Strafverfolgung von Menschenrechtsverbrechen in Syrien

 
Folter und Exekution von Zivilisten, gezielte Bombardierung von zivilen Einrichtungen und Wohngebieten, – das sind nur einige der Völkerrechtsverbrechen, die alle Parteien im bewaffneten Konflikt in Syrien seit 2011 begangen haben und weiter begehen. Syrische Aktivist_innen dokumentieren die schweren Menschenrechtsverbrechen seit Jahren, um eines Tages die Täter und Verantwortlichen vor Gericht zu bringen.
 
Im März 2017 reichten sieben Folterüberlebende aus Syrien und die Rechtsanwälte Anwar al-Bunni und Mazen Darwish gemeinsam mit dem ECCHR beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe eine Strafanzeige gegen hochrangige Mitglieder des syrischen Geheimdienstsapparats ein.

Folter unter Assad: Überlebende stellen beim Generalbundesanwalt Strafanzeige gegen syrische Geheimdienstchefs

Konferenz des ECCHR und der Heinrich-Böll-Stiftung: Rechtliche Mittel und Wege gegen die Straflorien geschaffen werden?

Mit Folterüberlebenden, Anwälten und Aktivisten aus Syrien sowie internationalen juristischen und politischen Experten loteten das ECCHR und die Heinrich-Böll-Stiftung am 2. März 2017 in drei Podiumsdiskussionen aus, welche rechtlichen Mittel und Wege im Kampf gegen die Straflosigkeit in Syrien aktuell möglich sind.

Verbrechen, Täter und Verantwortliche im syrischen Konflikt (Englisch)

Das Weltrechtsprinzip als Mittel zur Strafverfolgung der Menschenrechtsverbrechen in Syrien (Englisch)

Überlebende, Anwälte und Aktivisten berichten aus Syrien (Englisch)