Berlin

ESPACIOS de MEMORIA - Orte der Erinnerung

film screening

28.08.2012, 00:00 Uhr

Was hörten die verschwundenen Inhaftierten von der Außenwelt?
Was ahnten die Nachbarn von der Innenwelt?
Wie lassen sich diese Schilderungen und Bilder heute zusammenbringen?
Während der letzten Diktatur in Argentinien (1976-1983) verschwanden zehntausende Personen, verfolgt für ihren politischen oder gewerkschaftlichen Aktivismus. Die geheimen Gefangenenzentren, in denen sie vor ihrer Ermordung gefoltert wurden, dienten auch als Abschreckung gegenüber dem Rest der Bevölkerung. Vielleicht war dies der Grund, warum sie im urbanen Geschehen der Städte gut integriert waren und so die verheerende Koexistenz von alltäglichem Leben und Terror ermöglichten. Ihre Umgestaltung in Orte der Erinnerung soll sowohl für die Nachbarn als auch für die gesamte Gesellschaft ein Impuls zum Nachdenken sein. Über die Suche nach den Kontaktpunkten dieser Orte mit der Stadt des täglichen Lebens hinterfragt die Reihe die gesellschaftlichen Dynamiken, die zu Vernichtungen wie den in Argentinien geschehenen führen. Sie beinhaltet Aussagen von Überlebenden, Familienangehörigen verschwundener Personen, Nachbarn und Nachbarinnen, Forschern und Forscherinnen, sowie von Personen, die für das Wiederauffinden und Umwandlung dieser Orte arbeiten. In Gegenüberstellung zu den schmerzhaften Geschehnissen der Vergangenheit zeigt sich eine Gegenwart voller Lebendigkeit und Tatendrang, die jedoch Fragen und Debatten nicht entbehrt. ESPACIOS de MEMORIA – Orte der Erinnerung zeigt acht geheime Gefangenenlager in drei argentinischen Städten: Buenos Aires, Córdoba und Rosario. Ein Kapitel ist zudem den „urbanen Spuren“ gewidmet und forscht in den alltäglichen Erinnerungen der Stadt. Ein anderes beschäftigt sich mit dem vielleicht wichtigsten Ort der Erinnerung: dem Fluss „Rio de la Plata“, in dessen Tiefen tausende Verschwundene lebend versenkt wurden.
Eine Zusammenarbeit von Magoyafilms und dem Forschungsprojekt „Narratives of Terror and  Disappearance“  (Universität Konstanz /European Research Council).
Gewinnerin des Nationalen Wettbewerbs für Dokumentationsreihen des Aktionsplans zur Unterstützung und Förderung von audiovisuellen digitalen Inhalten  der INCAA, der UNSAM und des Consejo Asesor del Sistema Argentino de Television Digital Terrestre.
Regie: Sebastián Schindel (magoyafilms)
Konzept und Redaktion: Estela Schindel (Universität Konstanz)
Übersetzt und veröffentlicht mit Unterstützung der Botschaft der Republik Argentinien in Deutschland und des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und Kultus der Republik Argentinien. Eine gemeinsame Tätigkeit mit dem Foro Latinoamericano por la Identidad y la Integración (Lateinamerikanischen Forum für Identität und Integration).

Berlin

Deadly dam collapse in Brazil: Are German companies responsible?

discussion

22.10.2019, 19:00 Uhr

Tagungswerk
Lindenstraße 85, 10969 Berlin

In January 2019, a dam burst at an iron ore mine near Brumadinho, Brazil, killing more than 270 people. The toxic sludge polluted large sections of the Paraopeba River, poisoning thousands of people's...

Berlin

Colonial Repercussions V: The Case of Namibia

Symposium

29.11.2019, 14:00 Uhr

Akademie der Künste (AdK)

The issue of (post-)colonial injustice is more present than ever before in German and European legal and cultural policy debates. Still, this development towards addressing the past has not had much...

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