Berlin

Gedächtnis und Gerechtigkeit

Symposium

29.09.2016, 00:00 Uhr

Die Akademie der Künste und das ECCHR laden mit der Konferenz „Gedächtnis und Gerechtigkeit“ vom 29. September bis zum 1. Oktober KünstlerInnen, JuristInnen und AktivistInnen aus der ganzen Welt nach Berlin ein, um sich mit Menschheitsverbrechen, Folter und Techniken zu deren Aufarbeitung auseinanderzusetzen.
 
Ausführliches Programm unter www.gedächtnis-und-gerechtigkeit.de
 
Die Shoah, der Genozid in Ruanda oder die Geschichte der Gewalt der Militärdiktatur in Argentinien sind nur drei Beispiele von Massengewalt und Massenverbrechen, die künstlerisch, juristisch und gesellschaftlich schon oft –aber noch lange nicht abschließend – aufgearbeitet worden sind. Die Kolonialverbrechen in Algerien, die Folter im sogenannten „Krieg gegen den Terrorismus“ oder die Gewalt in Syrien blieben hingegen bisher straflos. Eines jedoch ist all diesen Situationen gemein: Bei den Diskussionen über die Reaktion auf diese Verbrechenskomplexe bleiben JuristInnen meist ebenso unter sich wie PolitikwissenschaftlerInnen, AktivistInnen und KünstlerInnen.
 
Das Symposium „Gedächtnis und Gerechtigkeit“ ist gleichzeitig Raum wie Anlass für interdisziplinäre, epochen- und länderübergreifende Gespräche über juristische und andere staatliche Untersuchungen und Prozesse und über den Anteil von
zivilgesellschaftlichen Akteuren daran. Die Teilnehmenden werden historische und aktuelle Themen wie die Entwicklung der internationalen Strafjustiz seit den Nürnberger Prozessen, die Aufarbeitung von Diktaturverbrechen in Lateinamerika
sowie Beispiele von weltweiten Kolonialverbrechen und ihre Folgeerscheinungen diskutieren.
 
Dabei werden die komplexen Wechselverhältnisse von Recht, kollektiver Erinnerung und Geschichtsschreibung beleuchtet: In welchem Verhältnis steht die strafrechtliche Verfolgung zu einer zivilgesellschaftlichen Kultur des Erinnerns? Welche kulturellen und politischen Konsequenzen haben Straflosigkeit und öffentliches Verschweigen schwerwiegender Massenverbrechen? Und welche ethischen Fragen stellen sich bei der Darstellung der Leiden anderer Menschen?
 
Mit diesem Themenspektrum und einer Reihe hochkarätiger Gäste richtet sich die Veranstaltung an ein breites politisch interessiertes Publikum.
 
Das Programm wird kuratiert von Wolfgang Kaleck, Generalsekretär des ECCHR. Es umfasst Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen, Lesungen und eine Ausstellung künstlerischer Arbeiten.
 
Eine Kooperation der Akademie der Künste und des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR).

Dortmund

BLACKBOX: Menschenrechte vor Profit

Veranstaltung

28.11.2018, 20:00 Uhr

Schauspiel Dortmund
Theaterkarree 1-3, ehem. Kuhstraße 12, 44137 Dortmund

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Bochum

Strategies of Justice – Fighting Factory Disasters in South Asia

Symposium

28.11.2018, 13:30 Uhr

Ruhr-Universität Bochum
Blue Square, Kortumstr. 90, 44787 Bochum

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258 Tote, Dutzende Verletze – das ist die furchtbare Bilanz des Fabrikbrands bei Ali...

Bochum , Dortmund , Genf , Rom

Eine Woche für Gerechtigkeit

Veranstaltung

26.11.2018, 10:00 Uhr

Landgericht Dortmund

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Archiv

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