Der Beirat des ECCHR

Alejandra Ancheita

Alejandra Ancheita ist Vorstandsmitglied und Anwältin des Projekts für ökonomische, soziale und kulturelle Rechte, ProDESC, einer Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Mexiko-Stadt. Seit mehr als einem Jahrzehnt arbeitet sie als Menschenrechtsverteidigerin in Mexiko und nahm im Jahr 2005 am Trainingsprogramm für Menschenrechtsverteidiger an der Columbia Universität teil. Nach ihrer Rückkehr gründete sie ProDESC, sie als Geschäftsführerin tätig ist. Bei ProDESC sowie zuvor beim Menschenrechtszentrum Miguel Augustin Pro Juarez (Centro de Derechos Humanos Miguel Augustìn Pro Juarez, Centro Pro) und beim Zentrum zur Arbeitsunterstützung und Reflexion (Centro de Reflexión y Apoyo Laboral, CEREAL), arbeitet Alejandra im Bereich der strategischen Klageführung and als Verteidigerin für Menschenrechtsaktivisten und lokale Gemeinschaften. Darüber hinaus berät sie andere mexikanische Organisationen. Im Oktober 2014 wurde Ancheita mit dem Martin Ennals Award ausgezeichnet.

ECCHR gratuliert Alejandra Ancheita zum Martin Ennals Award 2014

Alejandra Ancheita erhaelt Martin Ennals Award 2014.pdf (32,1 KiB)

Markus N. Beeko

Markus N. Beeko ist Generalsekretär der deutschen Sektion von Amnesty International. Seit 2004 ist er Mitglied der deutschen Führungsebene der Organisation und leitete daneben zeitweise im Londoner Internationalen Sekretariat globale Projekte. Beeko ist Mitglied in diversen internationalen Steuerungsgruppen, u.a. leitet er die zu „Human Rights in the Digital Age“. Vor Amnesty war der Diplom-Kaufmann mit deutsch-ghanaischen Wurzeln in leitenden Positionen bei der Schweizerischen Politik- und Wirtschaftsberatung Prognos AG und in einer großen internationalen Kommunikationsagentur tätig. Weitere Informationen ...

Theo van Boven

Theo van Boven

Theo van Boven ist Honorarprofessor für internationales Recht am Institut für Internationales und Europäisches Recht der Universität Maastricht. Von 2001 bis 2004 war er UN-Sonderberichterstatter für Folter. Zuvor arbeitete er als Direktor für Menschenrechte bei den Vereinten Nationen und war Mitglied der UN-Unterkommission zur Förderung und zum Schutz der Menschenrechte und dem Komitee zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung. Weiterhin war er erster Registrar des Internationalen Gerichtshof für das frühere Jugoslawien (ICTY) und Chef der niederländischen Delegation bei der Staatenkonferenz zur Errichtung des Internationalen Strafgerichtshofs, Präsident der Niederländischen Vereinigung für Internationales Recht, Mitglied der Internationalen Juristenkonferenz und Beiratsmitglied der Internationalen Bewegung gegen jede Form von Rassendiskriminierung.

Reed Brody

Reed Brody

Reed Brody ist juristischer Berater und Sprecher von Human Rights Watch (HRW) in Brüssel. Er ist der Autor von drei HRW-Berichten über Misshandlungen von Gefangenen durch die USA im Rahmen des sog. „Krieges gegen den Terrorismus". Sein Engagement in der Verfolgung der ehemaligen Diktatoren General Augusto Pinochet aus Chile und Hissène Habré aus dem Tschad wird in dem neuen Dokumentarfilm „The Dictator Hunt" geschildert. Vor seinem Einsatz für HRW führte er UN-Teams zur Untersuchung von Massakern in der Demokratischen Republik Kongo und zur Überwachung der Einhaltung von Menschenrechten in El Salvador. Er war an der Strafverfolgung von Menschenrechtsverletzungen in Haiti beteiligt. In einem 1984 veröffentlichten Buch enthüllte er die Verbrechen der von den USA unterstützten „Contras" an der nicaraguanischen Bevölkerung. Weitere Informationen unter: www.reedbrody.org

Andrea Bührmann

Andrea Dorothea Bührmann ist Professorin für die Soziologie der Diversität und Direktorin des Instituts für Diversitätsforschung an der Universität Göttingen. Sie war u.a. Gastwissenschaftlerin bzw. –professorin an Universität Wien (Österreich) und der University of California in Berkeley (USA). Bührmann ist Mitherausgeberin der „Zeitschrift Diversitatis – Zeitschrift für Diversitäsmanagement und Diversitätsforschung“. Sie hat zahlreiche Beiträge zu unterschiedlichen Aspekten einer reflexiven Diversitätsforschung veröffentlicht.  Zurzeit leitet sie mehrere Forschungs- sowie Evaluationsprojekte zum Thema Diversität und ist Sprecherin des Verbundprojektes „Diversity turn in land use sciences“. Zugleich ist sie Gutachterin für die österreichische Bundesregierung und arbeitet in Deutschland als Expertin für Diversitätsforschung und -management mit verschiedenen Ministerien auf Landes- und Bundesebene zusammen.
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Colin Gonsalves

