Für eine Welt frei von Folter, Ausbeutung und abgeschotteten Grenzen. Mit Recht.
Das ECCHR ist eine gemeinnützige und unabhängige Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Berlin. Sie wurde 2007 von Wolfgang Kaleck und weiteren internationalen Jurist*innen gegründet, um die Rechte, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie anderen Menschenrechtsdeklarationen und nationalen Verfassungen garantiert werden, mit juristischen Mitteln durchzusetzen. Gemeinsam mit unserem weltweiten Netzwerk setzen wir Menschenrechte durch und machen Unrecht sichtbar. Vor Gericht und in der Gesellschaft.
Aktuelles
© Clara Marnette
Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Libyen vor dem IStGH
Im ersten Fall, der aus der 15-jährigen Untersuchung des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) zu Libyen hervorgeht, markiert das Verfahren gegen Khaled Mohamed Ali El Hishri einen wichtigen Schritt in Richtung Gerechtigkeit, Wahrheit und Wiedergutmachung für die Opfer des berüchtigten Mitiga-Gefängniskomplexes in Tripolis.
© Global Initiative Against Impunity
EU-Tag gegen Straflosigkeit: Forderungen an EU und Mitgliedstaaten
Angesichts zunehmender bewaffneter Konflikte, demokratischer Erosion und der Aushöhlung von Menschenrechten fordert die Global Initiative Against Impunity die EU und ihre Mitgliedsstaaten auf, ihre Verantwortung im Kampf gegen Straflosigkeit für internationale Verbrechen wahrzunehmen – und konsequent auf der Seite der Betroffenen zu stehen.
ECCHR-Jahresbericht 2025
Unser Jahresbericht ist erschienen - mit Kunst von Ahmed Ismaldin und Beiträgen von Eva von Redecker, Mark B. Taylor, Charlotte Wiedemann und Anderen. In Zeiten fundamentaler geopolitischer Umbrüche, zeigt unsere Arbeit deutlich: Selbst tief verwurzelte Ungerechtigkeit lässt sich durch Solidarität und gemeinsames Handeln aufbrechen. Wir laden Sie ein, den Bericht zu lesen – und mit uns über das vergangene Jahr wie auch kommende Herausforderungen nachzudenken.
© © Mwatana
Kriegsverbrechen im Jemen: IStGH verweigert Ermittlungen zur Rolle europäischer Rüstungsunternehmen
Die Folgen verheerender, durch europäische Waffen befeuerter, Konflikte sind weltweit zu beobachten. Dennoch bleibt der Kreislauf der Straflosigkeit bestehen – ermöglicht durch das wiederholte Versagen des internationalen Justizsystems, mächtige Akteure der Rüstungsindustrie zur Rechenschaft zu ziehen. Wir fordern weiterhin strafrechtliche Verantwortung und setzten uns mit Verfahren in unterschiedlichen Ländern dafür ein.
Lafarge wegen Terrorismusfinanzierung verurteilt
Am 13. April 2026 wurden Lafarge sowie vier ehemalige Führungskräfte vom Pariser Strafgericht wegen Terrorismusfinanzierung und Verstößen gegen internationale Sanktionen schuldig gesprochen. Zehn Jahre nach Einreichung der Strafanzeige markiert das Urteil einen entscheidenden Wendepunkt im Kampf gegen Straflosigkeit von Unternehmen.
Neuer Report zur Lage der Wissenschaftsfreiheit in Deutschland
Abgesagte Veranstaltungen, Ausladungen renommierter Wissenschaftler*innen, polizeiliche Räumung von Studierendenprotesten, wachsende Selbstzensur: Die Wissenschaftsfreiheit gerät in Deutschland zunehmend unter Druck. Unser neuer Report stellt rechtliches Wissen bereit, um gemeinsam Räume für freie Forschung und Lehre zu verteidigen.
Arbeitsschwerpunkte
Gemeinsam mit Betroffenen und Partner*innen weltweit nutzen wir juristische Mittel, damit die Verantwortlichen für Folter, Kriegsverbrechen, sexualisierte Gewalt, wirtschaftliche Ausbeutung und abgeschottete Grenzen nicht ungestraft davonkommen.
Für Gerechtigkeit spenden
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Institut für juristische Intervention
Critical Legal Training
Was uns antreibt und was unsere Arbeit ausmacht, das wollen wir weitervermitteln. Ausbildung, gemeinsames Lernen und Netzwerken machen daher das Wesen des Critical Legal Training des ECCHR aus. Um eine strategische und kritisch-progressive Menschenrechtsarbeit auch in Zukunft zu gewährleisten, bilden wir junge Jurist*innen aus.
Internationale Summer School zu Unternehmensverantwortung und Klimagerechtigkeit
Zusammen mit der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Tilburg Law School organisiert das ECCHR eine internationale Summer School für Menschenrechtsverteidiger*innen und fortgeschrittene Studierende zum Thema Unternehmensverantwortung und Klimagerechtigkeit.
