Online
Für eine Welt frei von Folter, Ausbeutung und abgeschotteten Grenzen. Mit Recht.
Das ECCHR ist eine gemeinnützige und unabhängige Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Berlin. Sie wurde 2007 von Wolfgang Kaleck und weiteren internationalen Jurist*innen gegründet, um die Rechte, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie anderen Menschenrechtsdeklarationen und nationalen Verfassungen garantiert werden, mit juristischen Mitteln durchzusetzen. Gemeinsam mit unserem weltweiten Netzwerk setzen wir Menschenrechte durch und machen Unrecht sichtbar. Vor Gericht und in der Gesellschaft.
Aktuelles
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Wikimedia / Harry Pot for Anefo
65 Jahre nach der Ermordung Lumumbas: Historische Anhörung in Brüssel
65 Jahre nach der Ermordung von Patrice Émery Lumumba, dem ersten demokratisch gewählten Premierminister des unabhängigen Kongo und Symbolfigur der afrikanischen Unabhängigkeitsbewegungen, ist die belgische Justiz aufgefordert, zu entscheiden, ob das Strafverfahren zu den Umständen seines Todes fortgesetzt werden soll.
RSPO-zertifiziertes Palmöl: Verhandlung gegen Edeka beginnt
Am 20. Januar 2026 wird der Fall um umstrittenes Palmöl vor dem Landgericht Hamburg verhandelt. Betroffene aus Guatemala werfen der Supermarktkette Edeka vor, Produkte mit dem Siegel für nachhaltiges Palmöl (RSPO) zu bewerben, obwohl der Anbau der Palmölplantagen Umwelt- und Menschenrechtsprobleme verursacht. ECCHR und foodwatch haben die Klage 2024 gemeinsam mit Betroffenen eingereicht. Verhandlung um nachhaltiges Palmöl-Siegle bei Edeka beginnt.
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ECCHR
Klimaklage gegen Holcim zulässig
Schweizer Gericht erklärt die Klimaklage von vier indonesischen Fischer*innen gegen den Schweizer Zementkonzern Holcim für zulässig. Damit ist der Weg frei für eine inhaltliche Beurteilung des Falls.
Palästinenser aus Gaza will Lieferung deutscher Panzergetriebe stoppen
Das ECCHR unterstützt einen Palästinenser aus Gaza bei einem Eilantrag an das Bundesverfassungsgericht. Der Eilantrag soll sicherstellen, dass keine weiteren Panzergetriebe ausgeliefert werden, solange das Bundesverfassungsgericht noch nicht über die im Oktober 2025 eingereichte Verfassungsbeschwerde entschieden hat – und bevor die Getriebe in Gaza gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt werden.
Lafarge-Prozess endet: Staatsanwaltschaft fordert Schuldsprüche für alle Angeklagten
Nach sechs Wochen Anhörungen ist der bahnbrechende Strafprozess gegen den französischen multinationalen Konzern Lafarge und mehrere seiner ehemaligen Führungskräfte am Pariser Strafgericht zu Ende gegangen. Das Urteil wird am 13. April 2026 verkündet, fast ein Jahrzehnt nachdem ECCHR und Sherpa gemeinsam mit ehemaligen syrischen Mitarbeitenden die Klage erstmals eingereicht hatten.
Deutsche Grenzkontrollen verletzen zentrale EU-Rechte
Eine aus Syrien geflüchtete Journalistin hat beim Verwaltungsgericht in Stuttgart Beschwerde eingereicht, um eine rechtswidrige, gewaltvolle und offenbar rassistisch motivierte Grenzkontrolle durch deutsche Beamt*innen an der französischen Grenze anzufechten. Die Kontrolle verstößt sowohl gegen deutsches Recht als auch gegen das Recht, sich im Schengenraum frei zu bewegen.
Arbeitsschwerpunkte
Gemeinsam mit Betroffenen und Partner*innen weltweit nutzen wir juristische Mittel, damit die Verantwortlichen für Folter, Kriegsverbrechen, sexualisierte Gewalt, wirtschaftliche Ausbeutung und abgeschottete Grenzen nicht ungestraft davonkommen.
Für Gerechtigkeit spenden
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Institut für juristische Intervention
Critical Legal Training
Was uns antreibt und was unsere Arbeit ausmacht, das wollen wir weitervermitteln. Ausbildung, gemeinsames Lernen und Netzwerken machen daher das Wesen des Critical Legal Training des ECCHR aus. Um eine strategische und kritisch-progressive Menschenrechtsarbeit auch in Zukunft zu gewährleisten, bilden wir junge Jurist*innen aus.
