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106 | September 2025

Großverschmutzer. Scharfschützen. Lieferkettengesetz-Saboteure.

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2025

Im globalen Norden mag sich die öffentliche Aufmerksamkeit für die Klimakrise abgeschwächt haben, aber in den Sommermonaten bringt sie sich unweigerlich in Erinnerung. Während Waldbrände und Hitzewellen die Bedrohung auch hier für viele erneut spürbar machen, erscheint die Tatenlosigkeit auf höchster politischer Ebene zunehmend unvertretbar. Doch mit Beginn des Herbstes gibt es im Kampf um Klimagerechtigkeit bedeutende und ermutigende Entwicklungen: Jüngste Gerichtsentscheidungen könnten den Weg für wirksamere Maßnahmen ebnen.

Im Juni veröffentlichte der Internationale Gerichtshof (IGH) ein wegweisendes Gutachten zu den Verpflichtungen von Staaten im Hinblick auf den Klimawandel. Und vor knapp zwei Wochen konfrontierten Bewohner*innen der indonesischen Insel Pari – deren Existenz und Lebensgrundlage durch den steigenden Meeresspiegel bedroht sind – Vertreter*innen des zu den Hauptverschmutzern zählenden Zementkonzerns Holcim vor einem Schweizer Gericht.

In der vergangenen Woche hat das ECCHR gemeinsam mit Partnern außerdem Anzeige gegen einen aus München stammenden Angehörigen der israelischen Armee erhoben. Er steht im Verdacht, an gezielten Tötungen unbewaffneter palästinensischer Zivilist*innen in Gaza beteiligt gewesen zu sein.

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