Wer wir sind

Dem Unrecht das Recht entgegensetzen – das ist das erklärte Ziel und die tägliche Arbeit des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR).

Das ECCHR ist eine gemeinnützige und unabhängige Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Berlin. Sie wurde 2007 von Wolfgang Kaleck und weiteren internationalen Jurist*innen gegründet, um die Rechte, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie anderen Menschenrechtsdeklarationen und nationalen Verfassungen garantiert werden, mit juristischen Mitteln durchzusetzen.

Gemeinsam mit Betroffenen und Partner*innen weltweit nutzen wir juristische Mittel, damit die Verantwortlichen für Folter, Kriegsverbrechen, sexualisierte Gewalt, wirtschaftliche Ausbeutung und abgeschottete Grenzen nicht ungestraft davonkommen.

24.09.2020

Fabrikbrand bei KiK-Zulieferer in Pakistan: Zweifelhaftes Urteil vernachlässigt Versagen beim Brandschutz

Acht Jahre nach dem Brand in der pakistanischen Textilfabrik Ali Enterprises sind zwei Männer in Karatschi vom Anti-Terrorismus-Gericht wegen Brandstiftung zum Tode verurteilt worden. Sie sollen den Brand gelegt haben, weil sich die Fabrikbesitzer weigerten, Schutzgeld zu bezahlen. Die Verhängung der Todesstrafen in diesem und jedem anderen Fall ist eine schwere Verletzung der Menschenrechte.

18.09.2020

Neue Fakten im Fall Yavatmal: Syngenta-Pestizid spielte weit größere Rolle bei Vergiftungswelle als bislang bekannt

Mehr Betroffene und schwerere Gesundheitsschäden: Das Ausmaß der Vergiftungsfälle mit dem Pestizid Polo* des Schweizer Unternehmens Syngenta in der indischen Region Yavatmal ist weit größer als bislang bekannt. Dies belegen Dokumente aus Indien. Der Basler Agrochemiekonzern verkauft sein hochgefährliches Produkt trotzdem weiter in Indien. 51 betroffene Familien haben deshalb am 17. September 2020 beim OECD-Kontaktpunkt in Bern eine Beschwerde eingereicht. Unterstützt werden die Beschwerdeführenden von PAN India, Public Eye aus der Schweiz und dem ECCHR, die die Beschwerde erarbeitet haben.

11.09.2020

Acht Jahre nach dem Desaster: Noch immer keine Gerechtigkeit wegen Fabrikbrand in Pakistan

Seit 2012 kämpfen die Überlebenden und Hinterbliebenen der mehr als 250 Toten des Fabrikbrands beim KiK-Zulieferer Ali Enterprises in Pakistan um Anerkennung und Gerechtigkeit. Unsere Gedanken sind heute bei den Betroffenen, deren Forderungen wir unterstützen. In Deutschland wurde eine Zivilklage gegen KiK wegen Verjährung zwar abgewiesen, doch in Pakistan läuft noch ein Strafverfahren gegen die Fabrikbesitzer und in Italien ist eine OECD-Beschwerde gegen die Zertifizierungsfirma RINA anhängig.

02.09.2020

Lieferkettengesetz ohne Haftung wirkungslos

Faktencheck: Initiative Lieferkettengesetz widerlegt irreführende Behauptungen von Wirtschaftsverbänden

Vertreter der deutschen Wirtschaft wehren sich gegen das angekündigte Lieferkettengesetz. Insbesondere die Frage, ob deutsche Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen in Auslandsgeschäften zivilrechtlich haften müssen, ist umstritten. Darum hat die Initiative Lieferkettengesetz heute eine Analyse vorgestellt, die zeigt: Ein starkes Lieferkettengesetz braucht eine Haftungsklausel.

19.08.2020

Bundesverfassungsgericht zu Folter-Prozess in Koblenz: Syrische Öffentlichkeit erhält Zugang zu Simultanverdolmetschung

Syrischer Journalist und Menschenrechtsorganisation erstreiten Zugang zu arabischer Übersetzung des Al-Khatib-Verfahrens

Akkreditierten syrischen Journalisten muss es ermöglicht werden, den weltweit ersten Prozess zu Staatsfolter in Syrien vor dem Oberlandesgericht Koblenz auf Arabisch zu verfolgen. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am 18. August 2020 mit einer einstweiligen Anordnung verfügt.

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