Nach Abschluss seines Studiums der Rechts-wissenschaften im Jahr 1983 gründete Colin Gonsalves das Human Rights Law Network und entwickelte es zu einer nationalen Organisation mit über 200 Rechtsanwälten und Rechtsanwalts-gehilfen, die in 28 Büros über ganz Indien verteilt operieren. Er brachte zahlreiche Präzedenzfälle beim obersten Gericht sowie Berufungsgerichten in unterschiedlichen Bundesstaaten ein. Zu diesen Fällen zählt der bekannte „Recht auf Nahrung“-Fall, der eine der größten Ausweitungen konstitutioneller Rechte beinhaltete, die die indische Gesellschaft in den letzten Dekaden erlebt hat. Herr Gonsalves hat eine Fülle von Artikeln und Büchern zu unterschiedlichen Menschenrechtsaspekten geschrieben und herausgegeben. Für seine inspirierende Arbeit wurde er 2005 mit dem internationalen Menschenrechtspreis der amerikanischen Anwaltskammer ausgezeichnet. 2010 wurde er ihm die Ehrendoktorwürde (honoris causa), der Universität Middlesex in Großbritannien verliehen. Ebenfalls in 2010 wurde ihm in Anerkennung seines bemerkenswerten Beitrags zur Rechtsberatung in Menschenrechtsfragen der Mutter Teresa Gedächtnispreis für soziale Gerechtigkeit verliehen.

Florian Jeßberger

Florian Jeßberger

Florian Jeßberger ist Professor für Strafrecht, insbesondere Internationales Strafrecht, an der Universität Hamburg. Zuvor hatte er die Lichtenberg-Professur für Internationales Strafrecht und Strafrechtsvergleichung an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Er war als Gastwissenschaftler u.a. an der University of California in Berkeley (USA), an der Universität Neapel (Italien) sowie an der University of Western Cape in Kapstadt (Südafrika) tätig. Er ist Mitherausgeber des Journal of International Criminal Justice, Mitherausgeber der Oxford Companion to International Criminal Justice und hat zahlreiche Beiträge zu unterschiedlichen Aspekten des internationalen und vergleichenden Strafrechts veröffentlicht. Weitere Informationen

Manfred Nowak

Manfred Nowak ist Professor für Internationales Recht und Menschenrechte an der Universität Wien und Co-Direktor des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte (BIM). Zwischen 2004 und 2010 war Manfred Nowak UN-Sonderberichterstatter für Folter. In dieser Funktion legte er u.a. einen kritischen Bericht über das US-Gefangenenlager Guantánamo vor, worin er den USA vorwarf, gegen internationale Menschenrechtsstandards zu verstoßen. Manfred Nowak sitzt einer der Besuchskommissionen des Menschenrechtsbeirats des österreichischen Innenministeriums vor. Seit 2010 ist er außerdem Vize-Präsident der österreichischen UNESCO-Kommission. Zudem ist Manfred Nowak langjähriges Mitglied der Internationalen Juristenkommission (ICJ).

Jennifer Robinson

Jennifer Robinson ist eine Menschenrechtsanwältin aus Australien und derzeit als Rechtsanwältin bei Doughty Street Chambers in London tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf Fällen zu Meinungsfreiheit, die sie vor nationalen und internationalen Gerichten wie dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte führt. Zuvor war sie jahrelang Direktorin der Bertha Justice Initiative, einem weltweiten Netzwerk juristischer Menschenrechtsorganisationen, dem auch das ECCHR angehört. Um die Bewegung zur Selbstbestimmung Westpapuas zu unterstützen, rief Robinson die Jurist_innen-Vereinigung „International Lawyers for West Papua“ ins Leben. Außerdem ist sie Gründungsmitglied des Bureau for Investigative Journalism und der Commonwealth Lawyers Association. Mehr ...

Annemie Schaus

Annemie Schaus ist Rechtsanwältin und Professorin für Internationales und Öffentliches Recht am Zentrum für Öffentliches Recht (Centre de droit public) an der Freien Universität Brüssel/Belgien (Université libre de Bruxelles). Schaus promovierte zum Thema ‚Die Umsetzung internationaler Pflichten im föderalen Staat'. Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher zum Öffentlichen Recht, Europarecht und Völkerrecht.

Ole von Uexküll

Ole von Uexküll ist Geschäftsführer der Right Livelihood Award Stiftung, die jährlich den „Alternativen Nobelpreis“ vergibt. Seine Tätigkeiten umfassen Strategieentwicklung, Repräsentation, Finanzmanagement und Forschung der Stiftung. Für den Right Livelihood Award hat er bisher die Nominierung der Kandidaten aus mehr als 35 Ländern weltweit ausgewertet. Von Uexküll hat Umweltwissenschaften an der Lund Universität (Schweden) und European Studies an der Freien Universität, an der Humboldt-Universität und der Technischen Universität Berlin studiert. Nach dem Studium war er Stipendiat des Postgraduierten-Programms in Internationalen Angelegenheiten der Robert-Bosch-Stiftung, der Deutschen Akademischen Stiftung und des Auswärtigen Amtes. Von Uexküll war für den Deutschen Bundestag, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen in Paris und das Europäische Parlament in Brüssel tätig.

Peter Weiss

Peter Weiss
Peter Weiss ist weltweit einer der anerkanntesten und innovativsten Menschenrechtsanwälte, Vizepräsident des Center for Constitutionnal Rights (CCR), mit dem er seit 40 Jahren verbunden ist. Er praktizierte als Anwalt in den USA und ist Vizepräsident der Internationalen Liga für Menschenrechte, FIDH (La Fédération Internationale des Droits de l'Homme). Seit mehreren Jahrzehnten ist Weiss aktiv in der Anti-Atomwaffen-Bewegung, momentan als Präsident des Lawyers Committee on Nuclear Policy und Vizepräsident der IALANA (International Association of Lawyers Against Nuclear Arms), deren Präsident er vormals war. Er ist Mitglied im Vorstand von Americans for Peace Now, einer Organisation, die für einen für beide Seiten gerechten Frieden im Nahostkonflikt eintritt. In der Vergangenheit war er Präsident des American Committee on Africa und Beiratsvorsitzender des Institute for Policy Studies in Washington.