United by the Basics of International Criminal Law: Exploring the Historical Origins

15 Dezember 2015 um 18:00 Uhr im ECCHR

Buchvorstellung "Historical Origins of International Criminal Law", Vol. 3 & 4

Eine gemeinsame Veranstaltung des ECCHR und des Centre for International Law Research and Policy (CILRAP), unterstützt durch das Auswärtigen Amt
 
mit:
 
Wolfgang Kaleck (ECCHR)
Prof. Morten Bergsmo (Peking University, CILRAP)
Dr. Michael Hasenau (Auswärtiges Amt)
 
und
 
Prof. Claus Kreß (Universität Köln)
Prof. Florian Jeßberger (Universität Hamburg)
Dr. Chantal Meloni (ECCHR)
Assistant Prof. Cheah Wui Ling (National University of Singapore)
 
Im November 2015 hat Torkel Opsahl Academic EPublisher (TOAEP) in Den Haag Band 3 und 4 von Historical Origins of International Criminal Law veröffentlicht. Insgesamt bietet die Reihe in 80 Kapiteln von 100 Autoren mehr als 3.300 Seiten Material aus dem bisher umfangreichsten Forschungsprojekt zum Internationalen Strafrecht. Grundlage für die meisten Kapitel waren zwei Konferenzen des Centre for International Law Research and Policy (CILRAP) in Hongkong und Neu-Delhi im Jahr 2014. Nach der Vorstellung von Band 1 und 2 in New York werden Band 3 und 4 nun neben Den Haag und Peking auch in Berlin vorgestellt.
 
Programm und bibliographische Hinweise http://www.fichl.org/publication-series/.
 
Wir freuen uns, den Besuchern der Buchvorstellung einen kostenfreies Exemplar des Buches überreichen zu können.
 
Anmeldung zur Buchvorstellung unter info@ecchr.eu

„Los juicios por sus protagonistas. Doce historias sobre los juicios por delitos de lesa humanidad en Argentina“

30. November 2015 um 19.00h im ECCHR

Die Diktatur-Prozesse in Argentinien aus Sicht ihrer ProtagonistInnen

mit:
 
Gabriel Pereira, ANDHES Tucumán/Argentinien
 
Rosario Figari Layús, Herausgeberin
 
Wolfgang Kaleck, ECCHR
 
Moderation:
 
Dr. Estela Schindel
 
Diese Veranstaltung wird von der Botschaft der Republik Argentinien unterstützt.
 
Mehr als 30.000 Opfer und 600 verurteilte Täter – das ist die Bilanz der Diktaturverbrechen in Argentinien und ihrer bisherigen juristischen Aufarbeitung. Seit 2005 sind ehemalige Militärs, Polizisten und Zivilisten, darunter Ärzte, Pfarrer und Richter, verurteilt worden. Die Aufarbeitung der Komplizenschaft von Unternehmen verläuft bisher allerdings schleppend.
 
Das Buch „Los Juicios por sus Protagonistas“ gibt den ProtagonistInnen dieser Gerichtsverfahren, an denen sich auch das ECCHR beteiligt, eine Stimme: Überlebende von Haft- und Folterzentren, Verwandte von „Verschwundenen“, MenschenrechtsaktivistInnen und AnwältInnen. Ihre Berichte machen eine Vielfalt von Perspektiven und Erfahrungen sichtbar. Sie erzählen wie Opfer und Angehörigen im demokratischen Argentinien weiter stigmatisiert und ihre Geschichten immer wieder unsichtbar gemacht wurden.
 
Wie unterscheiden sich die Verfahren in den verschiedenen Regionen, in ländlichen Provinzen und in der Hauptstadt? Wovon hängt die strafrechtliche Aufarbeitung der Verantwortung von Wirtschaftsakteuren ab? Welche Bedeutung haben die Verfahren für Überlebende und Angehörige „Verschwundener“?
 
