Berlin

The Political and Legal Struggle against Impunity in Argentina

21 April 2016, 12:00 am

Spät, dafür aber weltweit bisher beispielhaft, hat Argentinien das „Verschwindenlassen“, die Folter, Verfolgung und Ermordung von mehr als 30.000 Menschen während der Militärdiktatur in gesellschaftlichen und juristischen Prozessen aufgearbeitet. Seit 2005 sind fast 600 Täter – Militärs, Polizisten und Zivilisten – verurteilt worden. Allein die Aufarbeitung der Komplizenschaft von Unternehmen verläuft schleppend.
 
Gemeinsam mit Betroffenen, ZeitzeugInnen, Aktivisten und JuristInnen aus Argentinien und mit Ihnen wollen wir u. a. folgende Fragen diskutieren: Welche juristischen und politischen Mittel nutzte die argentinische Zivilgesellschaft im Kampf gegen die Straflosigkeit? Welche Strategien waren erfolgreich? Kann die Aufarbeitung in Argentinien für andere Länder Modellcharakter haben? Und wir wollen in die Zukunft blicken: Welche Folgen hat die Wahl des rechtskonservativen Präsidenten Mauricio Macri für die weitere juristische Aufarbeitung der Diktaturverbrechen?
 
Nach einem schriftlichen Grußwort von Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin (Bundesjustizministerin a.D) und einer filmischen Einführung durch Jeanine Meerapfel (Präsidentin der Berliner Akademie der Künste und Filmemacherin) diskutierten:
 
Marianela Galli (Tochter und Enkelin von „Verschwundenen“ und Soziologin), Kuno Hauck (Pastor und Koalition gegen die Straflosigkeit), Gabriel Pereira (stellvertretender Direktor von ANDHES, Klägerorganisation in den Verfahren wegen Diktaturverbrechen in Tucumán), Daniel Rafecas (Bundesrichter in Buenos Aires) Prof. Maristella Svampa (Soziologin und Autorin, Universidad Nacional de La Plata), Horacio Verbitsky (Direktor des Centro de Estudios Legales y Sociales in Buenos Aires und Autor), Rodolfo Yanzón (Rechtsanwalt in Buenos Aires, beteiligt am Verfahren zur Folter in der Militärschule ESMA) sowie Danuta Sacher (Abteilungsleiterin Lateinamerika, Brot für die Welt) und Wolfgang Kaleck (Generalsekretär ECCHR).

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