Legal Training Programm

Strebst Du eine berufliche Karriere als Menschenrechtsanwalt bzw. –anwältin an?

Beschäftigen Dich Fragen, warum Menschenrechtsverbrechen trotz rechtlicher Handhabe oft straflos bleiben,

wie transnationale Wirtschaftsunternehmen für die Straftaten ihrer Zulieferer zur Verantwortung gezogen werden können,

oder wie Betroffenengruppen mit besonderen Bedürfnissen besser geschützt werden können?

Die erste Frage kannst nur Du selbst Dir beantworten. Den übrigen und noch weiteren Fragen gehen wir beim ECCHR nach und bauen dabei auf die progressive Entwicklung des internationalen Rechts in den letzten Jahrzehnten auf.

Das Legal Training Programm bietet Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine einzigartige Plattform für Theorie und Praxis der internationalen juristischen Menschenrechtsarbeit. Wir wollen eine fundierte und kritische Analyse der drängenden aktuellen rechtlichen und gesellschaftlichen Probleme entwickeln und fördern.


Unsere Kernidee ist, die Menschenrechte im Sinne sozialer Gerechtigkeit durchzusetzen und dabei die Grenzen des Rechts kreativ auszuschöpfen. Darum geht es uns bei Ausbildung der kommenden Generation von Menschenrechtsverteidigern und -verteidigerinnen.


Im Legal-Training-Programm treffen sich angehende Menschenrechtsverteidiger und -verteidigerinnen aus der ganzen Welt. Innerhalb der thematischen Programme des ECCHR erhalten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Rahmen der täglichen Arbeit der Organisation eine praxisorientierte Ausbildung in strategischer juristischer Intervention. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, eine Reihe von anderen Weiterbildungs- und Kulturangeboten innerhalb des Education-Programms wahrzunehmen.

Curriculum

Das Legal Training Programm bietet:

  • Bis zu 10 Arbeitsplätze vor Ort
  • Rechts- und Faktenrecherche und Fallarbeit in einem der drei thematischen Programme – Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung einschl. Migration, Wirtschaft und Menschenrechte - sowie Medien und Kommunikation
  • Integration in unsere tägliche Arbeit, einschließlich projektrelevanter Kommunikation und Administration (z. B. Verfassen von Stellungnahmen und/oder kleinerer Übersetzungen, Co-Organisation von Veranstaltungen)
  • Individuelle Betreuung durch erfahrene Juristen und Juristinnen
  • Teamarbeit und wöchentliche Diskussionsrunden mit Ausbildern und Ausbilderinnen und allen Programmteilnehmern und -teilnehmerinnen
  • Regelmäßige interne Lunch Talks mit international renommierten MenschenrechtsverteidigerInnen
  • Kulturelle Veranstaltungen, wie zum Beispiel das Human-Rights-Kino

Voraussetzungen für Teilnehmer und Teilnehmerinnen

Ausbildung: Bewerber und Bewerberinnen sollten sich in einem fortgeschrittenen Stadium ihrer Ausbildung befinden (idealerweise weiterführendes Studium oder Referendariat) sowie überdurchschnittliche Qualifikationen im Bereich Jura oder anderer relevanter Fächer haben. Bewerbungen von Personen, die sich nicht mehr in der Ausbildung befinden, können wir aufgrund des Mindestlohngesetzes nur im Zusammenhang mit unserem Stipendium berücksichtigen. Ob das für Sie in Frage kommt, lesen Sie hier.


Hinweise: Leider können wir keine Praktika für SchülerInnen, AbiturientInnen und StudentInnen im Grundstudium anbieten. Anmerkung für Referendare und Referendarinnen: Eine Ausbildung beim ECCHR oder den mit ihm verbundenen Anwältinnen und Anwälten kann im Rahmen des Rechtsreferendariats absolviert werden.

 

Kenntnisse: Alle Bewerber und Bewerberinnen sollten ein grundlegendes Verständnis der Menschenrechte und idealerweise vorherige Erfahrung im NGO-Sektor mitbringen. Darüber hinaus sollten sie auch programmspezifisches Hintergrundwissen haben:


Wirtschaft und Menschenrechte: Gute Kenntnisse der internationalen Debatten zum Thema Wirtschaft und Menschenrechte sowie über Klagen gegen Unternehmen auf nationaler Ebene.

