Brüssel

Europäisches Anwaltstreffen zur Strafverfolgung internationaler Verbrechen

Workshop

09.11.2009, 00:00 Uhr

Im Vorfeld einer Konferenz zum Thema Universelle Jurisdiktion in Brüssel hat das ECCHR am 9. November 2009 gemeinsam mit der Fédération Internationale des Ligues des Droits de l'Homme (FIDH) und Redress einen Workshop zum gleichen Thema organisiert. Nach den ECCHR-Workshops zu Terrorismuslisten, transnationalen Unternehmen und Menschenrechten sowie zu den CIA-Entführungsflügen versammelte auch dieser Workshop eine Reihe von internationalen Experten.

Weltweit tätige Rechtsanwälte und Vertreter zahlreicher Menschenrechtsorganisationen, darunter Amnesty International, das Center for Constitutional Rights, Human Rights Watch sowie die Veranstalter selbst, tauschten wichtige Erfahrungen aus der Praxis aus und diskutierten neue Strategien für Fälle im Zusammenhang mit Universeller Jurisdiktion. Der Workshop trug damit dazu bei, die Akteure, die im Bereich nationaler Strafverfolgung schwerwiegender Verbrechen tätig sind, weiter zu vernetzen und ihre Arbeit zu stärken.

ECCHR-Generalsekretär Wolfgang Kaleck und Andreas Schüller, ECCHR-Legal Analyst im Programm Universelle Justiz, sprachen anschließend auf zwei Podien im Rahmen der Konferenz zur Universellen Jurisdiktion. Die vom 9. bis 11. November dauernde Konferenz, organisiert von Redress und FIDH, stellte die Opfer und Zeugen in Gerichtsverfahren in Drittländern zu schwersten Menschenrechtsverletzungen in den Vordergrund. Wolfgang Kaleck fasste auf dem ersten Podium die bisherigen Verfahren nach dem Weltrechtsprinzip in Europa zusammen und betonte dabei die Notwendigkeit, auch Verfahren in politisch schwierigen Fällen voranzutreiben, da das Weltrechtsprinzip ansonsten aufgrund eines doppelten Standards zu scheitern drohe (vgl. W. Kaleck: From Pinochet to Rumsfeld, 2009). Andreas Schüller sprach am dritten Tag der Konferenz zu aktuellen Verfahren in Deutschland und Österreich und erwähnte dabei den langwierigen Prozess der Ermittlungen in Deutschland gegen Offizielle der ruandischen Rebellenorganisation Forces Démocratiques de Libération du Rwanda (FDLR) und die politischen Schwierigkeiten rund um die Tanklasterbombardierungen bei Kundus im Fall des Oberst Klein. Außerdem berichtete er vom laufenden Verfahren in Österreich gegen den tschetschenischen Präsidenten Kadyrow.

Die Konferenz brachte weltweit tätige Rechtsanwälte, Nichtregierungsorganisationen und Strafverfolgungsbehörden sowie einzelne Opfer von schwersten Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen zu einem intensiven Erfahrungsaustausch zusammen.

Windhoek

Symposium – Koloniales Unrecht und Aufarbeitung

Konferenz

25.03.2019, 18:00 Uhr

Goethe-Institut Namibia
1–5 Fidel Castro Street, P.O.B. 12 08, Windhoek, Namibia

Deutschland und Namibia verbindet durch die Jahre der Kolonialzeit eine besondere Geschichte. Seit 2015 gibt es offizielle Verhandlungen zwischen Namibia und Deutschland, die es zum Ziel haben eine...

Swakopmund , Windhoek

Namibia: Eine Woche für Gerechtigkeit

Veranstaltungsreihe

25.03.2019, 19:00 Uhr

115 Jahre nach dem Genozid an Ovaherero und Nama

Die Rückführung menschlicher Gebeine von Deutschland nach Namibia, die Klage von Herero und Nama vor einem Gericht in den USA, die Restitution in der...

Swakopmund

Internationales Recht in postkolonialen Kontexten

Konferenz

27.03.2019, 12:00 Uhr

Swakopmund Hotel & Entertainment Centre
2 Theo-Ben Gurirab Street, Swakopmund, Namibia

Die Rückführung menschlicher Gebeine von Deutschland nach Namibia, die Klage von Ovaherero und Nama vor einem Gericht in den USA, die Restitution in der Kolonialzeit geraubter Kulturgüter in Museen...

Swakopmund

Der Genozid an Ovaherero und Nama & Restorative Justice

Podiumsdiskussion

29.03.2019, 18:00 Uhr

Swakopmund Hotel & Entertainment Centre
2 Theo-Ben Gurirab Street, Swakopmund, Namibia

Die Auswirkungen der kolonialen Vergangenheit Europas in die postkoloniale Gegenwart werden immer öfter und immer offener diskutiert. So stellt sich die Frage, wie eine wirkliche Aufarbeitung...

Nürnberg

International Summer Course: Human Rights Law in Context

Sommerkurs

22.07.2019, 10:00 Uhr

Universität Erlangen-Nürnberg
Lange Gasse 20, 90403 Nürnberg

Das ECCHR organisiert dieses Jahr gemeinsam mit dem Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN) eine Summer School mit dem Schwerpunk Wirtschaft und Menschenrechte. Themen werden unter anderem...

Archiv

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