Gabriel Pereira ist Rechtsanwalt und Vizedirektor der Menschenrechtsorganisation ANDHES, die sich an Diktaturerfahren in Tucumán (Argentinien) beteiligt.
Rosario Figari Layús ist Soziologin an der Universität Marburg. Sie forscht zu Menschenrechten und Transitional Justice in Lateinamerika.
Wolfgang Kaleck ist Rechtsanwalt und Generalsekretär des ECCHR. Er arbeitet seit vielen Jahren u.a. zu Menschenrechtsverletzungen und Straflosigkeit in Lateinamerika.
Dr. Estela Schindel ist Soziologin an der Universität Konstanz. Die argentinischen Diktaturverbrechen sind einer Ihrer Forschungsschwerpunkte.
 
Die Veranstaltung wird auf Spanisch und Deutsch, jeweils mit Übersetzung, stattfinden.
 
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um Anmeldung unter rau@ecchr.eu
 

Völkerstrafrecht vor deutschen Gerichten aus anwaltlicher Perspektive

25. November 2015 um 19.00h im Haus des DAV, Berlin

mit:
 
Rechtsanwältin Andrea Groß-Bölting
Verteidigerin des Angeklagten Straton M. im FDLR-Prozess
 
Rechtsanwalt Dieter Magsam
Nebenklagevertreter im Frankfurter Ruanda-Verfahren
 
Rechtsanwältin Natalie von Wistinghausen
Verteidigerin im Frankfurter Ruanda-Verfahren
 
Rechtsanwalt Dr. Patrick Kroker
European Center for Constitutional and Human Rights
 
Moderation:
 
Rechtsanwalt Dr. Frank Selbmann
Amnesty International Deutschland
 
Am 28. September 2015 verurteilte das OLG Stuttgart zwei Führungsmitglieder der Forces Démocratiques de Libération du Rwanda (FDLR) zu mehrjährigen Haftstrafen wegen ihrer Beteiligung an Kriegsverbrechen in der Demokratischen Republik Kongo. Nach mehr als vier Jahren Hauptverhandlung erging damit das erste Urteil eines deutschen Gerichts zu Anklagepunkten aus dem Völkerstrafgesetzbuch (VStGB). Hinter der Einführung des VStGB steht der Gedanke, dass Deutschland keinen Rückzugs-oder Ruheraum für Kriegsverbrecher oder andere Völkerstraftäter bilden soll.
 
In einem anderen Strafverfahren musste sich vor dem OLG Frankfurt ein ruandischer Staatsangehöriger wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung am Völkermord im Jahr 1994 in Ruanda verantworten. Der BGH hob mit Urteil vom 21. Mai 2015 die Verurteilung teilweise auf und verwies die Sache zu einer neuen Verhandlung zurück. Rechtsgrundlage für das Frankfurter Verfahren ist nicht das VStGB, sondern der bis 2002 geltende Völkermordparagraph 220a StGB.
 
Die strafprozessualen Probleme in beiden Verfahren waren ähnlich gelagert. Dabei ging es etwa um das Spannungsverhältnis zwischen dem Zeugenschutz und dem Recht auf Verteidigung. Außerdem stellte sich die Frage, wie ein Schutz aller Verfahrensbeteiligter gewährleistet werden kann.
 
Auch die Frage der Rechte der Opfer und ihre Durchsetzung bei Auslandssachverhalten standen im Fokus der beiden Verfahren. Schließlich spielte die Gewährleistung einer „Waffengleichheit“ in Hinblick auf den fair trial Grundsatz eine große Rolle, die es zu diskutieren gilt.
 
Zum Programm
 
Der Eintritt ist kostenlos und erfolgt unabhängig von einer Anmeldung. Für eine bessere Planung nutzen Sie bitte bis zum 18.11.2015 die Online-Anmeldung.

"Definitionen für eine Insel"

Fotografien von Víctor Jaramillo

Eröffnung am 7. November 2015, ECCHR-Büros in Berlin

Veranstalter: ECCHR (Zossener Str. 55-58, 10961 Berlin)

 
In den Augen der Welt ist Kuba ein Feld der Begegnung und Anlass für Entfremdung gleichermaßen. Eine Insel mit einem ganz besonderen Schicksal: Kuba steht stellvertretend für die Siege und Niederlagen einer Utopie. Allerdings droht diese Utopie derzeit zu verschwinden. Die Fotografien von Victor Jaramillo entstanden im Sommer 2015 und zeugen von den Widersprüchen und der Lebendigkeit des Alltags in Kuba. Mit der Ausstellung im ECCHR zeigt der mexikanische Videokünstler, Zeichner und Fotograf seine Arbeiten zum ersten Mal in Deutschland.
 
