Just Fashion Manifest

Für ein Modesystem, das Menschen über Profite stellt

01.05.2026

Die Modeindustrie ist von Grund auf kaputt. Der Planet brennt und während viele Marken jährlich hohe Gewinne erwirtschaften und an Anteilseigner*innen ausschütten, kämpfen Millionen von Textilarbeiter*innen ums Überleben. Der Produktion von Kleidung, die niemand braucht, steht ein hoher Preis gegenüber: ausgebeutete Arbeiter*innen, verschmutzte Flüsse, überquellende Mülldeponien und ein Klima am Rande des Kollapses.

Unsere Antwort: Über 230 Organisationen weltweit veröffentlichen heute, zum 1. Mai, das Just Fashion Manifest – ein Aufruf für ein radikal gerechtes Modesystem. Die Clean Clothes Campaign, ein weltweites Netzwerk für Arbeitsrechte in der Bekleidungsindustrie, hatte in einem umfangreichen Konsultationsprozess um zukunftsweisende Perspektiven gebeten. Aus hunderten gesammelter Beiträge, Kommentaren und Standpunkten – online wie offline und unter Beteiligung von Beschäftigtenvertretungen weltweit – entstand das Just Fashion Manifest. Ein Manifest, das soziale Gerechtigkeit und den Schutz der Umwelt in den Mittelpunkt stellt.

Ganzes Manifest hier lesen: Zum Just Fashion Manifest.

In Deutschland tragen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits 37 Organisationen und Gruppen das Manifest mit. Weitere sind aufgefordert, sich dem Manifest anzuschließen.

Das Manifest ist ein Aufruf zum Handeln

Veränderung gelingt nur, wenn wir uns für unser Recht auf ein würdevolles Leben und eine lebenswerte Zukunft einsetzen. Denn Veränderung beginnt nicht in den Chefetagen. Sie beginnt bei uns.

Das Manifest beschreibt ein gerechtes Modesystem:

  • das menschenwürdige Arbeit, hohe Lebensqualität und gleiche Rechte für alle Arbeiter*innen entlang der gesamten Wertschöpfungskette garantiert.
     
  • das soziale, wirtschaftliche, geschlechtsspezifische und klima-bezogene Gerechtigkeit verwirklicht – durch existenzsichernde Löhne, universelle soziale Absicherung und eine faire Verteilung der Kosten für Klimaanpassung und -schutz.
     
  • das Arbeiter*innen Mitsprache und Schutz garantiert: ohne Angst, aber mit Gestaltungsmacht und der Gewissheit, dass Unternehmen für verursachte Schäden haften.
     
  • das Überproduktion stoppt, Arbeitsplätze sichert und durch regenerative Praktiken innerhalb planetarer Grenzen bleibt.
     

Es ist ein System, das neue, gerechte Wege geht – vom Anbau der Rohstoffe bis zum Recycling der Produkte. Es entsteht durch globales Engagement und Solidarität.

Wer wir sind

Dem Unrecht das Recht entgegensetzen – das ist das erklärte Ziel und die tägliche Arbeit des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR).

Das ECCHR ist eine gemeinnützige und unabhängige Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Berlin. Sie wurde 2007 von Wolfgang Kaleck und weiteren internationalen Jurist*innen gegründet, um die Rechte, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie anderen Menschenrechtsdeklarationen und nationalen Verfassungen garantiert werden, mit juristischen Mitteln durchzusetzen.

Gemeinsam mit Betroffenen und Partner*innen weltweit nutzen wir juristische Mittel, damit die Verantwortlichen für Folter, Kriegsverbrechen, sexualisierte Gewalt, wirtschaftliche Ausbeutung und abgeschottete Grenzen nicht ungestraft davonkommen.

Pressekontakt

Maria Bause
T: +49 (0)30 - 698 197 97
M: presse@ecchr.eu

Susanne Hentschel
T: +49 (0)30 - 695 085 62
M: presse@ecchr.eu

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