Swakopmund , Windhoek

Namibia: Eine Woche für Gerechtigkeit

Veranstaltungsreihe

25.03.2019, 19:00 Uhr

Völkermord-Denkmal in Windhoek © Photo: ECCHR

115 Jahre nach dem Genozid an Ovaherero und Nama

Die Rückführung menschlicher Gebeine von Deutschland nach Namibia, die Klage von Herero und Nama vor einem Gericht in den USA, die Restitution in der Kolonialzeit geraubter Kulturgüter in Museen in Berlin, Paris und London: Die Auswirkung der kolonialen Vergangenheit Europas in die postkoloniale Gegenwart wird immer öfter und immer offener diskutiert. Forderungen nach der Aufarbeitung kolonialen (Un)Rechts finden in unterschiedlichen Foren Gehör.

Eine wirkliche Aufarbeitung kolonialen (Un)Rechts, die nicht nur Verhandlungsgegenstand zwischen Staaten bleibt, ist nur als Prozess zwischen Gesellschaften möglich – ein langer Weg. Dabei stellen sich nicht nur aus Sicht der ehemals Kolonisierten die Fragen: Wer spricht und über wen wird gesprochen? Welche Perspektiven und Erinnerungen sind Gegenstand des Gesprächs, welche bleiben außen vor? Welches Recht ist zur Aufarbeitung des (post)kolonialen Unrechts nötig? Wie gelingt ein konstruktiver und zukunftsweisender Diskurs?

Über diese Fragen und weitere Aspekte werden sich vom 25. bis 30. März 2019 in Namibia nationale und internationale Jurist_innen, Künstler_innen, Verfassungshistoriker_innen und zivil-gesellschaftliche Expert_innen interdisziplinär austauschen. Auftakt von „Namibia: Eine Woche für Gerechtigkeit“ ist das Symposium „Koloniales Unrecht und Aufarbeitung“ in Windhoek, organisiert vom European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) und der Akademie der Künste (AdK) in Kooperation mit dem Goethe-Institut.

Gemeinsam mit der Ovaherero Genocide Foundation (OGF) und der Nama Traditional Leaders Association (NTLA) und dem Nama Genocide Technical Committee (NGTC) laden das ECCHR und die AdK anschließend zur internationalen Konferenz „International Law in Postcolonial Contexts“ sowie zu einer öffentlichen Veranstaltung in Swakopmund.

Teilnehmende sind unter anderem Herta Däubler-Gmelin (Bundesjustizministerin a.D.), Peter Katjavivi (Präsident des Parlaments von Namibia, tbc), Jeanine Meerapfel (Präsidentin der Akademie der Künste), Bonita Meyersfeld (Universität Witwatersrand in Johannesburg/Südafrika), John Nakuta (Universität von Namibia), Makau Mutua (University of Buffalo, USA, tbc), Vasuki Nesiah (New York University), Hilary Beckles (University of the West Indies in Mona/Jamaika, tbc), Jürgen Zimmerer (Universität Hamburg) und Wolfgang Kaleck (ECCHR).

Bitte merken Sie sich den Termin vor – eine Einladung mit Programm und Details zur Anmeldung folgen in Kürze.

Stockholm

Accountability for torture in Syria – Sweden's role in the struggle against impunity

Podiumsdiskussion

20.02.2019, 18:00 Uhr

Medelhavsmuseet
Fredsgatan 2, Stockholm, Sweden

There will be a livestream of the event:
in English via CRD’s Facebook page and in Arabic via
ECCHR’s Facebook page

Torture, enforced disappearances and extrajudicial executions of political...

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