Aachen , Berlin

Gewalt gegen Gewerkschafter in Kolumbien – Ein Thema für den Internationalen Strafgerichtshof?

Podiumsdiskussion

10.10.2012, 00:00 Uhr

Fast 3.000 Gewerkschafter sind in Kolumbien in den letzten drei Jahrzehnten getötet worden, und viele weitere wurden eingeschüchtert, bedroht und belästigt. Der Internationale Gewerkschaftsbund stellte fest, dass mehr als die Hälfte der weltweit ermordeten Gewerkschafter in Kolumbien getötet wurden. Dies macht es zum weltweit gefährlichsten Land für Gewerkschafter. Das Inkrafttreten des Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs für Kolumbien im Jahr 2002 verbesserte die Situation ebenfalls nicht deutlich, obwohl seitdem Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Den Haag verfolgt werden könnten.
Zwar hat die Anklagebehörde des Internationalen Strafgerichtshofs vorläufige Untersuchungen im Falle von Kolumbien vor einigen Jahren eröffnet, zielführende Ermittlungen sind dabei aber nicht zu beobachten. Kontinuierliche Gewalttaten gegen Gewerkschafter werfen immer wieder die Frage auf, wann und unter welchen Bedingungen der Strafgerichtshof eine förmliche Ermittlung der Hauptverantwortlichen für die in Kolumbien begangenen Verbrechen gegen Gewerkschafter einleitet, von denen 90 % absolut straflos geblieben sind.
Im Laufe der Veranstaltung wird Tarsicio Mora aus erster Hand über die aktuelle Situation der Gewalt gegen Gewerkschafter in Kolumbien berichten und das trotzdem verabschiedete Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit Kolumbien thematisieren. Alexandra Huck wird auf die aktuelle Situation der Menschenrechte in Kolumbien eingehen und ECCHR wird seine ausführliche rechtliche Analyse zu Verbrechen gegen Gewerkschafter in Kolumbien sowie den Verfolgungsmöglichkeiten von solchen Völkerstraftaten vorstellen.

Windhoek

Symposium – Koloniales Unrecht und Aufarbeitung

Konferenz

25.03.2019, 18:00 Uhr

Goethe-Institut Namibia
1–5 Fidel Castro Street, P.O.B. 12 08, Windhoek, Namibia

Deutschland und Namibia verbindet durch die Jahre der Kolonialzeit eine besondere Geschichte. Seit 2015 gibt es offizielle Verhandlungen zwischen Namibia und Deutschland, die es zum Ziel haben eine...

Swakopmund , Windhoek

Namibia: Eine Woche für Gerechtigkeit

Veranstaltungsreihe

25.03.2019, 19:00 Uhr

115 Jahre nach dem Genozid an Ovaherero und Nama

Die Rückführung menschlicher Gebeine von Deutschland nach Namibia, die Klage von Herero und Nama vor einem Gericht in den USA, die Restitution in der...

Swakopmund

Internationales Recht in postkolonialen Kontexten

Konferenz

27.03.2019, 12:00 Uhr

Swakopmund Hotel & Entertainment Centre
2 Theo-Ben Gurirab Street, Swakopmund, Namibia

Die Rückführung menschlicher Gebeine von Deutschland nach Namibia, die Klage von Ovaherero und Nama vor einem Gericht in den USA, die Restitution in der Kolonialzeit geraubter Kulturgüter in Museen...

Swakopmund

Der Genozid an Ovaherero und Nama & Restorative Justice

Podiumsdiskussion

29.03.2019, 18:00 Uhr

Swakopmund Hotel & Entertainment Centre
2 Theo-Ben Gurirab Street, Swakopmund, Namibia

Die Auswirkungen der kolonialen Vergangenheit Europas in die postkoloniale Gegenwart werden immer öfter und immer offener diskutiert. So stellt sich die Frage, wie eine wirkliche Aufarbeitung...

Nürnberg

International Summer Course: Human Rights Law in Context

Sommerkurs

22.07.2019, 10:00 Uhr

Universität Erlangen-Nürnberg
Lange Gasse 20, 90403 Nürnberg

Das ECCHR organisiert dieses Jahr gemeinsam mit dem Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN) eine Summer School mit dem Schwerpunk Wirtschaft und Menschenrechte. Themen werden unter anderem...

Archiv

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