Berlin - Unternehmerische Sorgfaltspflicht - Wirtschaftsrecht

Fachworkshop und Buchpublikation Unternehmenshaftung

Zivilrechtliche Haftung und Berichterstattung als Steuerungsinstrumente

Die Durchsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten von Unternehmen

Berlin - Unternehmerische Sorgfaltspflicht - Wirtschaftsrecht

Fachworkshop und Buchpublikation Unternehmenshaftung

Zivilrechtliche Haftung und Berichterstattung als Steuerungsinstrumente

Im Rahmen der Reihe Studien zum Internationalen Wirtschaftsrecht des Nomos Verlages hat Miriam Saage-Maaß, stellvertretende Direktorin des ECCHR, den Band Die Durchsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten von Unternehmen mitherausgegeben. Vorausgegangen war ein Fachworkshop an der Humboldt Universität, bei dem insbesondere auch junge Akademiker_innen zu Wort kommen sollten. Die Beiträge der jungen Jurist_innen in diesem Bandes greifen zahlreiche Fragen auf, die mit den beiden Grundmodellen der Steuerung unternehmerischen Verhaltens – dem Haftungs- und dem Transparenzmodell – verknüpft sind.

Mit diesem Band haben die Herausgeber_innen drei Ziele verfolgt: Sie wollten zunächst die Vielfalt und Komplexität der einschlägigen zivilrechtlichen Fragen aufzeigen. Weiterhin wollten sie aufzeigen, in welcher Tiefe und Breite diese Fragen in der zivilrechtlichen Nachwuchswissenschaft bereits bearbeitet werden. Schließlich hofften sie, dass die die Beiträge in diesem Band Anregungen für weitere Forschungen zum Thema unternehmerische Verantwortung für Menschenrechte bieten.

Projekt

Haftung und Berichterstattungspflichten können als Instrumente zur Durchsetzung der unternehmerischen Verantwortung für Menschenrechte angesehen werden. Im ersten Teil der Buchbandes werden haftungsrechtlichen Fragen näher beleuchtet. Dabei geht es sowohl um die dogmatische Begründung als auch die genaue Ausgestaltung einer möglichen Haftung von Unternehmen bei Menschenrechtsverletzungen als auch um die Zuordnung der Haftung in globalen Konzernstrukturen und Lieferketten. Die Beiträge des zweiten Teils befassen sich mit der Umsetzung der CSR-Richtlinie der EU und beleuchten deren Funktion für Tätigkeiten von Aktionären. Im dritten Teil werden schließlich die einschlägigen kollisionsrechtlichen Fragen untersucht. Kollisions-, gesellschafts- und deliktsrechtliche Fragen greifen ineinander und beeinflussen sich gegenseitig bezüglich der unternehmerischen Verantwortung für Menschenrechte.

Kontext

Die Beiträge des Bandes wurden auf der Grundlage einer offenen Auschreibung, die sich insbesondere an zivilrechtliche Nachwuchswissenschaftler_innen richtete, ausgewählt und auf einem Workshop am 31. März 2017 an der Humbodlt-Universität zu Berlin vorgestellt. Die Vorträge wurden von Inhaber_innen zivilrechtlicher Lehrstühle kommentiert und diskutiert. Vor dem Hintergrund dieser Kommentare wurden die Beiträge für den vorliegenden Band ausgearbeitet und ergänzt.