Öffnungszeiten: Die Ausstellung ist ab dem 7. November Montag bis Freitag, 10 bis 16 Uhr geöffnet. Gesonderte Termine sind nach Vereinbarung unter info@ecchr.eu möglich.

"Taxi to the Dark Side" - Ein Abend mit Film und Diskussionen

19. Oktober 2015 um 18:00 Uhr im KANT-Kino Berlin

 
Am 19. Oktober 2015 treffen sich im ECCHR die ehemaligen Guantánamo-Häftlinge Murat Kurnaz und Mourad Benchellali mit ihren Rechtsanwälten sowie Vertretern von Amnesty International, dem Center for Constitutional Rights (CCR) und Human Rights Watch. Gemeinsam werden sie über den Stand und die Strategien in ihren und anderen Fällen in Spanien, Frankreich und Deutschland disktuieren.
 
Kurnaz aus Bremen (Deutschland) und Benchellali aus Lyon (Frankreich) waren mehrere Jahre unschuldig in Guantánamo inhaftiert und wurden dort gefoltert. Sie kämpfen bis heute dafür, dass die Verantwortlichen, für das was sie erlitten haben, vor Gericht gestellt werden.

 
18:00 - 18:45
Diskussion zu Verantwortlichkeit der USA für Folter und Verschleppung
 
mit Baher Azmy (Center for Constitutional Rights, New York), Géraldine Mattioli-Zeltner (Human Rights Watch), Julia Hall (Amnesty International) und Wolfgang Kaleck (European Center for Constitutional and Human Rights)
 
19:00 - 19:45 Uhr
Diskussion zu Guantánamo-Verfahren in Spanien und Frankreich
 
mit den zwei ehemaligen Guantánamo-Häftlingen Murat Kurnaz (Deutschland) und Mourad Benchellali (Frankreich) und ihren Rechtsanwälten Gonzalo Boye (Spanien) und Apolline Cagnat (Frankreich)

20:Uhr
Filmvorführung des Oskar-gekrönten Dokumentarfilms 'Taxi to the Dark Side'

KANT Kino, Kantstraße 54, 10627 Berlin
Freier Entritt - Wir freuen uns über Spenden!

Wegen der begrenzten Plätze bitten um Anmeldung für die einzelnen Programmpunkte des Abends RSVP

Schlagwörter

  • USA Folter CIA Guantánamo Murat Kurnaz Mourad Benchellali Deutschland Frankreich Spanien

"Mit Recht gegen die Macht" - Reisen und Begegnungen, Vision und Arbeit eines anderen Juristen

12. Oktober 2015 um 19:00 Uhr in den Räumen des ECCHR

Wolfgang Kaleck
Rechtsanwalt, Autor und Generalsekretär des ECCHR
Miriam Saage-Maaß
Juristin und stellvertretende Legal Director des ECCHR
Hannes Honecker
Rechtsanwalt, Freund und Mitstreiter von Wolfgang Kaleck
 
Es moderiert: Albrecht von Lucke
Jurist, Politikwissenschaftler und Redakteur der Blätter für deutsche und internationale Politik
 
„Nichts ist vergangen – weder für mich noch für die, denen ich im Laufe dieser Erzählung begegnet bin. Das Gespräch, das ich mit mir und mit ihnen führe, wird andauern, ebenso unsere Arbeit. Daher wird auch diese Geschichte kein Ende haben.“ Die Schlusspassage von Wolfgang Kalecks neuem Buch „Mit Recht gegen die Macht - Unser weltweiter Kampf für die Menschenrechte“ (Hanser Berlin) ist Resümee und zugleich Ausblick auf das, was ihn sowie das ECCHR antreibt und wofür wir mit juristischen Mitteln in internationalen Netzwerken kämpfen: Eine bessere, solidarischere Welt ohne Folter und Ausbeutung.
 
