und Migrant_innen.

Maurice Stierl, forscht zu Migration und Grenzen an der Universität Warwick. Darüber hinaus ist er Aktivist bei Alarm Phone.

Hanaa Hakiki, arbeitet seit 2014 im ECCHR-Programmbereich Flucht und Migration.

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt, eine französische Übersetzung wird gewährleistet. Die Veranstaltung ist barrierefrei.

Cet évènement est organisé en commémoration des victimes de Tarajal (Ceuta). La situation des migrants et réfugiés au Maroc et en Espagne aujourd'hui y sera discutée. Bien que l'évènement soit en anglais, un-e interprète en français sera disponible.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 1. Februar 2019. Bitte beachten Sie, dass wir keine Anmeldebestätigung versenden.

Foto: Spanisch-Marrokanische Grenze bei El Tarajal/Ceuta © Metromuster/Observatori DESC

Nürnberg

International Summer Course: Human Rights Law in Context

Sommerkurs

22.07.2019, 10:00 Uhr

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Lange Gasse 20, 90403 Nürnberg

Das ECCHR organisiert dieses Jahr gemeinsam mit dem Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN) eine Summer School mit dem Schwerpunk Wirtschaft und Menschenrechte. Themen werden unter anderem...

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