Berlin

Vor den Toren Europas: Marokkos repressiver Umgang mit Flüchtlingen und MigrantInnen

15.08.2015, 00:00 Uhr
Im Schatten der Diskussion um Seenotrettung und Aufnahmequoten für Flüchtlinge in der Europäischen Union (EU) hat sich in Marokko die Situation für Flüchtlinge und MigrantInnen, die in Europa Zuflucht wollen, seit Beginn des Jahres rapide verschlechtert: Die selbstorganisierten Flüchtlingscamps am Berg Gourougou bei Nador wurden geräumt. Bei Razzien verbringt die marokkanische Polizei regelmäßig sub-saharische Flüchtlinge und MigrantInnen aus den Grenzregionen zu Spanien in den Süden des Landes. Rund um die spanische Enklave Melilla hat Marokko die hochgesicherten Grenzanlagen weiter ausgebaut. Welche Folgen hat die zunehmende Einbindung Marokkos in die Grenzsicherung der EU? Welche rechtlichen und politischen Möglichkeiten existieren, um auf beiden Seiten der EU-Außengrenze gegen Menschenrechtsverletzungen zu intervenieren? Das ECCHR lotet seit 2014 die Möglichkeiten rechtlicher Interventionen gegen die Abschiebepraktiken in der EU aus und unterstützt die Opfer von Push Backs bei der juristischen Aufarbeitung einzelner Aktionen. Dabei arbeitet die Organisation auch mit den marokkanischen Organisationen GADEM und AMDH zusammen. Julianna Nagy lebt seit vielen Jahren in Marokko und unterstützt Flüchtlinge und MigrantInnen. Sie ist Researcherin für die antirassistische Menschenrechtsorganisation „Groupe antiraciste de défense et d’accompagnement des étrangers et migrants (GADEM). Adil Akid, arbeitet seit mehr als zehn Jahren in Nador bei der Association Marocaine des Droits Humains (AMDH). Hanaa Hakiki ist Juristin und arbeitet im Programmbereich „Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung“ des ECCHR.

Rupture and reckoning: 20 years of Guantánamo

11.09.2021, 15:00 Uhr

Eine interdisziplinäre Veranstaltungsreihe über das Erbe des berüchtigten Gefangenenlagers und die US-Terrorismusbekämpfungspolitik zwei Jahrzehnte nach dem 11. September 

Genau vier Monate nach den…

Menschenrechte in Krisenzeiten: Widerstand und konkrete Utopien

22.09.2021, 18:00 Uhr

Veranstaltungsreihe, Mai – November 2021

Menschenrechte sind eine konkrete Utopie – sie gilt es zu verteidigen. Nur wie, in Zeiten tiefgreifender globaler Umbrüche? Können wir die aktuellen Krisen…

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