Wer wir sind

Noch nie saß ein_e Politiker_in oder Militär eines westlichen Staates wegen Kriegsverbrechen auf der Anklagebank des Internationalen Strafgerichtshofs.

Nur selten werden transnationale Unternehmen wegen ihrer Rolle bei Menschenrechtsverletzungen zur Verantwortung gezogen. Doch Regierungen, nicht-staatliche Akteure und Unternehmen sollen wissen: Die Betroffenen von Menschenrechtsverletzungen sind nicht machtlos. Wir stehen an ihrer Seite.

Gemeinsam mit Betroffenen und Partner_innen weltweit nutzen wir juristische Mittel, damit die Verantwortlichen für Folter, Massaker, Vergewaltigung, wirtschaftlicher Ausbeutung und abgeschotteten Grenzen nicht ungestraft davonkommen.

Dem Unrecht das Recht entgegensetzten das ist das erklärte Ziel und die tägliche Arbeit des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR).

Das ECCHR ist eine gemeinnützige und unabhängige Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Berlin. Sie wurde 2007 von Wolfgang Kaleck und weiteren renommierten Anwält_innen gegründet, um die Rechte, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie anderen Menschenrechtsdeklarationen und nationalen Verfassungen garantiert werden, mit juristischen Mitteln durchzusetzen.

10.06.2018

Folterüberlebende begrüßen Haftbefehl gegen Jamil Hassan – ein Meilenstein für alle Betroffenen von Assads Folter-System

Der internationale Haftbefehl der deutschen Justiz gegen Jamil Hassan, Chef des syrischen Luftwaffengeheimdiensts, ist ein Meilenstein im Kampf gegen die Straflosigkeit. So sehen es Folterüberlebende und Aktivisten aus Syrien, deren Aussagen und Strafanzeigen entscheidend zu dem Haftbefehl beitrugen.

08.06.2018

Haftbefehl gegen Jamil Hassan ist ein Meilenstein für alle Betroffenen von Assads Folter-System

Behörden anderer Länder sollten Schritt des GBA folgen

„Der Haftbefehl gegen Jamil Hassan ist eine gute Nachricht für alle Betroffenen von Assads Folter-System – für die Überlebenden, für die Angehörigen und auch für diejenigen, die immer noch in den Gefängnissen der Assad-Regierung in Syrien inhaftiert sind“, kommentiert Wolfgang Kaleck, Generalsekretär des ECCHR. Der die Strafanzeige ist ein wichtiges Zeichen für alle, die für Gerechtigkeit kämpfen – insbesondere für die syrischen Folterüberlebenden und Aktivist_innen, die gemeinsam mit dem ECCHR in Deutschland vier Strafanzeigen gegen hohe Funktionäre von Assads Regierung eingereicht haben.

08.06.2018

Kampfdrohnen: Offener Brief an die SPD-Bundestagsfraktion

Das ECCHR forderte die SPD-Bundestragfraktion dazu auf, gegen die Vorlage des Verteidigungsministeriums zur Beschaffung bewaffnungsfähiger Kampdrohnen zu stimmen. Bewaffnungsfähige Drohnen sind kritisch zu sehen – sie könnten zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf ohne eine ausreichende Debatte bewaffnet und eingetzt werden. Der Einsatz von Kampfdrohnen verstößt in vielen Fällen gegen das Recht auf Leben.

05.06.2018

Klage gegen KiK: Landgericht Dortmund darf Verfahren nicht an Verjährung scheitern lassen!

Verjährt, vergangen, verfallen – mit dieser Position versucht das deutsche Textilunternehmen KiK, sich seiner Sorgfaltspflicht und seiner Mitverantwortung für die 260 Toten des Brands in seiner Zulieferfabrik am 11. September 2012 in Karatschi (Pakistan) zu entziehen. Das Landgericht Dortmund muss entscheiden, ob es die Ansprüche von vier Betroffenen des Fabrikbrands anerkennt. Ein Rechtsgutachten für das Gericht geht davon aus, dass die Ansprüche nach pakistanischem Recht verjährt sein könnten. Dem widersprechen das ECCHR und sein Kooperationsanwalt Remo Klinger, der die pakistanischen Kläger vor Gericht vertritt.

29.05.2018

16 Folterüberlebende aus Syrien stellen in Österreich Strafanzeige gegen hohe Funktionäre der Assad-Regierung

Die österreichische Justiz soll wie bereits die Behörden in Deutschland, Schweden und Frankreich Ermittlungen zur systematischen Folter unter Syriens Präsident Baschar al-Assad einleiten. Dazu haben 16 Frauen und Männer aus Syrien am 28. Mai 2018 Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft in Wien eingereicht. Die Anzeige richtet sich gegen 24 hochrangige Funktionäre der Assad-Regierung.

Pressekontakt

Anabel Bermejo
Medien & Kommunikation
T: +49 30 69819797
bermejo@ecchr.eu

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