Berlin

Vor den Toren Europas: Marokkos repressiver Umgang mit Flüchtlingen und MigrantInnen

Podiumsdiskussion

15.08.2015, 00:00 Uhr

Im Schatten der Diskussion um Seenotrettung und Aufnahmequoten für Flüchtlinge in der Europäischen Union (EU) hat sich in Marokko die Situation für Flüchtlinge und MigrantInnen, die in Europa Zuflucht wollen, seit Beginn des Jahres rapide verschlechtert: Die selbstorganisierten Flüchtlingscamps am Berg Gourougou bei Nador wurden geräumt. Bei Razzien verbringt die marokkanische Polizei regelmäßig sub-saharische Flüchtlinge und MigrantInnen aus den Grenzregionen zu Spanien in den Süden des Landes. Rund um die spanische Enklave Melilla hat Marokko die hochgesicherten Grenzanlagen weiter ausgebaut. Welche Folgen hat die zunehmende Einbindung Marokkos in die Grenzsicherung der EU? Welche rechtlichen und politischen Möglichkeiten existieren, um auf beiden Seiten der EU-Außengrenze gegen Menschenrechtsverletzungen zu intervenieren? Das ECCHR lotet seit 2014 die Möglichkeiten rechtlicher Interventionen gegen die Abschiebepraktiken in der EU aus und unterstützt die Opfer von Push Backs bei der juristischen Aufarbeitung einzelner Aktionen. Dabei arbeitet die Organisation auch mit den marokkanischen Organisationen GADEM und AMDH zusammen. Julianna Nagy lebt seit vielen Jahren in Marokko und unterstützt Flüchtlinge und MigrantInnen. Sie ist Researcherin für die antirassistische Menschenrechtsorganisation „Groupe antiraciste de défense et d’accompagnement des étrangers et migrants (GADEM). Adil Akid, arbeitet seit mehr als zehn Jahren in Nador bei der Association Marocaine des Droits Humains (AMDH). Hanaa Hakiki ist Juristin und arbeitet im Programmbereich „Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung“ des ECCHR.

Den Haag

Fighting double standards before the ICC: Torture by UK forces in Iraq

Podiumsdiskussion

01.10.2019, 18:30 Uhr

The Hague Humanity Hub
Fluwelen Burgwal 58, 2511 CJ Den Haag, Niederlande

Hundreds of Iraqis who were detained by UK forces during the Iraq war have described abuse and torture. Their testimonies show a pattern of violent beatings, sleep deprivation, lack of food,...

Berlin

Tödlicher Dammbruch in Brasilien: Welche Verantwortung tragen deutsche Unternehmen?

Podiumsdiskussion

22.10.2019, 19:00 Uhr

Tagungswerk
Lindenstraße 85, 10969 Berlin

Der Dammbruch einer Eisenerzmine im brasilianischen Brumadinho im Januar 2019 tötete mehr als 270 Menschen. Der giftige Minenschlamm verseuchte große Teile des Flusses Paraopeba und damit das...

Archiv

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