Wer wir sind

Dem Unrecht das Recht entgegensetzen – das ist das erklärte Ziel und die tägliche Arbeit des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR).

Das ECCHR ist eine gemeinnützige und unabhängige Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Berlin. Sie wurde 2007 von Wolfgang Kaleck und weiteren internationalen Jurist*innen gegründet, um die Rechte, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie anderen Menschenrechtsdeklarationen und nationalen Verfassungen garantiert werden, mit juristischen Mitteln durchzusetzen.

Gemeinsam mit Betroffenen und Partner*innen weltweit nutzen wir juristische Mittel, damit die Verantwortlichen für Folter, Kriegsverbrechen, sexualisierte Gewalt, wirtschaftliche Ausbeutung und abgeschottete Grenzen nicht ungestraft davonkommen.

22.07.2021

Syrien-Prozess in Koblenz: Verschwindenlassen muss angeklagt werden

Anwälte der Nebenklage fordern Neubewertung der Anklage

Gewaltsames Verschwindenlassen von Zivilisten in Syrien muss endlich im Koblenzer Prozess zu Verbrechen des syrischen Regimes aufgearbeitet werden. Die Partneranwälte des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) im Al-Khatib-Prozess, Patrick Kroker, Sebastian Scharmer und René Bahns, haben darum heute eine Neubewertung der Anklage beim Oberlandesgericht in Koblenz beantragt. Zahlreiche Zeugen und Überlebende der Al-Khatib-Abteilung haben in ihren Aussagen bereits über die Praxis des Verschwindenlassens berichtet. Bisher sind diese Fälle jedoch nur als schwere Freiheitsberaubung angeklagt. Der Antrag fordert, das Verschwindenlassen von Zivilisten als Verbrechen gegen die Menschlichkeit in die Anklage gegen Anwar R. aufzunehmen.

20.07.2021

European Court of Human Rights: Bulgaria's pushback practice violates human rights

Hand-over of persecuted Turkish journalist back to Turkey was unlawful

Bulgaria’s systematic expulsion of refugees and migrants to Turkey without an individual examination of the risk of torture, inhuman or degrading treatment violates the European Convention on Human Rights, the European Court of Human Rights has ruled today. In the case D v. Bulgaria, a Turkish journalist, was forcibly returned to Turkey by Bulgarian authorities who had failed to carry out an assessment of the risk he faced when being brought back to Turkey.

15.07.2021

Lafarge/Syria: French Supreme Court decision postponed to 7 September

Today, the Supreme Court of France (Cour de Cassation), France’s highest court, was expected to issue its decision in the case against French multinational Lafarge in connection to its activities in Syria between 2012 and 2014. However, the court has postponed the decision to 7 September 2021. The court will rule on the appeals filed against the indictments for complicity in crimes against humanity, financing terrorism, endangering peoples’ lives and violating an embargo.

01.07.2021

War crimes by UK forces in Iraq: ICC Prosecutor should review decision on closed investigation

Despite evidence that British troops committed grave crimes including torture and murder in Iraq between 2003-09, the Office of the Prosecutor of the International Criminal Court decided in 2020 to close its preliminary examination after six years. Today, the European Center for Constitutional and Human Rights, with support of UpRights, filed a submission to the OTP that challenges this decision and claims that it was based on legal errors.

01.07.2021

Historisches Syrien-Verfahren in Koblenz: Wissenschaftler und NGOs fordern Ton-Aufzeichnung

Obwohl der weltweit erste Prozess zu Staatsfolter in Syrien von historischer Bedeutung ist, gibt es keine offizielle Dokumentation des Verfahrens am Oberlandesgericht Koblenz. Um dies zu ändern, haben heute 23 deutsche und internationale Wissenschaftler, wissenschaftliche Institutionen und Menschenrechtsorganisationen gemeinsam mit dem ECCHR einen Antrag an das Koblenzer Gericht geschickt.

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