Alumni

Seit der Gründung des ECCHR im Jahr 2008 haben mehr als 350 angehende Menschenrechtsanwälte und –anwältinnen bei uns ein Praktikum absolviert bzw. sich freiwillig engagiert.

 

Unsere Trainees und Alumni kommen aus Argentinien, Armenien, Australien, Bolivien, Chile, Costa Rica, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Guatemala, Indien, Irland, Italien, Kamerun, Kanada, Kenia, Kolumbien, Mexiko, Neuseeland, den Niederlanden, Österreich, Polen, Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Spanien, Sri Lanka, Südafrika, Syrien, Tadschikistan, den USA, Usbekistan, Venezuela, Weißrussland und Zypern.

 

Wir bedanken uns herzlich bei Euch allen für Euer Engagement!

 

ECCHR-Alumni, 2008-2017

Legal Intervention Days 2016

Mehr als 100 Kolleg_innen, Trainees und Alumni nehmen an den Legal Intervention Days und dem 5. Alumni Treffen vom 3.-5. November 2016 in Berlin teil.

Aktuelle und ehemalige ECCHR-Trainees treffen sich zunächst beim Kolloquium “Challenging the powerful with legal means: Michael Ratner (1943-2016) and the 50th anniversary of the Center for Constitutional Rights”. Michael Ratner – Freund, Mentor, Mitbegründer und jahrelang ECCHR-Vorsitzender sowie ehemaliger CCR-Präsident – ist am 11. Mai 2016 viel zu früh von uns gegangen. Wir führen den juristischen Kampf nicht zuletzt auch in seinem Sinne weiter.

Umgeben von Alumni begrüßt Alejandra Muñoz (derzeit Bertha Fellow beim ECCHR) Melanie Aebli aus der Schweiz (ehemals Bertha Global Exchange Fellow). Die beiden kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit beim ECCHR.

Nasheen Kalkat von der Harvard Law School und Simon Rau, aktuell Mercator Fellow– auch sie kennen sich durch die Ausbildung beim ECCHR.

Ermöglicht werden die Legal Intervention Days durch die großzügige Unterstützung der Bertha Foundation.

Der Ort der Veranstaltung: Der co-working Space Betahaus in Berlin Kreuzberg ist voll.

„Against all odds“: Reed Brody (Anwalt im Hissène Habré-Verfahren und Mitglied im ECCHR-Beirat) blickt mit Jules Lobel (ehemaliger CCR-Präsident) und Andreas Schüller (ECCHR) auf die juristischen Kämpfe gegen den US-Imperialismus zurück.

Andreas Schüller (Leiter des Programmbereichs International Crimes and Accountability beim ECCHR) moderiert das Panel.

CCR Bertha Fellow Noor Zafar, die zur nächsten Generation von Menschenrechtsanwält_innen gehört, hört den erfahrenen Kolleg_innen zu, wie sie auf 50 Jahre progressiver juristischer Kämpfe zurückblicken.

„Fighting Corporations“:  Katherine Gallagher (CCR), Claudia Müller-Hoff (ECCHR) und Miriam Saage-Maaß (stellvertretende Legal Director des ECCHR) analysieren Ansätze strategischer Prozessführung im Bereich „Wirtschaft und Menschenrechte“ und die Rolle transnationaler Vernetzung von Jurist_innen.

„Post 9/11 Legal Sagas“: Florian Jessberger (Professor für Strafrecht an der Universität Hamburg und Mitglied im ECCHR-Beirat) spricht mit Manfred Nowak (ehemaliger UN-Sonderberichterstatter über Folter und Mitglied im ECCHR-Beirat) und Baher Azmy (CCR Legal Director) über 15 Jahre strategische Prozessführung in den USA und Europa gegen den "War on Terror".

„Back to the streets“: Vince Warren (CCR Direktor) and Claire Tixeire (Leiterin des ECCHR Education Programms) beleuchten die Verbindungen zwischen anwaltlicher Tätigkeit und sozialen Bewegungen am Beispiel Black Lives Matter.

Lydia Mwalimu Adude aus Kenia, ECCHR Legal Trainee und Stipendiatin der Kreuzberger Kinderstiftung, befragt Kolleg_innen aus den USA zu ihren juristischen Strategien.

Der Tag endet mit einer Diskussion zum Thema “Closing Spaces and Strategic Human Rights Litigation” (von links nach rechts: Wolfgang Kaleck, ECCHR; Katherine Franke, CCR-Vorsitzende; Jules Lobel, ehemaliger CCR-Präsident; Colin Gonsalves, Gründer und Leiter des Human Rights Law Network/Indien und Lotte Leicht, Human Rights Watch EU Advocacy Director und ECCHR-Vorstandsvorsitzende).