Das Investigative Commons denkt rechtliche Ermittlungen neu
Um die Produktion von (forensischen) Beweisen auf Akteur*innen jenseits von staatlich ernannten Expert*innen auszuweiten und andere Foren als Gerichte für die Verantwortlichkeit zu nutzen, gründeten wir 2020 gemeinsam mit unserem langjährigen Partner Forensic Architecture und deren deutscher Schwesteragentur Forensis das Investigative Commons.
Das Institut für juristische Intervention beschäftigt sich aus machtkritischer Perspektive mit dem Recht. Wir wollen nachhaltig auf gesellschaftliche Debatten ebenso wie auf rechtspolitische und rechtswissenschaftliche Diskurse einwirken: im fachlichen Austausch mit Universitäten und Forschungseinrichtungen, durch unsere Aus- und Fortbildungsaktivitäten, in der Zusammenarbeit mit Partner*innen weltweit sowie im Dialog mit Künstler*innen und Aktivist*innen.
Veranstaltungen
15.06.2026, 00:00 Uhr
Lesereise „Die Stärke des Rechts vs. Das Recht des Stärkeren“
02.07.2026, 18:00 Uhr
A New World in the Shell of the Old: Radical Imagination and Visions of a Just Future
Spore Initiative
Hermannstraße 86, 12051 Berlin-Neukölln
Das ECCHR in den Medien
Siemens in Mosambik - Lukrative Geschäfte trotz Menschenrechtsverletzungen?
Bruch und Kontinuität: Wie das Völkerrecht gegen Trump verteidigt werden kann
Bringt dieser Mann die EU vor Gericht?
Geht das Völkerrecht den Bach runter?
Retired Belgian Diplomat Dies Before Trial in 1961 Killing of Congolese Leader
ECCHR: »Straflosigkeit ist kein Naturgesetz«
A Stunning New Verdict Rewrites the Rules of Corporate Morality
Test fürs Lieferkettengesetz: Ein Fehler in der Kette
Private Waffengeschäfte ohne Konsequenzen
Bleiben wir in Kontakt
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Publikationen
Ein Palästinenser aus Gaza fordert Gerechtigkeit in Karlsruhe
Abdel J. aus Gaza hat alles verloren, was ihm lieb war: seine Frau und sein Kind kamen bei Angriffen ums Leben. Nun klagt er gegen den Export von deutschen Waffen und Rüstungsgütern, die nachweislich weiterhin in Gaza eingesetzt werden – selbst nach dem aktuellen, brüchigen Waffenstillstand.
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The Pretense of Justice
Mit dem Bericht “The Pretense of Justice” legt das ECCHR eine ausführliche Analyse der systematischen Unwilligkeit des israelischen Justizsystems vor, schwerste Menschenrechtsverletzungen gegen die palästinensische Bevölkerung wirksam zu verfolgen. Der Bericht zeigt: Israels Selbstbeschreibung als „Rechtsstaat“, der Menschenrechtsverletzungen unabhängig aufklären könne, ist eine Farce.
© ECCHR
Einführung in die EU-Zwangsarbeitsverordnung
Es sind gezielte Maßnahmen erforderlich, um Zwangsarbeit zu beseitigen, die am stärksten gefährdeten Gruppen zu schützen und die Ursachen von Zwangsarbeit wirksam anzugehen. Im Rahmen unserer Advocacy-Arbeit in diesem Bereich haben wir ein Modellgesetz mit den wichtigsten Elementen für eine arbeitnehmerorientierte Verordnung, eine Analyse der Beweisstandards, ein erstes Positionspapier sowie eine Beweisvorlage an die Europäische Kommission veröffentlicht.
Um Recht nachhaltig zu verändern, bedarf es eines Wandels gesellschaftlicher Kräfteverhältnisse – dabei geht es auch darum, Recht neu zu schaffen. Deshalb initiiert und beteiligt sich das ECCHR an rechtsbezogenen sowie rechtspolitischen Debatten. Wir organisieren öffentliche Veranstaltungen und publizieren zu ausgewählten Themen.
15 Jahre Engagement
Menschenrechte müssen fortwährend gegen Widerstände erkämpft und gegen Angriffe verteidigt werden – dies sind zentrale Herausforderungen juristischer Menschenrechtsarbeit, für die es einen langen Atem braucht. Sie beschäftigen uns seit der Gründung im Jahr 2007.
Lesen Sie dazu unseren Multimedia-Beitrag „15 Jahre Kampf für die Menschenrechte“.
Das ECCHR ist weltweit aktiv
Das European Center for Constitutional and Human Rights steht für gelebte Solidarität über geographische, soziale und kulturelle Grenzen hinweg.