 

Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung: Ausgezeichnetes Verständnis des internationalen Strafrechts (inkl. extraterritoriale Fälle auf nationaler Ebene) sowie der aktuellen rechtlichen und politischen Debatten über internationale Strafgerichtsbarkeit. Hintergrundwissen zum Thema sexualisierte Gewalt im internationalen Strafrecht ist ein Plus.

 

Migration: Gute Kenntnis des Europa- und Völkerrechts sowie der einschlägigen flüchtlingsrechtlichen Grundlagen, evtl. praktische Erfahrungen im Bereich des Migrationsrechts oder des Flüchtlingsschutzes.

 

Medien und Kommunikation: Erste Erfahrungen in politischer Kommunikation, Pressearbeit oder Journalismus. Sehr gute Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift sowie die Fähigkeit, komplizierte und juristische Sachverhalte verständlich zu formulieren. Sicherheit im Umgang mit sozialen Medien, idealerweise erste Erfahrungen im Bereich Online-Kommunikation und mit Content Management Systemen. Flexibilität und Organisationstalent.

 

Sprachen: Verhandlungssicheres Englisch ist erforderlich; gute Kenntnisse der deutschen Sprache sind erwünscht, aber nicht zwingend; Kenntnisse anderer Sprachen (z.B. Spanisch, Arabisch, Russisch und Französisch – abhängig von aktuellen Projekten) sind ein Plus.

 

Dauer der Teilnahme: Drei Monate - oder länger, wenn die Ausbildungsordnung es zulässt bzw. wenn Sie ein Stipendium erhalten; vorzugsweise Vollzeit.

 

Wir weisen darauf hin, dass das Legal-Training-Programm ein unbezahltes Praktikum ist.

 

Es gibt aber die Möglichkeit, sich auf ein Stipendium zu bewerben.

Aktuelle Stellensituation

Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung: Wir freuen uns über Bewerbungen für die Zeit ab Oktober 2017 (und danach).

Wirtschaft und Menschenrechte: Wir freuen uns über Bewerbungen für die Zeit ab Juni 2017 (und danach), gern von ReferendarInnen und BewerberInnen mit Hintergrund in Common Law.

 

Migration: Wir freuen uns über Bewerbungen für die Zeit ab Juli 2017 (und danach).

 

Medien und Kommunikation:Wir freuen uns über Bewerbungen für die Zeit ab Dezember 2016 (und danach) und nehmen diese jederzeit an.

Informationen zum Praktikum in der Stabstelle Kommunikation

Ausschreibung_Praktikum_Kommunikation_20160916.pdf (173,2 KiB)

Bewerbungsablauf

Bewerbungen nehmen wir laufend entgegen, und auch die Anfangs- und Enddaten für die Programmteilnahme sind flexibel.

Vollständige Bewerbungen werden vier Mal im Jahr in den thematischen Programmen besprochen. Kommende Stichtage sind: 15. April 2017.

 

Sie können innerhalb von 4-5 Wochen nach dem nächsten Stichtag mit einer Antwort von uns rechnen.

 

Bewerbungen können auf Deutsch oder auf Englisch verfasst werden; es ergibt sich kein Vor- oder Nachteil aus der Sprachwahl.


Reichen Sie bitte folgende Unterlagen als separate pdf-Dokumente  - ohne Deckblatt - per E-Mail ein:

 

  1. ECCHR-Bewerbungsformular (download), mit dem Dateinamen: 1_Last name_application
  2. Lebenslauf, mit dem Dateinamen: 2_Last name_CV

 

Bitte beschränken Sie sich auf die angefragten Dokumente und hängen Sie keine Zeugnisse, Empfehlungsschreiben oder Arbeitsproben an.

 

Senden Sie Ihre vollständige Bewerbung an:

Ansprechpartner

Marie Badarne, Koordinatorin, Education-Programm
Email:

Telefon: +49 (0)30 40607157