Berlin

Kampf gegen die Straflosigkeit.

27 September 2010, 12:00 am
Argentinien als Modell für die Aufarbeitung von Gewaltverbrechen in Diktaturen: das erfolgreiche Zusammenwirken einer kämpferischen Menschenrechtsbewegung und der internationalen Strafjustiz.Wolfgang Kaleck skizziert in diesem Buch das Argentinien unter der Militärjunta in der Zeit von 1976 bis 1983, in der 30. 000 Oppositionelle verschwanden und Hunderttausende gefoltert oder ins Exil getrieben wurden; aber auch die berühmten Mütter der Plaza de Mayo mit ihren weißen Kopftüchern, die trotz Repressalien nicht aufgehört haben, nach den Verschwundenen zu fragen. Die juristische Aufarbeitung der Junta-Zeit begann in Buenos Aires zwar sofort nach ihrem Ende, aber auf Druck des damals noch starken Militärs wurden die Angeklagten amnestiert. Erst in den neunziger Jahren wandte sich die Menschenrechtsbewegung nach Europa und initiierte in Spanien, Frankreich, Italien und Deutschland Strafverfahren. Daraufhin wurden 2005 in Argentinien die Amnestiegesetze aufgehoben und die Militärs vor Gericht gebracht. Engagiert und anschaulich beschreibt Wolfgang Kaleck Argentinien als exemplarischen Fall für die Rolle von Menschenrechtsbewegungen bei der Demokratisierung nach einer Diktatur. Gleichzeitig zeigt er die durchschlagende Bedeutung, die europäische Gerichte bei der Aufarbeitung von Gewaltverbrechen in totalitären Regimen spielen können.

Rupture and reckoning: 20 years of Guantánamo

11 September 2021, 3:00 pm

An interdisciplinary event series reflecting on the legacy of the notorious detention camp and US counter-terrorism policy two decades after 9/11

Exactly four months after the 11 September 2001…

Human rights in times of crises: Resistance and concrete utopias

22 September 2021, 6:00 pm

Event series, May – November 2021

Human rights are a concrete utopia worth defending. But how to defend them needs to be constantly reinvented. As we find ourselves in a time of profound, global…

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