Indien: Gericht nimmt Pharmafirmen wegen Medikamententests in die Pflicht

2009 wurden in Indien 24.000 Mädchen gegen das humane Papillomavirus, das Gebärmutterhalskrebs verursachen kann, geimpft. Viele Mädchen erhielten die Impfung ohne ausreichende Aufklärung, andere gar ohne ihre Zustimmung. Um die Verantwortlichen der umstrittenen Tests haftbar zu machen, reichte die ECCHR Partnerorganisation Human Rights Law Network (HRLN) Klage ein.
 
Im August 2014 forderte Indiens Oberster Gerichtshof von den beteiligten Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline und Merck Stellungnahmen und weitere Informationen zu den Medikamententests. Mit der Entscheidung griff das Gericht auch ein Rechtsgutachten auf, das das ECCHR zur Unterstützung des Verfahrens eingereicht hatte. Kerry McBroom von HRLN erklärt in dem Video, Bedeutung und Besonderheiten des Verfahrens.