Definition
Internationaler Strafgerichtshof (IStGH)
Vor dem Internationalen Strafgerichtshof werden Kernverbrechen des Völkerstrafrechts (z. B. Kriegsverbrechen) verhandelt.
Mehr AnzeigenTrotz der unermüdlichen Arbeit von Menschenrechtsverteidiger*innen und Überlebenden bleibt Rechenschaft für schwere Menschenrechtsverletzungen und Völkerrechtsverbrechen in vielen Fällen aus. Im Rahmen der Global Initiative against Impunity (GIAI) kooperiert das ECCHR mit acht zivilgesellschaftlichen Organisationen, um die systematische Straflosigkeit zu beenden: die Wahrheit ans Licht zu bringen, Gerechtigkeit einzufordern und sicherzustellen, dass die Stimmen der Überlebenden in Verfahren Gehör finden.
Überlebende, zivilgesellschaftliche Organisationen, Aktivist*innen und Anwält*innen haben in den vergangenen Jahrzehnten durch ihren unermüdlichen Einsatz beträchtliche Erfolge im Kampf gegen Straflosigkeit erzielt. Dennoch bestehen zahlreiche Herausforderungen fort.
Die GIAI setzt sich dafür ein, Betroffene sowie zivilgesellschaftliche Organisationen stärker an der Schaffung und Gestaltung inklusiver Aufarbeitungsprozesse zu beteiligen. Im Zentrum steht dabei der Einsatz für Rechenschaft und Gerechtigkeit bei schweren Menschenrechtsverletzungen - denn nur wenn Betroffenen ihre Rechte zuerkannt und Wege zur juristischen Aufarbeitung eröffnet werden, kann echte Wiedergutmachung erfolgen.
Als Mitglied der GIAI bringen wir seit 2024 unsere juristische Expertise gezielt ein, um Menschenrechtsverteidiger*innen im Umgang mit komplexen Verfahren zu unterstützen. Durch Mentoring und spezialisierte Trainings unterstützen wir sie dabei, strategische Prozessführung wirksam einzusetzen. Zugleich begleiten wir Überlebende mit rechtlicher und psychosozialer Unterstützung und bestärken sie darin, an Verfahren teilzunehmen – damit ihre Erfahrungen und Perspektiven die Rechtsprechung prägen und zur Grundlage von Entscheidungen werden. Ziel ist es, den Zugang zu Rechtsschutz zu gewährleisten, strukturelle Hürden abzubauen und Gerechtigkeitsprozesse breiter und inklusiver zu gestalten.
Darüber hinaus setzen wir unsere Erfahrung gezielt dafür ein, internationale rechtliche Standards und Richtlinien zu stärken und sicherzustellen, dass Menschenrechte und das Völkerrecht wirksam durchgesetzt werden können. Von Deutschland über Irland, Polen und Dänemark bis hin zu den EU-Institutionen engagieren wir uns dafür, das Weltrechtsprinzip zu stärken – damit Überlebende ihre Rechte wirksam einfordern können.
Im Zuge der GIAI hat das ECCHR:
Zusammenarbeit liegt im Mittelpunkt unserer Arbeit. Das Konsortium vereint folgende Organisationen: Civil Rights Defenders, die Coalition for the International Criminal Court, Impunity Watch, die International Federation for Human Rights, Parliamentarians for Global Action, REDRESS, TRIAL International, Women's Initiatives for Gender Justice und ECCHR. Unterstützt werden sie von zwei assoziierten Partner*innen: dem Auschwitz Institute for the Prevention of Genocide and Mass Atrocities sowie der International Commission of Jurists. Die auf vier Jahre angelegte Initiative wird von der Europäischen Union kofinanziert.
Das ECCHR kämpft in verschiedenen internationalen und nationalen Rechtsforen, einschließlich des Internationalen Strafgerichtshofs, gegen Doppelstandards und Straflosigkeit bei Völkerrechtsverbrechen. Auch außerhalb der internationalen Gremien hat das ECCHR das Weltrechtsprinzip mehrfach erfolgreich zur Aufklärung von Verbrechen und zur strafrechtlichen Verfolgung der Täter eingesetzt. So haben mit Unterstützung des ECCHR über 100 syrische Folterüberlebende und ihre Angehörigen in Deutschland, Österreich, Schweden und Norwegen Strafanzeige erstattet. Im Januar 2022 endete der weltweit erste Prozess wegen staatlicher Folter in Syrien vor dem Oberlandesgericht Koblenz – ein bahnbrechendes Urteil gegen die internationale Straflosigkeit.