Am 4. November startet das 5. Alumni-Treffen in den Räumen des ECCHR. In den folgenden Tagen tauschen junge und erfahrene Menschenrechtsverteidiger_innen ihre Ideen und Erfahrungen aus.

Das Thema Migration nimmt mit dem Panel “At the border: legal strategies and struggles against exclusion and expulsions” eine zentrale Rolle ein (links nach rechts: Lily Kather, Yiota Massouridou, Stefano Zirulia, Gonzalo Boyé, Vera Wriedt). Lily und Vera sind Alumni und derzeit im Syrien- bzw. Migrations-Projekt des ECCHR tätig. Yiota, Stefano und Gonzalo sind ECCHR-Kooperationsanwält_innen in Griechenland, Italien und Spanien.

Die Arbeitsgruppe zu Migration nimmt die Themen des Panels wieder auf und diskutiert aktuelle Herausforderungen strategischer Prozessführung in dem Themenfeld.

Andrea Dini Modigliani, 2012 Alumnus, arbeitet als Anwalt von Italien aus weiter mit dem ECCHR zusammen, insbesondere bei Migrationsthemen.

Eine der selbstorganisierten Arbeitsgruppen diskutiert die Rolle europäischer Unternehmen bei moderner Sklaverei in Katar.

Ibrahim al-Kassem, Kooperationsanwalt aus Syrien, referiert in der Arbeitsgruppe “Syria and Universal Jurisdiction”.

Aktuelle Trainees diskutieren in einer der Arbeitsgruppen (Helen Andresen und Susann Aboueldahab, Stipendiatin der Kreuzberger Kinderstiftung).

Elisabeth Bischofreiter, Juliette Vargas, und Atilla Kisla, 2016 Alumni, organisieren die Arbeitsgruppe “Transitional justice: same mistakes, new perspectives”. 

Alfredo Narvaez, einer unserer ersten Alumni (2008), ist eigens aus Mexiko angereist, um an dem Alumni-Treffen teilzunehmen.

Viviana Rodríguez von Sisma Mujer (Kolumbien) war 2015 Bertha Global Exchange Fellow. Annelen Micus, ehemals Bertha Fellow beim ECCHR, arbeitet jetzt bei unserer Partnerorganisation CAJAR in Kolumbien. Die enge Zusammenarbeit der beiden ermöglichte es uns, eine Strafanzeige zu sexualisierter Gewalt im kolumbianischen Konflikt beim Internationalen Strafgerichtshof einzureichen.

Eric Eingold war 2014 Trainee beim ECCHR. Er ist aus den USA gekommen, um an dem Alumni-Treffen teilzunehmen.

Dr. Paolo Caroli, Alumnus aus 2012 und Anwalt, war bisher bei allen Alumni-Treffen dabei. Jedes Jahr reist er dazu von Italien nach Berlin.

Anina Dalbert, Bertha Global Exchange Fellow in 2016, arbeitet weiter mit uns zusammen, vor allem zu Fällen in der Schweiz.

Yaroslavna Sychenkova, Trainee in 2014, arbeitet derzeit im Syrien-Projekt des ECCHR.

"Queering Justice": Der dritte Veranstaltungstag am 5. November fand in fast privater Atmosphäre im Kreuzberger Café Südblock statt. Über künstlerische Beiträge, Debatte und Musik tauschen die Teilnehmer_innen ihre Meinungen und Erfahrungen zu Gender-Gerechtigkeit und vielschichtiger Diskriminierung aus. (Foto: Na’ama Landau)

Melanie Aebli und Lily Kather leiten das Event mit einer Lesung ein. Melanie gehört zu einer Gruppe junger Anwält_innen aus der Schweiz, die mit dem ECCHR in Kontakt stehen; Lily ist Projektmitarbeiterin zu Syrien. (Foto: Na’ama Landau)

Allison West, seit 2012 aktives Mitglied des ECCHR-Alumninetzwerks, diskutiert mit Emilia Roig und Katherine Franke über Intersektionalität und das Für und Wider von Kampagnen zur Durchsetzung von Rechten, die letztlich Ausdruck ausbeutender Gesellschaftsstrukturen sind. Emilia Roigs Fachgebiete sind vielschichtige Diskriminierungsformen, Postkolonialismus und Critical Race Theory. Katherine Franke (Vorsitzende des CCR) ist Direktorin des Center for Gender and Sexuality Law an der Columbia-Universität in New York. (Foto: Na’ama Landau)

Fotos: Mohamed Badarne

 

Jahrestreffen 2016

Ende des Jahres 2016 kamen zum Alumni-Treffen des ECCHR mehr als 80 Alumni, Trainees, und Global-Exchange-Fellows aus 25 Ländern zusammen. Bei dem inzwischen 5. Treffen dieser Art diskutierten Alumni, das Team des ECCHR, aktuelle Teilnehmer_innen des Education-Programms und zahlreiche Kolleg_innen von Partnerorganisationen Mittel und Wege strategischer Menschenrechtsarbeit. Im Fokus der Konferenz stand das Thema Migration.