Internationale Summer School zu Unternehmensverantwortung und Klimagerechtigkeit
Zusammen mit der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Tilburg Law School organisiert das ECCHR eine internationale Summer School für Menschenrechtsverteidiger*innen und fortgeschrittene Studierende zum Thema Unternehmensverantwortung und Klimagerechtigkeit.
Das Investigative Commons denkt rechtliche Ermittlungen neu
Um die Produktion von (forensischen) Beweisen auf Akteur*innen jenseits von staatlich ernannten Expert*innen auszuweiten und andere Foren als Gerichte für die Verantwortlichkeit zu nutzen, gründeten wir 2020 gemeinsam mit unserem langjährigen Partner Forensic Architecture und deren deutscher Schwesteragentur Forensis das Investigative Commons.
Das Institut für juristische Intervention beschäftigt sich aus machtkritischer Perspektive mit dem Recht. Wir wollen nachhaltig auf gesellschaftliche Debatten ebenso wie auf rechtspolitische und rechtswissenschaftliche Diskurse einwirken: im fachlichen Austausch mit Universitäten und Forschungseinrichtungen, durch unsere Aus- und Fortbildungsaktivitäten, in der Zusammenarbeit mit Partner*innen weltweit sowie im Dialog mit Künstler*innen und Aktivist*innen.
Veranstaltungen
27.01.2026, 14:00 Uhr
Challenging Deadly Pesticide Exports: Yavatmal Farmers vs. Syngenta in Swiss Courts
Das ECCHR in den Medien
Prozess gegen Ex-EU-Kommissar - Ist dieser Mann mitschuldig am Mord von Kongos Premier Lumumba?
Ein Akt der Selbstachtung
Die Idee des Völkerrechts ist noch nicht gescheitert
Warum Deutschland seine Syrien- und Migrationspolitik neu denken muss
Inselbewohner dürfen gegen Zementkonzern klagen
Rassismus bei Grenzkontrolle? Darum klagt syrische Journalistin gegen die Bundespolizei
Total faces war crimes allegations over Mozambique massacre
Klage gegen Waffenlieferungen nach Israel: Zu früh und gleichzeitig zu spät
Nur Business im Kriegsgebiet oder schon Terrorfinanzierung?
Bleiben wir in Kontakt
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Publikationen
Ein Palästinenser aus Gaza fordert Gerechtigkeit in Karlsruhe
Abdel J. aus Gaza hat alles verloren, was ihm lieb war: seine Frau und sein Kind kamen bei Angriffen ums Leben. Nun klagt er gegen den Export von deutschen Waffen und Rüstungsgütern, die nachweislich weiterhin in Gaza eingesetzt werden – selbst nach dem aktuellen, brüchigen Waffenstillstand.
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The Pretense of Justice
Mit dem Bericht “The Pretense of Justice” legt das ECCHR eine ausführliche Analyse der systematischen Unwilligkeit des israelischen Justizsystems vor, schwerste Menschenrechtsverletzungen gegen die palästinensische Bevölkerung wirksam zu verfolgen. Der Bericht zeigt: Israels Selbstbeschreibung als „Rechtsstaat“, der Menschenrechtsverletzungen unabhängig aufklären könne, ist eine Farce.
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ECCHR
Einführung in die EU-Zwangsarbeitsverordnung
Es sind gezielte Maßnahmen erforderlich, um Zwangsarbeit zu beseitigen, die am stärksten gefährdeten Gruppen zu schützen und die Ursachen von Zwangsarbeit wirksam anzugehen. Im Rahmen unserer Advocacy-Arbeit in diesem Bereich haben wir ein Modellgesetz mit den wichtigsten Elementen für eine arbeitnehmerorientierte Verordnung, eine Analyse der Beweisstandards, ein erstes Positionspapier sowie eine Beweisvorlage an die Europäische Kommission veröffentlicht.
Um Recht nachhaltig zu verändern, bedarf es eines Wandels gesellschaftlicher Kräfteverhältnisse – dabei geht es auch darum, Recht neu zu schaffen. Deshalb initiiert und beteiligt sich das ECCHR an rechtsbezogenen sowie rechtspolitischen Debatten. Wir organisieren öffentliche Veranstaltungen und publizieren zu ausgewählten Themen.
15 Jahre Engagement
Menschenrechte müssen fortwährend gegen Widerstände erkämpft und gegen Angriffe verteidigt werden – dies sind zentrale Herausforderungen juristischer Menschenrechtsarbeit, für die es einen langen Atem braucht. Sie beschäftigen uns seit der Gründung im Jahr 2007.
Lesen Sie dazu unseren Multimedia-Beitrag „15 Jahre Kampf für die Menschenrechte“.
Das ECCHR ist weltweit aktiv
Das European Center for Constitutional and Human Rights steht für gelebte Solidarität über geographische, soziale und kulturelle Grenzen hinweg.