Wer wir sind

Dem Unrecht das Recht entgegensetzten – das ist das erklärte Ziel und die tägliche Arbeit des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR).

Das ECCHR ist eine gemeinnützige und unabhängige Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Berlin. Sie wurde 2007 von Wolfgang Kaleck und weiteren renommierten Anwält_innen gegründet, um die Rechte, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie anderen Menschenrechtsdeklarationen und nationalen Verfassungen garantiert werden, mit juristischen Mitteln durchzusetzen.

Gemeinsam mit Betroffenen und Partner_innen weltweit nutzen wir juristische Mittel, damit die Verantwortlichen für Folter, Massaker, Vergewaltigung, wirtschaftlicher Ausbeutung und abgeschotteten Grenzen nicht ungestraft davonkommen.

05.07.2018

Wirtschaftsministerium erkennt Reformbedarf bei Kontrollen in globalen Lieferketten

OECD-Beschwerde zu Prüfbericht von TÜV Rheinland zu Rana-Plaza-Fabrik

Das System der Sozialaudits in den globalen Lieferketten der Textilindustrie muss grundlegend geändert werden. Die Abschlusserklärung der Nationalen Kontaktstelle der OECD in Deutschland im Rana-Plaza-Verfahren gegen TÜV Rheinland könnte den Weg zu notwendigen Reformen ebnen. Mit der Erklärung endet das OECD-Beschwerdeverfahren, das das ECCHR gemeinsam Partnerorganisationen aus Bangladesch und Deutschland im Mai 2016 in Gang brachte.

28.06.2018

Historische Entscheidung im Fall Lafarge

Französische Justiz ermittelt gegen gesamten Konzern – und wegen Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Syrien

Berlin/Paris, 28. Juni 2018 – Die Ermittlungen im Verfahren gegen den internationalen Zementhersteller Lafarge in Frankreich umfassen seit heute das gesamte Unternehmen und auch den Vorwurf der Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Syrien. Die Richter ermitteln seit Dezember 2017 wegen Terrorismusfinanzierung und „Gefährdung des Lebens anderer“ gegen acht ehemalige Top-Manager von Lafarge.

28.06.2018

Gemeinsamer Brief: Syrische und internationale Menschenrechtsorganisationen unterstützen EU-Beschwerde gegen Italien

Das ECCHR fordert in einer Beschwerde an die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Italien. Die Kommission soll den Italien-Besuch im Frühahr 2018 von Ali Mamluk untersuchen. Obwohl Mamluk auf der EU-Sanktionsliste steht, empfing ihn Italiens ehemaliger Innenminister Minniti. Als Leiter des Nationalen Sicherheitsbüros ist Mamluk mitverantwortlich für die Folter tausender Menschen. 14 syrische und internationale Menschenrechtsorganisationen unterstützen die Beschwerde des ECCHR in einem gemeinsamen Brief.

08.06.2018

Kampfdrohnen: Offener Brief an die SPD-Bundestagsfraktion

Das ECCHR forderte die SPD-Bundestragfraktion dazu auf, gegen die Vorlage des Verteidigungsministeriums zur Beschaffung bewaffnungsfähiger Kampdrohnen zu stimmen. Bewaffnungsfähige Drohnen sind kritisch zu sehen – sie könnten zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf ohne eine ausreichende Debatte bewaffnet und eingetzt werden. Der Einsatz von Kampfdrohnen verstößt in vielen Fällen gegen das Recht auf Leben.

08.06.2018

Haftbefehl gegen Jamil Hassan ist ein Meilenstein für alle Betroffenen von Assads Folter-System

Behörden anderer Länder sollten Schritt des GBA folgen

Der internationale Haftbefehl der deutschen Justiz gegen Jamil Hassan, Chef des syrischen Luftwaffengeheimdiensts, ist ein Meilenstein im Kampf gegen die Straflosigkeit. So sehen es die Folterüberlebenden und Aktivist_innen aus Syrien, deren Aussagen und Strafanzeigen entscheidend zu dem Haftbefehl beitrugen. Insgesamt 24 Frauen und Männer hatten 2017 gemeinsam mit den Juristen Anwar al-Bunni (SCLRS) und Mazen Darwish (SCM) sowie dem ECCHR beim Generalbundesanwalt iin Karlsruhe vier Strafanzeigen gegen hohe Funktionäre der Regierung Assad eingereicht.

Pressekontakt

Anabel Bermejo
Medien & Kommunikation
T: +49 30 69819797
bermejo@ecchr.eu

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