Spore Initiative
Hermannstraße 86, 12051 Berlin-Neukölln
Für eine Welt frei von Folter, Ausbeutung und abgeschotteten Grenzen. Mit Recht.
Das ECCHR ist eine gemeinnützige und unabhängige Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Berlin. Sie wurde 2007 von Wolfgang Kaleck und weiteren internationalen Jurist*innen gegründet, um die Rechte, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie anderen Menschenrechtsdeklarationen und nationalen Verfassungen garantiert werden, mit juristischen Mitteln durchzusetzen. Gemeinsam mit unserem weltweiten Netzwerk setzen wir Menschrechte durch und machen Unrecht sichtbar. Vor Gericht und in der Gesellschaft.
Aktuelles
Verdacht auf Kriegsverbrechen durch israelische Luftangriffe
Zivilpersonen sollten in bewaffneten Konflikten besonders geschützt sein, so jedenfalls sieht es das Völkerrecht vor. Daher sollte der Generalbundesanwaltschaft im Fall der Deutsch-Palästinensischen Familie Abujadallah umgehend Ermittlungen einleiten.
Lebenslange Haft für Mitglied gambischer Streitkräfte
Ein Mitglied eines Spezialkommandos der gambischen Streitkräfte der autoritären Jammeh-Regierung wurde vom Oberlandesgericht Celle wegen Ermordung des Journalisten Deyda Hydra und anderer Verbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt. Es ist das erste Urteil zu den Verbrechen die unter dem Regime von Yahya Jammeh in Gambia begangen wurden.
Angeklagter Ex-Militär Luis Kyburg gestorben
Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft erhob im November Anklage gegen den argentinischen Ex-Marineoffizier Luis Kyburg wegen Mordes in 23 Fällen während der argentinischen Militärdiktatur. Nun ist er vor Prozessbeginn in Berlin verstorben. Das ECCHR bedauert das zögerliche Vorgehen der deutschen Justiz.
Arbeitsschwerpunkte
Gemeinsam mit Betroffenen und Partner*innen weltweit nutzen wir juristische Mittel, damit die Verantwortlichen für Folter, Kriegsverbrechen, sexualisierte Gewalt, wirtschaftliche Ausbeutung und abgeschottete Grenzen nicht ungestraft davonkommen.
Für Gerechtigkeit spenden
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Institut für juristische Intervention
Critical Legal Training
Was uns antreibt und was unsere Arbeit ausmacht, das wollen wir weitervermitteln. Ausbildung, gemeinsames Lernen und Netzwerken machen daher das Wesen des Critical Legal Training des ECCHR aus. Um eine strategische und kritisch-progressive Menschenrechtsarbeit auch in Zukunft zu gewährleisten, bilden wir junge Jurist*innen aus.
(Post-)Koloniales Unrecht und juristische Interventionen
Die Entwicklung des internationalen Rechts und die von Europa aus vorangetriebene Kolonialisierung sind eng miteinander verwoben. Koloniale Gewalt ist allzu oft verschleiert und Unrecht zu geltendem Recht geworden. Für die Akademie der Künste kuratierte das ECCHR ein Symposium zu postkolonialen Kritiken am Recht.
Vom Museum ins Gericht: Das Investigative Commons denkt rechtliche Ermittlungen neu
Auf der Suche nach neuen Ideen für die kreative und gesellschaftliche Durchsetzung der Menschenrechte gründeten wir 2020 das Investigative Commons. Die multidisziplinäre Kooperation ist das Ergebnis der jahrelangen Zusammenarbeit des ECCHR und der Forschungseinrichtung Forensic Architecture.
Das Institut für juristische Intervention beschäftigt sich aus machtkritischer Perspektive mit dem Recht. Wir wollen nachhaltig auf gesellschaftliche Debatten ebenso wie auf rechtspolitische und rechtswissenschaftliche Diskurse einwirken: im fachlichen Austausch mit Universitäten und Forschungseinrichtungen, durch unsere Aus- und Fortbildungsaktivitäten, in der Zusammenarbeit mit Partner*innen weltweit sowie im Dialog mit Künstler*innen und Aktivist*innen.