Das ECCHR, das Wolfgang Kaleck gegründet hat und dessen Generalsekretär er ist, freut sich, Sie zu einer Lesung und Diskussion des Buches mit anschließendem Empfang in Berlin einladen zu dürfen.
 
Wir bitten um Anmeldung unter info@ecchr.eu und freuen uns auf Ihr Kommen.
 

Lese-Reise Wolfgang Kaleck

08. Oktober 2015
Frankfurt/Main, Literaturhaus
 
09. Oktober 2015
Bad Vilbel, Stadtbibliothek
 
16. Oktober 2015
Frankfurt/Main, Buchmesse
 
11. November 2015
Berlin, Literaturforum Brecht-Haus
 
23. November 2015
Köln, Friedensbildungswerk
 
24. November 2015
Osnabrück, Volkshochschule
 
25. November 2015
Bonn, buchLaden 46
 
26. November 2015
Jülich, Buchhandlung Jos.Fischer
 
10. Dezember 2015
Wien, Hauptbibliothek
 
24. Februar 2016
Stuttgart, Literaturhaus
 

Schlagwörter

  • Wolfgang Kaleck ECCHR

Buchvorstellung: "TerrorZones. Gewalt und Gegenwehr in Lateinamerika“

24. September 2015 um 19.00h in den Räumen des ECCHR

mit:

Anne Huffschmid, Herausgeberin von „TerrorZones“
Wolfgang Kaleck, ECCHR
Christian Mihr, Reporter ohne Grenzen
Wolf-Dieter Vogel, Herausgeber von „TerrorZones“

 

Am 26. September jährt sich zum ersten Mal das Massaker von Iguala. Sechs Menschen wurden damals im mexikanischen Bundesstaat Guerrero getötet, 43 wurden verschleppt und sind bis heute nicht wieder aufgetaucht. Das Massaker machte die dramatische Situation in Mexiko schlagartig auch international sichtbar. Dabei gehört extreme Gewalt seit vielen Jahren zum Alltag: Mehr als 25.000 Menschen gelten als „verschwunden“, über 100.000 sind seit 2007 gewaltsam ums Leben gekommen. Niemand ist sicher vor dem Terror der Drogen-Kartelle und der Verfolgung durch korrupte Sicherheitskräfte und PolitikerInnen. Mexiko ist eines der gefährlichsten Länder für JournalistInnen, erst Anfang August 2015 wurden der Fotoreporter Rubén Espinoza, die Menschenrechtsaktivistin Nadia Vera und drei Begleiterinnen gefoltert und ermordet.
 
Das Buch „TerrorZones. Gewalt und Gegenwehr in Lateinamerika“ widmet sich der Lage in Mexiko, aber auch in Zentralamerika und Kolumbien. In Analysen, Reportagen und Interviews zeigt „TerrorZones“ nicht nur die vielen Facetten der Gewalt. Es geht auch der Frage nach, wie Menschen unter solchen Bedingungen leben, und wie es ihnen möglich ist, neue Gemeinschaften zu bilden und gegen den Terror aufzubegehren.
 
Welche Perspektiven gibt es in Mexiko angesichts der korrupten Seilschaften von PolitikerInnen, Sicherheitskräften, Unternehmern und Kartellen? Kann der weit verbreiteten Straflosigkeit mit internationaler Strafjustiz begegnet werden? Können Kampagnen aus dem Ausland dazu beitragen, die Sicherheit von JournalistInnen in Mexiko zu verbessern?
 
Anne Huffschmid ist Autorin und Kulturwissenschaftlerin. Sie forscht und publiziert seit vielen Jahren unter anderem zu Mexiko.
Wolfgang Kaleck ist Rechtsanwalt und Generalsekretär des ECCHR. Er arbeitet seit vielen Jahren u.a. zu Menschenrechtsverletzungen und Straflosigkeit in Lateinamerika.
Christian Mihr ist Geschäftsführer der deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen. Die Organisation kritisiert regelmäßig die Verfolgung der Medien in Mexiko.
Wolf-Dieter Vogel ist Journalist und hat für die taz, den BR und den SWR zu illegalen deutschen Rüstungsexporten nach Mexiko recherchiert und zahlreiche Beiträge veröffentlicht.
 
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um Anmeldung unter .

