Institut - Gesellschaft & Kunst - Ausstellungen

Kunst im ECCHR

Institut - Gesellschaft & Kunst - Ausstellungen

Kunst im ECCHR

Die juristische Menschenrechtsarbeit stößt immer wieder an ihre Grenzen. Durch rechtliche Interventionen kann das ECCHR Verantwortliche für Völkerstraftaten, wirtschaftliche Ausbeutung oder die brutale Zurückschiebungen von Geflüchteten und Migrant*innen zur Rechenschaft ziehen – doch eine nachhaltige Aufarbeitung und Verhinderung von Menschenrechtsverbrechen kann nur als gesamtgesellschaftliches Projekt geschehen.

Kunst kann in diesem Prozess eine besondere Rolle einnehmen: Durch engagierte Künstler*innen erhält das Streben nach Gerechtigkeit die notwendige Tiefe und Bedeutung, um weite Teile einer Gesellschaft zu erreichen und zum Nachdenken anzuregen.

Projekt

Seit seiner Gründung arbeitet das ECCHR mit Künstler*innen aus aller Welt zusammen. In unseren Räumen stellen wir regelmäßig Arbeiten von Künstler*innen aus, die wie wir gegen Menschenrechtsverletzungen aufbegehren – seien es die Verbrechen der brasilianischen Militärdiktatur, das gewaltsame Grenzregime an der US-mexikanischen Grenze oder die Ausbeutung palästinensischer Wanderarbeiter*innen in Israel.

Durch die Kunst können wir grundsätzlichere, radikalere Fragen stellen als die, die uns die rechtliche Fallarbeit ermöglicht. Wir wollen den Blick auf aktuelles und vergangenes Unrecht schärfen und verorten uns bewusst an der Schnittstelle von Recht und Kunst.

Kontext

In den vergangenen Jahren hat das ECCHR mit folgenden Künstler*innen zusammengearbeitet: Mohamed Badarne (Palästina/Deutschland), Mari Bastashevski (Dänemark), Azul Blaseotto (Argentinien), Marcelo Brodksy (Argentinien), Silvina Der-Merguerditchian (Deutschland), Laura Fiorio (Italien), Loreto Garín Guzmán (Chile/Kolumbien), José Giribás (Chile), Víctor Jaramillo (Mexiko), Eduardo Molinari (Argentinien), Nghia Nuyen (Vietnam/Deutschland), Rafael Pagatini (Brasilien), Nihad Nino Pušija (Bosnien-Herzegowina/Deutschland), Frank Rothe (Deutschland), Marek Schovánek (Kanada), Hamid Sulaiman (Syrien/Deutschland), Federico Zukerfeld (Argentinien)