Das ECCHR in den Medien
Was das Lieferkettengesetz gebracht hat
Gaza-Krieg: "Es geht um Gleichheit im Recht"
… und die Welt ist mehr in Unordnung denn je — Ein Gasbeitrag von Wolfgang Kaleck
Nach Panorama- und "Flip"-Recherche: Lidl zieht sich aus Myanmar zurück
Ahndung von Kriegsverbrechen: Zum Schweigen verdammt
Mann aus Gambia wegen Völkerrechtsverbrechens zu lebenslanger Haft verurteilt
Ex-Guantanamo-Häftling: Erfolgreicher Kampf gegen Einreiseverbot
Kriminalisierung von Seenotrettung: Fehler oder Abschreckungsmaßnahme?
Rückführung menschlicher Überreste soll leichter werden
Veranstaltungen
11.01.2024, 19:00 Uhr, Berlin
Eine Nebensache: Lesung mit anschließender Diskussion über Literatur und die Grenzen offizieller Geschichtsschreibung. Mit Adania Shibli und Maaza Mengiste, moderiert von Wolfgang Kaleck.
Bleiben wir in Kontakt
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Publikationen
Positionspapier: Klimagerechtigkeit verlangt mehr als gesenkte Emissionen
Ohne Menschenrechtsperspektive kann es keinen nachhaltigen Kampf gegen die Klimakrise geben. Denn das Ringen um Klimagerechtigkeit darf sich nicht auf eine Senkung von CO 2-Emissionen beschränken: Es geht darum, die Ursachen der Krise selbst anzugehen.
Keine Verträge, Keine Rechte: Wie die Modeindustrie ihre Arbeiter*innen um Mindestlöhne betrügt
Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass in den Lieferketten deutscher Unternehmen oftmals nicht einmal der Mindestlohn gezahlt wird. Der Bericht "Keine Verträge, keine Rechte: Wie die Modeindustrie ihre Arbeiter*innen um Mindestlöhne betrügt" deckt alarmierende, seit Jahren andauernde Arbeitsrechtsverletzungen in Textilfabriken in Pakistan auf.
ECCHR Schriftenreihe
Die vom ECCHR anläßlich unseres 15. Jahrestag neu herausgegebene Schriftenreihe thematisiert jede Ausgabe aus unterschiedlichen Blickwinkeln, über die Grenzen der juristischen Disziplinen hinweg, sich überschneidende politische, ökonomische, soziale und ökologische Herausforderungen in der Welt und diskutiert relevante Widerstandsformen.
In den ersten Büchern erörtert ECCHR-Generalsekretär Wolfgang Kaleck mit dem Künstler und Aktivisten Tomás Saraceno die Rolle der Kunst in politischen und juristischen Interventionen. ECCHR Legal Director Miriam Saage-Maaß und GLAN-Gründungsdirektor Gearóid Ó Cuinn befassen sich mit neuen systemischen Methoden im Kampf gegen die Macht der Konzerne.
Um Recht nachhaltig zu verändern, bedarf es eines Wandels gesellschaftlicher Kräfteverhältnisse – dabei geht es auch darum, Recht neu zu schaffen. Deshalb initiiert und beteiligt sich das ECCHR an rechtsbezogenen sowie rechtspolitischen Debatten. Wir organisieren öffentliche Veranstaltungen und publizieren zu ausgewählten Themen.
15 Jahre Engagement
Menschenrechte müssen fortwährend gegen Widerstände erkämpft und gegen Angriffe verteidigt werden – dies sind zentrale Herausforderungen juristischer Menschenrechtsarbeit, für die es einen langen Atem braucht. Sie beschäftigen uns seit der Gründung im Jahr 2007.
Lesen Sie dazu unseren Multimedia-Beitrag „15 Jahre Kampf für die Menschenrechte“.
Das ECCHR ist weltweit aktiv
Das European Center for Constitutional and Human Rights steht für gelebte Solidarität über geographische, soziale und kulturelle Grenzen hinweg.