The distribution of Paraquat: Does Syngenta respect human rights?

Rechtsgutachten, Dezember 2011

Von Robert Grabosch

Zusammen mit der Erklärung von Bern (EvB) hat das ECCHR eine Studie zur Verantwortung des Konzerns Syngenta für Vergiftungen, die durch das von Syngenta produzierte Pestizid Paraquat verursacht werden, veröffentlicht. Der Autor der Studie, Rechtsanwalt Robert Grabosch, untersucht den Umfang der Verantwortung Syngentas am Maßstab der UN-Leitsätze für Wirtschaft und Menschenrechte. Eine derartige Anwendung der UN-Leitprinzipien ist erstmalig.

Die Leitprinzipien werden damit einem Praxistest unterzogen, ob sie auch tatsächlich die Menschenrechte verletzlicher Gruppen effektiv schützen können. Robert Grabosch kommt zu dem Ergebnis, dass nach diesen Leitsätzen Syngenta das hochgiftige Pestizid jedenfalls in bestimmten Regionen grundsätzlich nicht vertreiben darf, ohne die nach den UN-Leitsätzen bestehenden menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten zu verletzen. Bedauerlich ist, dass sich aus dieser menschenrechtlichen Verantwortung nach den Leitsätzen keine Rechtspflichten ergeben.

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