Jahrestreffen 2015

 

Fotos: Mohamed Badarne

 

Professioneller und persönlicher Austausch im Zeichen transnationaler Zusammenarbeit

Nachwuchs fördern, gemeinsam Strategien entwickeln und globale Netzwerke schaffen: Darum ging es beim ECCHR-Alumni-Treffen vom 5. bis 7. November 2015 in Berlin. Bei dem inzwischen vierten Treffen dieser Art tauschten mehr als 80 Alumni des Education Programms, Bertha Global Exchange Fellows, MitarbeiterInnen, Beiratsmitglieder und internationale PartnerInnen einschließlich der Bertha-Stiftung ihre fachlichen und persönlichen Erfahrungen in der internationalen Menschenrechtsarbeit aus. Die TeilnehmerInnen stammten aus Australien, Bangladesch, Chile, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Irland, Italien, Kanada, Malaysia, Mexiko, den Niederlanden, Österreich, Palästina, den Philippinen, Spanien, der Schweiz, Taiwan, und den Vereinigten Staaten. In ihren Diskussionen legten sie besonderes Augenmerk auf den Umgang mit Betroffenen sowie auf die verantwortungsvolle Beweisaufnahme. Diese Themen wurden in Workshops zu Migration, Gender, Pestiziden, Arbeitsbedingungen in globalen Produktionsketten und Drohnen vertieft.

 

Bei dem Alumni-Treffen stellte das ECCHR das Video "A Hub for Human Rights Lawyering" vor. Der 10minütige Film des ECCHR-Alumnus Chris Patz portraitiert das internationale Netzwerk von MenschrechtsanwältInnen und –aktivistInnen, das sich alljährlich im November in Berlin trifft. Außerdem veröffentlichte das Education-Programm zu diesem Anlass eine Broschüre über seine Arbeit.

Jahrestreffen 2014

Inspirierend, motivierend, ermutigend“: So lautete das Fazit vieler Teilnehmer des dritten ECCHR-Alumni-Meetings. Zu dem Jahrestreffen am 7. und 8. November 2014 kamen mehr als 80 ehemalige und derzeitige Trainees sowie Gäste aus Asien, Australien, Europa, Nord- und Südamerika sowie Afrika nach Berlin. In Arbeitsgruppen, Podiumsdiskussionen und im Einzelgespräch tauschten sich die Alumni untereinander ebenso wie mit renommierten Kollegen aus internationalen Organisationen und Kanzleien aus. Zu den Referenten gehörte u.a. Colin Gonsalves von der ECCHR-Partnerorganisation Human Rights Law Network  aus Indien. Er berichtete darüber, wie er seine Vision einer gerechten Welt in der juristischen Arbeit umzusetzen versucht. Weitere Themen des Alumni-Treffens waren: Visualisierung von Beweisen, Verfahren in nicht-gerichtlichen Foren, die Gründung eigener Nichtregierungsorganisationen und Kommunikation kontroverser Themen. An dem Education Programm des ECCHR haben seit 2008 insgesamt fast 300 Alumni aus mehr als 35 Ländern teilgenommen.

Jahrestreffen 2013

Am 15. und 16. November 2013 nahmen 60 ehemalige und derzeitige Trainees, Mitarbeiter und internationale Gäste aus Europa, Asien, Australien, Nord- und Südamerika und Afrika am zweiten ECCHR-Alumni-Jahrestreffen teil. Sie diskutierten in Arbeitsgruppen zu aktuellen Menschenrechtsthemen wie Migration, Umwelt, Menschenrechtsverteidiger, Whistleblowing und sexualisierte Gewalt. Am zweiten Tag trafen sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu einem selbstorganisierten Workshop über persönliche und ethische Fragestellungen für politisch motivierte Menschrechtsverteidiger und –verteidigerinnen.

Jahrestreffen 2012

Am ersten jährlichen Alumni-Jahrestreffen im November 2012 beteiligten sich mehr als 60 ECCHR-Alumni.

 

Bei diesem Treffen tauschten sie sich in Arbeitsgruppen und Podiumsdiskussionen zu Themen der Berufsplanung in der Menschenrechtsarbeit aus, unter anderem in einem selbstorganisierten Workshop „How to start your own organization?“ Zudem waren die Alumni zu einer internen internationalen Expertenkonferenz zur strategischen Menschenrechtsprozessführung eingeladen.

Internationale Konferenz während der 1. ECCHR-Alumni-Woche im November 2012