Berlin

Zum ersten Jahrestag: Der Fall Kundus und das Tötungsverbot im Krieg

Podiumsdiskussion

31.08.2010, 00:00 Uhr

Mit dem Völkerrechtler des Hamburger Instituts für Sozialforschung Dr. Gerd Hankel sowie Wolfgang Kaleck Als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur beschäftigt sich Dr. Gerd Hankel mit Kriegsverbrechen und internationalem Strafrecht. Das Spektrum seiner Arbeit reicht von der völkerrechtlichen Bewertung von Verbrechen des ersten Weltkrieges über die Nürnberger Prozesse bis hin zu aktuellen Fällen an Internationalen Strafgerichten. Unter dem Thema „Kriegsrecht, Kriegsverbrechen und verbrecherischer Krieg" erörterte Dr. Gerd Hankel die Notwendigkeit von Kriegsverbrecherprozessen nach dem Zweiten Weltkrieg. Nun folgt seine Studie zum „Tötungsverbot im Krieg", die im Herbst erscheinen soll. Die Strafbarkeit von Tötungshandlungen im Krieg ist aktuell relevant in der Diskussion um den Luftangriff auf zwei Tanklaster bei Kundus, bei dem zahlreiche Personen ums Leben kamen, sowie in der Debatte um gezielte Tötungen einzelner Personen. Das Ermittlungsverfahren gegen die Bundeswehrsoldaten Klein und Wilhelm wurden im April 2010 durch den Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof eingestellt. Diese Entscheidung wird heftig kritisiert, und es stellt sich weiterhin die Frage: Wie weit reicht das Tötungsverbot im Krieg? Einleitend wird Wolfgang Kaleck, einer der Anwälte der Opfer von Kundus, zur strafrechtlichen Aufarbeitung der Geschehnisse Stellung nehmen. Er hatte zuletzt die Weiterführung der Ermittlungen durch die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden beantragt, nachdem die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe keinen Tatverdacht eines Kriegsverbrechens angenommen hatte.

Windhoek

Symposium – Koloniales Unrecht und Aufarbeitung

Konferenz

25.03.2019, 18:00 Uhr

Goethe-Institut Namibia
1–5 Fidel Castro Street, P.O.B. 12 08, Windhoek, Namibia

Deutschland und Namibia verbindet durch die Jahre der Kolonialzeit eine besondere Geschichte. Seit 2015 gibt es offizielle Verhandlungen zwischen Namibia und Deutschland, die es zum Ziel haben eine...

Swakopmund , Windhoek

Namibia: Eine Woche für Gerechtigkeit

Veranstaltungsreihe

25.03.2019, 19:00 Uhr

115 Jahre nach dem Genozid an Ovaherero und Nama

Die Rückführung menschlicher Gebeine von Deutschland nach Namibia, die Klage von Herero und Nama vor einem Gericht in den USA, die Restitution in der...

Swakopmund

Internationales Recht in postkolonialen Kontexten

Konferenz

27.03.2019, 12:00 Uhr

Swakopmund Hotel & Entertainment Centre
2 Theo-Ben Gurirab Street, Swakopmund, Namibia

Die Rückführung menschlicher Gebeine von Deutschland nach Namibia, die Klage von Ovaherero und Nama vor einem Gericht in den USA, die Restitution in der Kolonialzeit geraubter Kulturgüter in Museen...

Swakopmund

Der Genozid an Ovaherero und Nama & Restorative Justice

Podiumsdiskussion

29.03.2019, 18:00 Uhr

Swakopmund Hotel & Entertainment Centre
2 Theo-Ben Gurirab Street, Swakopmund, Namibia

Die Auswirkungen der kolonialen Vergangenheit Europas in die postkoloniale Gegenwart werden immer öfter und immer offener diskutiert. So stellt sich die Frage, wie eine wirkliche Aufarbeitung...

Nürnberg

International Summer Course: Human Rights Law in Context

Sommerkurs

22.07.2019, 10:00 Uhr

Universität Erlangen-Nürnberg
Lange Gasse 20, 90403 Nürnberg

Das ECCHR organisiert dieses Jahr gemeinsam mit dem Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN) eine Summer School mit dem Schwerpunk Wirtschaft und Menschenrechte. Themen werden unter anderem...

Archiv

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