 

Leseprobe "TerrorZones"

TerrorZones Einleitung.pdf (88,5 KiB)

Vor den Toren Europas: Marokkos repressiver Umgang mit Flüchtlingen und MigrantInnen

18. August 2015 um 19.00h in den Räumen des ECCHR

with:

Julianna Nagy, Researcherin für GADEM (Rabat)
Adil Akid, AMDH (Nador)
Hanaa Hakiki, ECCHR (Berlin)

 

Im Schatten der Diskussion um Seenotrettung und Aufnahmequoten für Flüchtlinge in der Europäischen Union (EU) hat sich in Marokko die Situation für Flüchtlinge und MigrantInnen, die in Europa Zuflucht wollen, seit Beginn des Jahres rapide verschlechtert: Die selbstorganisierten Flüchtlingscamps am Berg Gourougou bei Nador wurden geräumt. Bei Razzien verbringt die marokkanische Polizei regelmäßig sub-saharische Flüchtlinge und MigrantInnen aus den Grenzregionen zu Spanien in den Süden des Landes. Rund um die spanische Enklave Melilla hat Marokko die hochgesicherten Grenzanlagen weiter ausgebaut.


Welche Folgen hat die zunehmende Einbindung Marokkos in die Grenzsicherung der EU? Welche rechtlichen und politischen Möglichkeiten existieren, um auf beiden Seiten der EU-Außengrenze gegen Menschenrechtsverletzungen zu intervenieren?


Das ECCHR lotet seit 2014 die Möglichkeiten rechtlicher Interventionen gegen die Abschiebepraktiken in der EU aus und unterstützt die Opfer von Push Backs bei der juristischen Aufarbeitung einzelner Aktionen. Dabei arbeitet die Organisation auch mit den marokkanischen Organisationen GADEM und AMDH zusammen.


Julianna Nagy lebt seit vielen Jahren in Marokko und unterstützt Flüchtlinge und MigrantInnen. Sie ist Researcherin für die antirassistische Menschenrechtsorganisation „Groupe antiraciste de défense et d’accompagnement des étrangers et migrants (GADEM).


Adil Akid, arbeitet seit mehr als zehn Jahren in Nador bei der Association Marocaine des Droits Humains (AMDH).


Hanaa Hakiki ist Juristin und arbeitet im Programmbereich „Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung“ des ECCHR.


Die Veranstaltung wird in englischer Sprache stattfinden.


Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um Anmeldung unter .

 

"Picture of the Month" - Fotograf Frank Rothe unterstützt das ECCHR

Ausstellung bis 31. Oktober 2015, ECCHR-Büros in Berlin

Veranstalter: ECCHR (Zossener Str. 55-58, 10961 Berlin)

 
Private und professionelle Augenblicke verschickt der Fotograf Frank Rothe seit 15 Jahren in seinem fotografischen Newsletter „Picture of the Month“. Im ECCHR zeigt Rothe seine Bilder erstmals in einer Ausstellung. Von einem Eisbären unter Wasser, über eine hell erleuchtete Autobahn im von der Wirtschaftskrise gezeichneten Griechenland und einem mit Schmuck behängten Affen in Thailand bis hin zu einem Blick aus dem Fenster in die winterkalte Nacht vereinen Rothes Fotografien Momente aus den Jahren 2007 bis 2014.
 
Rothe stellt seine Bilder im ECCHR jedoch nicht nur aus, er unterstützt auch unserer Menschenrechtsarbeit: Die Fotografien werden zum Kauf angeboten, die Hälfte des Erlöses geht an den ECCHR.
 
Öffnungszeiten: Die Ausstellung ist Montag bis Freitag, 10 bis 16 Uhr geöffnet. Gesonderte Termine sind nach Vereinbarung unter info@ecchr.eu möglich.

Frank Rothe - Photographer and artist (Biography)

Frank Rothe_Biography.pdf (161,7 KiB)

"Picture of the Month" im ECCHR - Preisliste

Frank Rothe_Preisliste.pdf (426,9 KiB)

Menschenrechtsbewegung und Kampf gegen die Straflosigkeit in Argentinien

21. Juli 2015, 19.00, ECCHR-Büro

Mit: Prof. Dr. Eugenio Raúl Zaffaroni, ehemaligem Richter am argentinischen Verfassungsgericht und Richter am Inter-Amerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte.

