Berlin

Gerechtigkeit über Grenzen hinweg: Perspektiven von Überlebenden und Zivilgesellschaft auf das Weltrechtsprinzip in Deutschland

29.06.2022, 17:00 Uhr

Mitosis LAB
Sonnenallee 67, 12045 Berlin

Kämpfe für Gerechtigkeit werden immer öfter über Grenzen hinweg geführt. Denn wenn es um die schwersten Verbrechen geht – Kriegsverbrechen, Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit – dann kommt das Weltrechtsprinzip ins Spiel. Länder, die dieses Prinzip in ihrer Rechtsordnung verankert haben, können Verantwortliche vor Gericht bringen – egal wo die Verbrechen begangen wurden. Das Argument: Diese Taten wiegen so schwer, dass sie nicht nur das Land betreffen, wo sie geschehen sind, sie berühren die Menschheit als Ganze. Ein bedeutendes Beispiel hierfür ist die Verurteilung von Anwar R. im Januar 2022, der in Syrien in der berüchtigten Al-Khatib-Haftanstalt Menschen foltern ließ.

Doch obwohl das Weltrechtsprinzip vielen Überlebenden Hoffnung gibt, so ist die Realität meist komplizierter.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Weltrechtsprinzips in Deutschland versammelt das ECCHR langjährige und neue Partner*innen, die aus Syrien, Belarus, Gambia und Kaschmir in Deutschland für Gerechtigkeit streiten. Unsere Gäste werden von den Bedingungen in ihren Heimatländern berichten und über ihre Erwartungen, Zweifel und Herausforderungen bei ihren Anstrengungen hierzulande reflektieren.

Die Veranstaltung beginnt mit einer Einführung von ECCHR-Programmleiter Andreas Schüller zur Weiterentwicklung des Weltrechtsprinzips in den vergangenen Jahren. Darauf folgt eine Podiumsdiskussion mit Menschenrechtsverteidiger*innen und Jurist*innen aus Kaschmir, Gambia, Syrien und Belarus, die über ihre praktischen Erfahrungen berichten. Anschließend treffen wir uns in einem World Café-Format, das den Raum für Austausch und tiefere Diskussionen öffnet. Danach laden wir zu einem Empfang.

Die Veranstaltung ist der Abschluss des zweitägigen Workshops „A critical exchange on universal jurisdiction and shrinking civic space: Towards linking struggles and co-creating counterstrategies.“

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