Die große Ausbeutung

Soziale Rechte & Natürliche Ressourcen

Enteignungen für den Abbau von Rohstoffen, Zwangsumsiedlungen im Zuge von Infrastrukturprojekten, Gesundheits- und Umweltschäden als Folge von Pestizideinsatz: Im globalen Wettlauf um Ressourcen setzen transnationale Unternehmen ihre Interessen rücksichtslos durch, und können in der Regel auf die Unterstützung der politischen Eliten zählen. Die Rechte der lokalen Bevölkerungsmehrheit hingegen werden hintangestellt und oft massiv verletzt. Das ECCHR versteht sich als Teil der zivilgesellschaftlichen Bewegungen, die sich dagegen zur Wehr setzen, und unterstützt den politischen und sozialen Kampf mit rechtlichen Interventionen.

Indien

Die große Ausbeutung

Doppelstandards internationaler Chemie- und Agrarkonzerne

Pestizide

Das ECCHR und seine Partnerorganisationen haben in einem Offenen Brief und einem Monitoringbericht an die WHO dazu aufgerufen, Neuerungen zu beschließen, um Missstände beim globalen Pestizidvertrieb anzugehen. Die Berichte beziehen sich vor allem auf die mangelhafte Kennzeichnung beim Verkauf von Pestiziden.

Indien

Die große Ausbeutung

Bayer: Doppelstandards beim Vertrieb von Pestiziden

Pestizide

BayerCropScience vermarktet hochgefährliche Pflanzenschutzmittel in Indien. Das Unternehmen trägt nicht genügend Sorge dafür, dass Betroffene über die Gefahren der Pestizide und nötige Schutzmaßnahmen informiert werden. Das belegt der Monitoringbericht, den das ECCHR 2015 der Welternährungsorganisation vorgelegt hat.

Indien

Die große Ausbeutung

Syngenta-Pestizide gefährden Bauern und Plantagenarbeiter*innen

Pestizide

Das Ergebnis einer Befragung und weiterer Recherchen des ECCHR belegt: Gramoxone – eines der gefährlichsten und in vielen Ländern verbotenes Pestizid der Firma Syngenta – wird in Indonesien und auf den Philippinen nahezu ohne Schutzmaßnahmen verwendet.

Peru

Die große Ausbeutung

Rohstoffabbau in den Anden: Beschwerden und Klagen gegen Schweizer Firma Glencore, die Schweiz und Peru

Bergbau

Bergbauprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika führen oft zu Umweltschäden und sozialen Konflikten. Ein Beispiel dafür ist die Mine Tintaya Antapaccay in Peru. Anwohner*innen beklagen Wasserverschmutzung durch Schwermetalle und Gesundheitsprobleme. Betreiber der Mine ist ein Tochterunternehmen der Glencore plc.

Rumänien

Die große Ausbeutung

Umweltschutz versus Investitionsrecht – Der Fall der Goldmine in Roșia Montană, Rumänien

Ressourcenausbeutung

Die Anwohner*innen in der Region Roșia Montană konnten sich erfolgreich gegen den Bau einer Goldmine wehren. Nun verklagt die Bergbaufirma Gabriel Resources den rumänischen Staat. Mit einem Amicus Brief unterstützen das ECCHR und seine Partnerorganisationen die Bewohner*innen, damit ihre Rechte berücksichtigt werden.

Simbabwe

Die große Ausbeutung

Menschenrechte unanwendbar bei Investitionsstreits vor internationalen Schiedsgerichten?

Indigene Rechte

2012 hat die Weltbank eine gemeinsame Petition des ECCHR und der Oberhäupter von vier indigenen Gemeinden aus Simbabwe zurückgewiesen. Die Petitionen waren auf die Zulassung als beratende Amici Curiae in zwei verbundenen Fällen gerichtet, in denen europäische Investoren die Regierung von Simbabwe verklagt haben.

Sudan

Die große Ausbeutung

Bauen ohne Rücksicht: Das Unternehmen Lahmeyer und die Vertreibungen beim Staudammbau im Sudan

Infrastruktur

2010 haben Betroffene des Baus des Merowe-Staudamms im Nordsudan Strafanzeige gegen zwei Lahmeyer-Mitarbeiter eingereicht. Das deutsche Unternehmen war maßgeblich am Bau beteiligt. Sie warfen ihnen vor, für die Vertreibung sowie für die Zerstörung der Lebensgrundlage von 4.700 Familien mitverantwortlich zu sein.