Berlin

Tränengas, Gummigeschosse und Zäune: Hat Europa irgendetwas durch die Toten von Ceuta gelernt?

Podiumsdiskussion

15.02.2016, 00:00 Uhr

Mindestens 15 Tote und viele Verletzte: Das war die Bilanz des Einsatzes spanischer Grenzbeamter am 6. Februar 2014 an der Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta. Die Beamte gingen mit Tränengas, Gummigeschossen und Schlagstöcken gegen eine Gruppe von Geflüchteten vor, als diese versuchten vom Meer aus schwimmend die Grenze zu überwinden. Strafrechtliche oder gar politische Konsequenzen hatte die tödliche „Grenzschutz-Aktion“ bislang nicht. Im Gegenteil: Das Ermittlungsverfahren gegen die beschuldigten Beamten stellte eine spanische Richterin ein. Über die Beschwerde, die ein Kooperationsanwalt des ECCHR dagegen eingereicht hat, ist noch nicht entschieden. Und: Die spanische Praxis unrechtmäßiger und häufig auch brutaler Push Backs ist regelrecht zum Modell für die Abwehr von Geflüchteten an den EU-Außengrenzen geworden. Das belegen die Berichte über gewalttätige Einsätze entlang der Grenzzäune in Ungarn oder Bulgarien.
 
Liliane Zebaze, Zeugin und Überlebende des Push Backs in Ceuta, wird berichten, wie schwierig es für die Betroffene ist, sich am Ermittlungsverfahren zu beteiligen.
 
Aboubakar Sidibe verbrachte mehrere Monate in Geflüchteten-Camps am Berg Gourougou nahe der spanischen Exklave Melilla und setzt sich für die Rechte von Geflüchteten ein.
 
Mikel Konate, Journalist aus Madrid, hat die Situation an den spanischen Exklaven in Nordafrika ebenso wie an der ungarisch-serbischen Grenze und auf der griechischen Insel Lesbos dokumentiert. Er wird über Gemeinsamkeiten und Unterschiede an den EU-Außengrenzen berichten.
 
Hanaa Hakiki ist Juristin und arbeitet im Programmbereich „Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung“ des ECCHR an der juristischen Aufarbeitung von Push Backs.

Windhoek

Symposium – Koloniales Unrecht und Aufarbeitung

Konferenz

25.03.2019, 18:00 Uhr

Goethe-Institut Namibia
1–5 Fidel Castro Street, P.O.B. 12 08, Windhoek, Namibia

Deutschland und Namibia verbindet durch die Jahre der Kolonialzeit eine besondere Geschichte. Seit 2015 gibt es offizielle Verhandlungen zwischen Namibia und Deutschland, die es zum Ziel haben eine...

Swakopmund , Windhoek

Namibia: Eine Woche für Gerechtigkeit

Veranstaltungsreihe

25.03.2019, 19:00 Uhr

115 Jahre nach dem Genozid an Ovaherero und Nama

Die Rückführung menschlicher Gebeine von Deutschland nach Namibia, die Klage von Herero und Nama vor einem Gericht in den USA, die Restitution in der...

Swakopmund

Internationales Recht in postkolonialen Kontexten

Konferenz

27.03.2019, 12:00 Uhr

Swakopmund Hotel & Entertainment Centre
2 Theo-Ben Gurirab Street, Swakopmund, Namibia

Die Rückführung menschlicher Gebeine von Deutschland nach Namibia, die Klage von Ovaherero und Nama vor einem Gericht in den USA, die Restitution in der Kolonialzeit geraubter Kulturgüter in Museen...

Swakopmund

Der Genozid an Ovaherero und Nama & Restorative Justice

Podiumsdiskussion

29.03.2019, 18:00 Uhr

Swakopmund Hotel & Entertainment Centre
2 Theo-Ben Gurirab Street, Swakopmund, Namibia

Die Auswirkungen der kolonialen Vergangenheit Europas in die postkoloniale Gegenwart werden immer öfter und immer offener diskutiert. So stellt sich die Frage, wie eine wirkliche Aufarbeitung...

Nürnberg

International Summer Course: Human Rights Law in Context

Sommerkurs

22.07.2019, 10:00 Uhr

Universität Erlangen-Nürnberg
Lange Gasse 20, 90403 Nürnberg

Das ECCHR organisiert dieses Jahr gemeinsam mit dem Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN) eine Summer School mit dem Schwerpunk Wirtschaft und Menschenrechte. Themen werden unter anderem...

Archiv

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