Von Idomeni nach Straßburg: Geflüchtete fordern vor dem EGMR ihr Recht auf Rechte

14. September 2016 - Acht Menschen aus Syrien, Irak und Afghanistan wehren sich gegen die Einschränkung ihrer Rechte auf dem Fluchtweg durch Europa. Sie haben sie wegen eines Push-Backs (dt. völkerrechtswidrige Zurückweisung) im März 2016 aus der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien in das Grenzlager Idomeni in Griechenland Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg eingereicht. Die Verfahren sind ein weiterer wichtiger Schritt um gegen die Push-Backs in Europa und an den EU-Außengrenzen vorzugehen und das grundlegende "Recht auf Rechte" von Geflüchteten einzufordern und Menschenrechte als Ordnungsprinzip durchzusetzen. 

Weiterlesen

Etappensieg im Verfahren gegen Textildiscounter KiK

30. August 2016 - Gerechtigkeit für 260 Tote und 32 Verletzte: Das fordern die Überlebenden und Hinterbliebenen der Brandkatastrophe in der Textilfabrik Ali Enterprises in Karachi (Pakistan). Vier von ihnen reichten im März 2015 beim Landgericht Dortmund Klage gegen die deutsche Textilfirma KiK ein, KiK war, nach eigenen Angaben, Hauptkunde der im September 2012 abgebrannten Fabrik. Nun hat das Gericht entschieden: Es sieht sich zuständig und die Kläger erhalten Prozesskostenhilfe. Diese Entscheidung ist der erste Schritt, damit ein Fall von Menschenrechtsverletzungen durch deutsche Unternehmen im Ausland auch vor einem deutschen Gericht verhandelt wird.

Weiterlesen

Hans-Litten-Preis 2016 für Wolfgang Kaleck und Miriam Saage-Maaß

4. Juli 2016 - Wolfgang Kaleck, Generalsekretär des ECCHR und Dr. Miriam Saage-Maaß, stellvertretende Legal Director der Organisation erhalten den diejährigen Hans-Litten-Preis der Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen (VDJ). Die VDJ würdigt damit die Arbeit von Kaleck und Saage-Maaß bei der strategischen Ausrichtung der ECCHR-Projekte. Exemplarisch nennt die VDJ die Fallarbeit zu KIK, zum Drohnenkrieg der USA und zu Migration.

Weiterlesen

"Weltrecht in Deutschland?" Abschlussbericht zum FDLR-Verfahren

8. Juni 2016 - Mit „Weltrecht in Deutschland? Der Kongo-Kriegsverbrecherprozess: Erstes Verfahren nach dem Völkerstrafgesetzbuch“ veröffentlichte das ECCHR seinen Abschlussbericht zum FDLR-Verfahren am Oberlandesgericht Stuttgart. Der Prozess gegen zwei ruandische Anführer der Hutu-Miliz Forces démocratiques de libération du Rwanda (FDLR) war das erste Verfahren nach dem Völkerstrafgesetzbuch (VStGB). Auf Basis von mehr als viereinhalb Jahren Prozessbeobachtung analysiert der Bericht Hintergrund, Verlauf und mögliche Lehren des Verfahrens.

Weiterlesen

ECCHR-Jahresbericht 2015

20. Mai 2016 - Der neue Jahresbericht des ECCHR bietet einen Überblick zur teilweise jahrelangen Arbeit an einzelnen Fällen. Darüber hinaus beschreibt und reflektiert er einige Meilensteine im Jahr 2015. Erneut hat das ECCHR juristisches Neuland betreten: Wir unterstützen Geflüchtete, in Europa ihr Recht auf Rechte durchzusetzen und wir nutzen rechtliche Mittel, um transnationale Unternehmen für den rechtswidrigen Vertrieb von Pestiziden im globalen Süden haftbar zu machen.

Weiterlesen

Das ECCHR trauert um Michael Ratner

12. Mai 2016 – Mit tiefer Trauer haben wir vom Tod von Michael Ratner am 11. Mai 2016 erfahren. Das ECCHR verliert mit ihm einen langjährigen und wichtigen Freund, Weggefährten und Mentor. Michael Ratner, der langjährige Präsident des Center for Constitional Rights (CCR) in New York, war einer der Mitbegründer des ECCHR und hat die Arbeit der Organisation über viele Jahre in besonderer Weise unterstützt. Zuletzt war er Vorsitzender des ECCHR-Vorstands. Wir sind dankbar für die Zeit mit ihm und für seinen unermüdlichen und unerschrockenen Einsatz für die Menschenrechte weltweit.

Weiterlesen

Wie Sie helfen können

Sie können die Arbeit des ECCHR unterstützen, indem Sie unsere Veranstaltungen besuchen, andere über unsere Arbeit informieren, mit uns diskutieren und natürlich, indem Sie für unsere Arbeit spenden. Weitere Informationen finden Sie hier.