Straffreiheit für Gewalt gegen Frauen in Tschetschenien

Am 31. Oktober 2012 hat das ECCHR gemeinsam mit Human Rights Watch einen Bericht bei der Sonderberichterstatterin der Vereinten Nation über Gewalt gegen Frauen, deren Gründe und Auswirkungen für ihren Jahresbericht 2013 zur „Staatenverantwortlichkeit für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen“ eingereicht. In dem Bericht wird aufgezeigt, inwieweit die aktuelle Lage der Menschenrechte für Frauen in Tschetschenien gegen die Verpflichtungen Russlands verstößt, Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen durch staatliche und nicht-staatliche Akteure zu ergreifen.
 
Human Rights Watch und ECCHR haben der Sonderberichterstatterin Rashida Manjoo Informationen vorgelegt, die eine de facto Straflosigkeit von Gewalt gegen Frauen aufzeigen. „Halboffizielle“ Bekleidungsvorschrift durch tschetschenische Behörden schränken Frauen in ihrer Kleiderwahl ein. Übergriffe auf Frauen, die diesen Vorschriften nicht folgen, werden nicht ausreichend ermittelt. Die Sonderberichterstatterin soll diesen Fall von Verletzung der Sorgfaltspflicht Russlands in ihren Jahresbericht aufnehmen und Russland dazu auffordern, seinen Verpflichtungen aus internationalem und regionalem Menschenrechtsschutz nachzukommen.