Namibia - Völkermord - (Post-)Kolonialismus

Deutsche Verantwortung für (post-)koloniales Unrecht

Reise ECCHR-Delegation nach Namibia

Namibia - Völkermord - (Post-)Kolonialismus

Deutsche Verantwortung für (post-)koloniales Unrecht

Reise ECCHR-Delegation nach Namibia

Im Nachklang des Symposiums "Koloniales Erbe" in Januar 2018 in Berlin wurde eine ECCHR-Delegation zu Gedenkfeierlichkeiten die Schlacht von Ohamakari (1904) in Namibia eingeladen. Die Schlacht gilt als der Beginn des deutschen Völkermords an den Herero und später an den Nama. Der Völkermord in Namibia (1904-1908) ist der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts. Deutschland hat bisher weder eine offizielle Entschuldigung verlauten lassen noch Reparationen an die Nachkommen der Betroffenen gezahlt.

Projekt

In einer Video-Reihe sprechen Betroffene (post-)kolonialen Unrechts über ihren Kampf um die Anerkennung ihrer Rechte und ihre Erwartungen an die Bundesregierung. Den Auftakt bildet ein Interview mit Chief Sam Kambazembi von den Herero. Im zweiten Interview sprechen wir mit Uruanaani Scara Matundu und Esther Utjiua Muinjan von der Ovaherero Genocide Foundation und Landine Kauta vom Gemeinderat von Otjinene. In einem Einführungsvideo erläutert ECCHR-Generalsekretär Wolfgang Kaleck den Hintergrund des Namibia-Besuchs. Er spricht unter anderem über die offenen juristischen Fragen zum Völkermord an den Herero und Nama.

Kontext

Das ECCHR berät die Namibier_innen in rechtlichen Fragen und unterstützt sie, ihre Anliegen in Deutschland weiter zu verbreiten. Durch seine Arbeit in Namibia will das ECCHR auch auf koloniale Rechtstheorien aufmerksam machen, die in Deutschland immer noch vorherrschen.