 

Die Veranstaltung wird die Form eines Gespräches zwischen Prof. Dr. Zaffaroni und Wolfgang Kaleck haben. Guido Croxatto, Rechtsanwalt, wird einen Kommentar zur Arbeit und Forschung von Prof. Dr. Zaffaroni beitragen. Danach gibt es Raum für Fragen und Kommentare.

Das ECCHR beteiligt sich als Teil der Koalition gegen Straflosigkeit durch Unterstützung der Nebenklage, Prozessbeobachtung, Zeugenbeistand und Rechtsgutachten an der juristischen Aufarbeitung der Diktaturverbrechen in Argentinien. Mehr dazu...

Das Gespräch wird auf Spanisch stattfinden und ins Deutsche übersetzt werden.

 

Um eine Rückmeldung an wird gebeten.

 

Frauen im Visier des kolumbianischen Militärs – Ein Fall für den Internationalen Strafgerichtshof

27. April 2015, 18:30, ECCHR Berlin

Veranstalter: ECCHR

 

mit:

Claudia Mejía Duque, Sisma Mujer (Kolumbien)
Prof. Dr. Beate Rudolf, Deutsches Institut für Menschenrechte
Anna von Gall, ECCHR
Wolfgang Kaleck, ECCHR
 
Vergewaltigung als Vergeltung, sexuelle Übergriffe als Mittel zur Unterdrückung, Stigmatisierung als Ausdruck militärischer Macht: Das sind weder vereinzelte noch zweitrangige Verbrechen im bewaffneten Konflikt in Kolumbien. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist Teil der Strategie des Militärs und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Als solche müsste die kolumbianische Justiz diese Verbrechen strafrechtlich verfolgen. Es gibt zwar spezielle Gesetze zur Gewalt gegen Frauen, doch nur wenige Fälle werden vor Gericht verhandelt – schon gar nicht, wenn die Täter hochrangige Mitglieder der Streitkräfte sind. Solange Kolumbien nicht in der Lage oder nicht willens ist, diese Straflosigkeit sexualisierter Gewalt gegen Frauen zu beenden, muss der Internationale Strafgerichtshof tätig werden.
 
Claudia Mejía Duque ist Direktorin der kolumbianischen Frauenrechtsorganisation Sisma Mujer. Sie arbeitet mit den Überlebenden sexualisierter Gewalt und wird über deren Schwierigkeiten, Zugang zu Recht und Gerechtigkeit zu bekommen, berichten.
 
Prof. Dr. Beate Rudolf ist Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Ihr Fokus wird auf dem Verhältnis der Menschenrechte von Frauen zum Völkerstrafrecht liegen.
 
Anna von Gall arbeitet im ECCHR zu „Gender und Menschenrechte“. Sie analysiert den völkerrechtlichen Ansatz im Kampf gegen die Straflosigkeit in Kolumbien, insbesondere die Rolle des Internationalen Strafgerichtshofs.
 
Wolfgang Kaleck ist Gründer und Generalsekretär des ECCHR. Er wird die Veranstaltung moderieren.
 
Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Spanisch statt.
 
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um Anmeldung unter ">info@ecchr.eu.
 

Women in Armed Conflicts - Prosecuting Sexual and Gender-Based Crimes in Columbia and Beyond

11. und 13. März 2015, 16:30 Uhr, New York

Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung, ECCHR, UN Women Nationales Komitee Deutschland
 
mit:
Gitti Henschel, Gunda-Werner-Institut / Heinrich-Böll-Stiftung
Anna von Gall, ECCHR Berlin
Claudia María Mejía Duque, Sisma Mujer (Kolumbien)
Viviana Rodriguez, Sisma Mujer (Kolumbien)
Andreas Forer, ProFis / GIZ (Kolumbien)
 
In the context of the Beijing +20 Review, the Gunda-Werner Institute at the Heinrich Boell Foundation and the European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) are hosting an event focused on the achievements and remaining gaps with regard to one of the critical areas mentioned in the Beijing Platform for Action: Women in Armed Conflicts. 
Despite some progress, acts of sexual and gender-based violence committed by warring parties still often go unpunished, leaving a tremendous negative effect not only on the victims and survivors, but also on society as a whole. Women and girls, but also men and boys, widely suffer from a lack of accountability and the specific psychological and physical harm inflicted by these crimes. Only very few post-conflict countries have managed to successfully guarantee access to justice in transitional settings.
 
