Berlin

Towards Accountability for International Crimes in Syria

Podiumsdiskussion

08.11.2017, 00:00 Uhr

Als eines der wenigen Ländern, in denen das Weltrechtsprinzip umfassend gilt, spielt Deutschland eine Schlüsselrolle bei der juristischen Aufarbeitung der Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Syrien. Aus diesem Grund haben Folterüberlebende aus Syrien gemeinsam mit den syrischen Anwälten Anwar al-Bunni (Syrian Center for Legal Research & Studies, SCLSR), Mazen Darwish (Syrian Center for Media and Freedom of Expression, SCM) und dem ECCHR im März 2017 beim Generalbundesanwalt (GBA) in Karlsruhe eine Strafanzeige gegen hochrangige Geheimdienst-Funktionäre der Regierung Assad eingereicht. Auf diese erste Strafanzeige dieser Art in Deutschland folgte im September 2017 eine weitere Strafanzeige, die die "Caesar-Files Support Group” mit dem ECCHR einreichte.
 
Dank der unermüdlichen Arbeit von Al-Bunni und Darwish sowie der Unterstützung durch die Heinrich Böll Stiftung arbeitet das ECCHR an weiteren Strafanzeigen zu Menschenrechtsverbrechen in verschiedenen Haftanstalten der syrischen Geheimdienste und des Militärs.
 
Am 8. November bringen SCLSR, SCM und ECCHR - in Kooperation mit Amnesty International Deutschland und der Heinrich Böll Stiftung - Folterüberlebende, Aktivist_innen und Anwält_innen aus Syrien sowie internationale Researcher_innen und Ermittler_innen zusammen. Gemeinsam werden sie über laufende Ermittlungen und künftige Syrien-Verfahren diskutieren.
 
Die Keynote spricht Catherine Marchi-Uhel, Leiterin des „International Impartial Independent Mechanism Investigating Serious Crimes in Syria“. Auf dem ersten Panel sprechen die Folterüberlebende und Aktivist_innen aus Syrien, die die ECCHR-Strafanzeigen gegen hochrangige Funktionäre der Assad-Regierung erst möglich gemacht haben. Die zweite Diskussionrunde beleuchtet die Hürden und Herausforderungen bei der Sicherung von Beweismitteln für die schweren Menschenrechtsverbrechen in Syrien.

Berlin

Diversifikation v. Rechenschaftspflicht: Der Fall des deutschen Rüstungsherstellers Rheinmetall AG und der Krieg im Jemen

Podiumsdiskussion

03.05.2018, 18:00 Uhr

European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR)
Zossener Str. 55-58 Aufgang D 10961 Berlin

Tragen europäische Rüstungskonzerne wie die deutsche Rheinmetall AG und ihre italienische Tochtergesellschaft RWM Italia S.p.A. eine Mitschuld an den tödlichen Luftangriffen im Jemen? Mit dieser Frage...

Berlin

New Digital Methods for Documenting Human Rights Violations in Closed Societies

Podiumsdiskussion

24.04.2018, 19:00 Uhr

European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR)
Zossener Str. 55-58 Aufgang D 10961 Berlin

On 24 April 2018, the Syrian Archive will launch the Chemical Weapons Database. This is the first publicly available database of open source content documenting chemical weapon attacks in Syria...

Archiv

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