Wirtschaft und Menschenrechte

Soziale Rechte & Natürliche Ressourcen

Enteignungen für den Abbau von Rohstoffen, Zwangsumsiedlungen im Zuge von Infrastrukturprojekten, Gesundheits- und Umweltschäden als Folge von Pestizideinsatz: Im globalen Wettlauf um Ressourcen setzen transnationale Unternehmen ihre Interessen rücksichtslos durch, und können in der Regel auf die Unterstützung der politischen Eliten zählen. Die Rechte der lokalen Bevölkerungsmehrheit hingegen werden hintangestellt und oft massiv verletzt. Das ECCHR versteht sich als Teil der zivilgesellschaftlichen Bewegungen, die sich dagegen zur Wehr setzen, und unterstützt den politischen und sozialen Kampf mit rechtlichen Interventionen.

Paraguay

Wirtschaft und Menschenrechte

Unter dem Deckmantel der Entwicklungszusammenarbeit: Deutsches Kreditinstitut missachtet Menschenrechte in Paraguay

Investitionen

Deutschlands größte Förderbank, die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), gibt im Ausland Milliarden für sogenannte Hilfsprojekte aus, beispielsweise in der ländlichen Entwicklung. Was bei den Projekten jedoch meist zu kurz kommt, sind die Menschenrechte und der Umweltschutz.

Indien

Klima
Wirtschaft und Menschenrechte

Vergiftungswelle in Yavatmal: Betroffene gehen gegen Pestizid-Konzern Syngenta vor

Pestizide

Herbst 2017, im zentralindischen Yavatmal erleiden hunderte von Landarbeiter*innen teils schwere Vergiftungen. Behördliche Dokumente aus Indien belegen: Das Pestizid Polo des Schweizer Chemiekonzerns Syngenta spielte bei den Vergiftungen und deren mitunter tödlichen Folgen eine wichtige Rolle.

Mexiko

Klima
Wirtschaft und Menschenrechte

Windpark in Mexiko: Französischer Energieriese missachtet indigene Rechte

Windparks

Große Energieunternehmen setzen sich immer wieder über Menschenrechte und Umweltschutz hinweg – wie beim Fall Électicité de France (EDF) in Oaxaca, Mexiko. Das Problem: Die Windkraftanlagen sollen auf dem Gebiet der indigenen Gemeinde Unión Hidalgo entstehen. EDF will sich die staatliche Genehmigung für den Bau sichern – doch die indigene Gruppe wurde bisher nicht konsultiert.

Rumänien

Wirtschaft und Menschenrechte

Umweltschutz versus Investitionsrecht – Der Fall der Goldmine in Roșia Montană, Rumänien

Ressourcenausbeutung

Die Anwohner*innen in der Region Roșia Montană konnten sich erfolgreich gegen den Bau einer Goldmine wehren. Nun verklagt die Bergbaufirma Gabriel Resources den rumänischen Staat. Mit einem Amicus Brief unterstützen das ECCHR und seine Partnerorganisationen die Bewohner*innen, damit ihre Rechte berücksichtigt werden.

Peru

Wirtschaft und Menschenrechte

Rohstoffabbau in den Anden: Beschwerden und Klagen gegen Schweizer Firma Glencore, die Schweiz und Peru

Bergbau

Bergbauprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika führen oft zu Umweltschäden und sozialen Konflikten. Ein Beispiel dafür ist die Mine Tintaya Antapaccay in Peru. Anwohner*innen beklagen Wasserverschmutzung durch Schwermetalle und Gesundheitsprobleme. Betreiber der Mine ist ein Tochterunternehmen der Glencore plc.

Indien

Wirtschaft und Menschenrechte

Doppelstandards internationaler Chemie- und Agrarkonzerne

Pestizide

Das ECCHR und seine Partnerorganisationen haben in einem Offenen Brief und einem Monitoringbericht an die WHO dazu aufgerufen, Neuerungen zu beschließen, um Missstände beim globalen Pestizidvertrieb anzugehen. Die Berichte beziehen sich vor allem auf die mangelhafte Kennzeichnung beim Verkauf von Pestiziden.

Indien

Wirtschaft und Menschenrechte

Bayer: Doppelstandards beim Vertrieb von Pestiziden

Pestizide

BayerCropScience vermarktet hochgefährliche Pflanzenschutzmittel in Indien. Das Unternehmen trägt nicht genügend Sorge dafür, dass Betroffene über die Gefahren der Pestizide und nötige Schutzmaßnahmen informiert werden. Das belegt der Monitoringbericht, den das ECCHR 2015 der Welternährungsorganisation vorgelegt hat.

Westsahara

Wirtschaft und Menschenrechte

Europas Profit in der besetzten Westsahara

Ausbeutung

Seit den 1970er Jahren wird das Gebiet der Westsahara von Marokko militärisch besetzt. Damit verletzt Marokko das Recht auf Selbstbestimmung des sahrauischen Volkes. Seit 2018 untersucht das ECCHR, ob Deutschland seine völkerrechtlichen Verpflichtungen bezüglich des Selbstbestimmungsrechts der Sahrauis einhält.

Indien

Klima
Wirtschaft und Menschenrechte

Syngenta-Pestizide gefährden Bauern und Plantagenarbeiter*innen

Pestizide

Das Ergebnis einer Befragung und weiterer Recherchen des ECCHR belegt: Gramoxone – eines der gefährlichsten und in vielen Ländern verbotenes Pestizid der Firma Syngenta – wird in Indonesien und auf den Philippinen nahezu ohne Schutzmaßnahmen verwendet.

Sudan

Wirtschaft und Menschenrechte

Bauen ohne Rücksicht: Das Unternehmen Lahmeyer und die Vertreibungen beim Staudammbau im Sudan

Infrastruktur

2010 haben Betroffene des Baus des Merowe-Staudamms im Nordsudan Strafanzeige gegen zwei Lahmeyer-Mitarbeiter eingereicht. Das deutsche Unternehmen war maßgeblich am Bau beteiligt. Sie warfen ihnen vor, für die Vertreibung sowie für die Zerstörung der Lebensgrundlage von 4.700 Familien mitverantwortlich zu sein.

Simbabwe

Wirtschaft und Menschenrechte

Internationale und nationale Akteure ignorieren indigene Landrechte

Indigene Rechte

Simbabwes indigene Bevölkerung verlor während der britischen Kolonialherrschaft (1888-1980) große Teile ihres Landes. Etwa 6.000 weiße Großgrundbesitzer*innen kontrollierten 15 Millionen Hektar der landwirtschaftlichen Nutzfläche Simbabwes. Mit der Unabhängigkeit wurde die Rückgabe des Landes zum politischen und sozialen Ziel erklärt – doch die tatsächliche Um- bzw. Rückverteilung fand kaum oder nur langsam statt.