This event will highlight the importance of developing a gender-sensitive perspective in dealing with conflict and accountability processes. The approach will be exemplified by the long-lasting conflict in Colombia, which has rarely been discussed from a gender perspective. During the session, gender-sensitive proposals for transitional justice mechanisms and ongoing peace negotiations shall be addresses by a variety of experts from Germany and Columbia.
 
RSVP now for March 11th

RSVP now for March 13th

 
In case of any questions regarding the events, please contact charlotte.beck@us.boell.org

PLEASE NOTE: The same event will take place as an official UN side event, sponsored by the Federal Government of Germany, on March 13th, 2015, 1:15 pm - 2:30 pm, at the UN headquarters (conference room 7). The Parliamentary State Secretary in the Federal Ministry for Family Affairs, Senior Citizens, Women and Youth, Ms Elke Ferner, will give some brief welcome remarks. The event is also supported by the German National Commitee for UN Women. In order to attend the session on March 13th, you have to be accredited as a CSW civil society delegate.

Europas tödliche Grenzen: Gerechtigkeit für die Opfer von Ceuta!

04. Februar 2015, 19:00, ECCHR Berlin

Veranstalter: ECCHR, Brot für die Welt

 

mit:

Nathan wurde beim Einsatz des spanischen Grenzschutzes am 6. Februar in Ceuta verletzt
Tresor, Aktivist von „Voix des migrants“
Patricia Fernández Vicens, Rechtsanwältin aus Spanien
Sophia Wirsching, Brot für die Welt
Carsten Gericke, Rechtsanwalt, ECCHR
 
„Schutz der EU-Außengrenze“ – was dieser euphemistische Begriff in der Realität bedeutet, hat Nathan am eigenen Leib erfahren. Der 16-Jährige war einer von 400 Flüchtlingen und MigrantInnen, die am 6. Februar 2014 versuchten, die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta vom Meer aus schwimmend zu überwinden. Die Guardia Civil, Spaniens paramilitärische Polizeieinheit, feuerten aus nächster Nähe Gummigeschosse auf sie. Mindestens 15 Menschen kamen ums Leben, viele weitere wurden zum Teil schwer verletzt. 23 Personen, die die Küste erreichten, wurden unmittelbar und ohne rechtliche Prüfung nach Marokko zurückgeschoben.

 
Das brutale Vorgehen in Ceuta ist symptomatisch für die gewaltsamen und unrechtmäßigen „Push-Backs“ an den EU-Außengrenzen. Die Rechte der Schutzsuchenden werden ignoriert. Die spanische Justiz nahm zwar strafrechtliche Ermittlungen wegen des Guardia Civil-Einsatzes auf, doch keiner der Verantwortlichen wurde bisher zur Verantwortung gezogen.

 
Nathan wurde an der spanisch-marokkanischen Grenze verletzt und dann nach Marokko deportiert. Er berichtet über Einzelheiten des Guardia Civil-Einsatzes am 6. Februar in Ceuta.

 
Tresor ist Initiator von „Voix des migrants“. Er kennt die Situation in Ceuta aus eigener Erfahrung und informiert über den Widerstand gegen die Abschottung an den EU-Grenzen.

 
Patricia Fernandez Vicens, Rechtsanwältin in Madrid, vertritt Angehörige der Todesopfer des Guardia Civil-Einsatzes. Sie spricht über das Ermittlungsverfahren in Spanien.

 
Sophia Wirsching, Referentin für Migration und Entwicklung bei „Brot für die Welt“. Sie analysiert die gesamt-europäische Verantwortung für die Abschottung an den Außengrenzen.

 
Carsten Gericke, Rechtsanwalt aus Hamburg, arbeitet zu Projekten des Programmbereichs „Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung“ des ECCHR.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um Anmeldung unter ">info@ecchr.eu.