Berlin

Arbeit an der Grenze – Feminizide und Maquilas an der Nordgrenze Mexikos

Podiumsdiskussion

07.03.2011, 00:00 Uhr

Imelda Marrufo, Netzwerk "Frauen aus Ciudad Juárez", Mexiko
Andrea Medina, Anwältin, Mexiko
Elisabeth Tuider, Diversity Education, Universität Hildesheim, Herausgeberin des Buches „Dollares und Träume - Migration, Arbeit und Geschlecht in Mexiko im 21. Jahrhundert"

Am 8. März 2011 jährt sich der Internationale Frauentag zum hundertsten Mal. Seine Tradition geht auf die Arbeiterinnenbewegung um 1900 zurück. Die Frauen, die 1911 gemeinsam auf die Straße gingen, forderten neben politischer Teilhabe vor allem Arbeitsschutzgesetze. Heute ist die Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen ein weiteres, wichtiges Anliegen des Internationalen Frauentages. An der Nordgrenze Mexikos stehen beide Themen in einem schwierigen Spannungsfeld: Seit Jahren ist Ciudad Juarez als "Hauptstadt der Gewalt" in den Medien präsent, und zwar nicht erst, seit die Stadt im Rahmen des Drogenkrieges zur gefährlichsten Stadt der Welt erklärt wurde. Schon seit Mitte der 90er Jahre erschüttern Berichte über gezielte Morde an Frauen die Öffentlichkeit, sogenannte "Feminizide". Öffentliche Stellen sprechen von über 300 Morden und mehr als 500 verschwundenen Frauen. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Fast keiner dieser Fälle wurde bislang aufgeklärt. In der Mehrzahl werden junge, selbständige Frauen Opfer von Gewalt. Junge Frauen gibt es viele in Ciudad Juarez. Die Maquila-Industrie bietet zahlreiche Arbeitsplätze für Frauen, die auf der Suche nach Arbeit oft aus weit entfernten Bundesstaaten nach Ciudad Juarez ziehen. Die Migration an die Nordgrenze Mexikos hat viele Facetten: Not und Aussichtslosigkeit in der Heimat, aber auch Hoffnung auf ein besseres Leben. Der Preis ist hoch. In den Maquilas arbeiten die Frauen unter prekären, gesundheitsschädlichen Bedingungen, sie erhalten unzureichenden Lohn, es gibt keinen Kündigungsschutz. Welche spezifische Situation ergibt sich für Frauen in der Grenzregion, die von der exportorientierten Maquila-Industrie und der hohen Anzahl an Migrantinnen und Migranten geprägt ist? Was erwartet die Frauen als Arbeiterinnen in den Maquilas? Unter welchen sozialen und politischen Bedingungen kann es zu einer straffreien Ermordung von Frauen kommen? Welche Rolle spielt der Krieg gegen das organisierte Verbrechen?

Stockholm

Accountability for torture in Syria – Sweden's role in the struggle against impunity

Podiumsdiskussion

20.02.2019, 18:00 Uhr

Medelhavsmuseet
Fredsgatan 2, Stockholm, Sweden

Torture, enforced disappearances and executions of political opponents, journalists, and other civilians are only some of the crimes committed by the government of Syria's president Bashar al-Assad...

Law versus Power

Buchpräsentation

06.02.2019, 19:00 Uhr

Wolfgang Kaleck, ECCHR's founder and General Secretary is presenting his new book LAW VERSUS POWER – Our Global Fight for Human Rights in the US and Berlin. 

Wolfgang Kaleck, best known as Edward...

Berlin

"Law versus Power" – Buchvorstellung Wolfgang Kaleck

Buchpräsentation

06.02.2019, 19:00 Uhr

Denkerei
Oranienplatz 2, 10999 Berlin

Im Februar erscheint Law versus Power, die englische Übersetzung von Wolfgang Kalecks Mit Recht gegen die Macht. In dem Buch beschreibt der Gründer und Generalsekretär des ECCHR, warum und wie er...

Berlin

Fünf Jahre nach den tödlichen Push-Backs von Ceuta: Die spanisch-marokkanische Grenzpolitik heute

Podiumsdiskussion

04.02.2019, 18:30 Uhr

European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR)
Zossener Str. 55-58 (Aufgang D), 10961 Berlin

Am 6. Februar 2014 töteten spanische Beamt_innen der Guardia Civil mindestens 15 Flüchtende und Migrant_innen bei brutalen Push-Backs (völkerrechtswidrige Zurückweisung) an der spanisch-marokkanischen...

Archiv

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