Joint Civil Society Statement: Wave of Withdrawals and New US Campaign Threaten Victims' Access to Justice
Global Initiative against Impunity: Impact Snapshot (2023-2025)
EU Day Against Impunity: Global Initiative Urges EU and Member States to Stand Firmly with Survivors
Promoting criminal accountability and transitional justice in Syria: The role of the EU
Arabische Version: Promoting criminal accountability and transitional justice in Syria. The role of the EU
Joint Statement on the Day of International Criminal Justice
Statement on the EU Day Against Impunity: Reclaiming the promise of accountability
Policy Paper Global Initiative Against Impunity
Flyer: Global Initiative Against Impunity
Blog Post: Global Initiative Against Impunity
Press release: Introducing MakingJusticeWork 23 May 2025
Civil Rights Defenders (CRD)
Coalition for the International Criminal Court
Impunity Watch
Federation Internationale de Ligues des Droits de l’Homme (FIDH)
Parliamentarians for Global Action
REDRESS
TRIAL International
Women’s Initiatives for Gender Justice
Auschwitz Institute for the Prevention of Genocide and Mass Atrocities (AIPG)
International Commission of Jurists (ICJ)
Vor dem Internationalen Strafgerichtshof werden Kernverbrechen des Völkerstrafrechts (z. B. Kriegsverbrechen) verhandelt.
Mehr AnzeigenKriegsverbrechen sind schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht, die in bewaffneten Konflikten begangen werden.
Mehr AnzeigenVerbrechen gegen die Menschlichkeit sind Verstöße gegen das Völkerrecht, die durch systematische Gewalt gegen die Zivilbevölkerung gekennzeichnet sind.
Mehr AnzeigenVölkermord ist als Verbrechen definiert, das durch die Absicht gekennzeichnet ist, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise auszulöschen.
Mehr AnzeigenDas Völkerrecht ist die Rechtsordnung, die die Beziehung zwischen Staaten bzw. Völkerrechtssubjekten regelt.
Mehr AnzeigenDurch das Weltrechtsprinzip kann in Drittstaaten ein Verbrechen im Sinne des Völkerstrafrechts verhandelt werden.
Mehr AnzeigenVor dem Internationalen Strafgerichtshof werden Kernverbrechen des Völkerstrafrechts (z. B. Kriegsverbrechen) verhandelt.
Mehr AnzeigenGezielte Angriffe auf Zivilpersonen; Folter von Gefangenen; sexuelle Sklaverei – wenn diese und weitere Verbrechen in bewaffneten Konflikten begangen werden, handelt es sich laut dem Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshof um Kriegsverbrechen. Auch wenn die internationale Strafjustiz Möglichkeiten bietet, Kriegsverbrechen zu verfolgen, werden die Verantwortlichen dafür allzu oft nicht belangt.
Mehr AnzeigenVerbrechen gegen die Menschlichkeit – definiert als ein systematischer Angriff auf die Zivilbevölkerung – geschehen nicht einfach. Vielmehr werden sie geplant, angeordnet oder zumindest gebilligt – und zwar häufig von höchster Stelle, von Staats- und Regierungschef*innen persönlich, durch ihre Beamt*innen oder hochrangige Angehörige des Militärs. In manchen Fällen sind auch Unternehmen direkt oder indirekt daran beteiligt.
Mehr AnzeigenGezielte Angriffe auf Zivilpersonen; Folter von Gefangenen; sexuelle Sklaverei – wenn diese und weitere Verbrechen in bewaffneten Konflikten begangen werden, handelt es sich laut dem Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshof um Kriegsverbrechen. Auch wenn die internationale Strafjustiz Möglichkeiten bietet, Kriegsverbrechen zu verfolgen, werden die Verantwortlichen dafür allzu oft nicht belangt.
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