Haftbarkeit von Zertifizierungsfirmen in der Textilindustrie / Liability of Social Auditors in the Textile Industry

ECCHR-Policy Paper (Eng.), Dezember 2016

ECCHR (Hrsg.) in Kooperation mit der Friedrich Ebert-Stiftung

Die Textilindustrie aus dem Westen hat ihre Produktion seit den 1990er Jahren immer weiter auf weltweite Hersteller und Zulieferer ausgelagert. Nach und nach wurden zunehmend auch Themen wie Arbeits- und Menschenrechte in den globalen Wertschöpfungsketten hinterfragt, sodass die internationalen Textilunternehmen schließlich vor einem Vertragsabschluss sogenannte Social Audits – Prüfberichte zu den Arbeits-, Sicherheits- und Sozialstand – von ihren Zulieferern fordern. Mit der Zeit etablierte sich ein privatwirtschaftliches System von Social Audits. Unglücke wie der Zusammensturz des Fabrikkomplexes Rana Plaza in Bangladesch oder der Fabrikbrand bei Ali Enterprises in Pakistan belegen allerdings, dass die Social Audits hauptsächlich der Imagepflege dienen, aber keine nachhaltige rechtliche Verbindlichkeit haben.
 

Litigation (im)possible? Holding companies accountable for sexual and gender-based violence in the context of extractive industries

ECCHR-Policy Paper, Juni 2015

ECCHR (Hrsg.) in Kooperation mit der Heinrich Böll-Stiftung

Im Bergbau und anderen mineralgewinnenden Industrien, sind Unternehmen, die ihren Hauptsitz in der EU oder Nordamerika haben, oft direkt oder indirekt an gravierenden Menschenrechtsverletzungen beteiligt. Immer wieder kommt es bei der Rohstoffförderung multinationaler Unternehmen zu Zwangsräumungen und zur Zerstörung von Lebensgrundlagen, die sozialen Strukturen und Normen der lokalen Bevölkerung werden beeinträchtigt. Die Gewinnung hochwertiger natürlicher Ressourcen verursacht, befördert und verfestigt auch gewalttätige Konflikte. Grund für all diese Menschenrechtsverletzungen ist nicht zuletzt, dass die Rohstoffindustrie auf einem Modell basiert, dass von Natur aus Gewalt impliziert – und dies betrifft nicht nur Ökosysteme, sondern ebenso Arbeitnehmer, Gemeinden und Frauen.

 

Die Verantwortung europäischer Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen im Ausland: Wie weit reichen die Sorgfaltspflichten von Unternehmen für ihre Tochtergesellschaften?

ECCHR-Policy Paper, Juni 2015

ECCHR (Hrsg.)

Die Fälle Kik, Lahmeyer, Danzer und Nestlé

 

Wenn Unternehmen im Ausland direkt oder über Tochterunternehmen tätig sind, wird die Frage nach der Verantwortung von Unternehmen für Menschen-rechtsverletzungen relevant. In der EU schützen das nationale und europäische Arbeitsrecht, wie auch das Umwelt- und Verbraucherschutzrecht, relativ umfassend die Menschenrechte der Bevölkerung innerhalb des EU-Territoriums. Außerhalb der EU existieren oft weniger Schutzmechanismen oder die bestehenden Gesetze werden von lokalen Behörden unzureichend umgesetzt; vielfach werden Gewerkschaften und andere Organisationen verfolgt.

 

Globalisierung der Wirtschaft – Privatisierung der Arbeitskontrollen? Europa und Deutschland müssen klare Standards für den Umgang mit menschenrechtlichen Risiken in der Lieferkette schaffen

ECCHR-Policy Paper, Mai 2014

ECCHR (Hrsg.)

Die verheerenden Brände in Textilfabriken in Bangladesch und Pakistan im Herbst 2012 und der Zusammensturz eines Gebäudekomplexes mit mehreren Nähfabriken im Frühjahr 2013 machen eines klar: Die Produktion von Kleidung und anderen Gütern für den westlichen Markt bezahlen viele Arbeiterinnen und Arbeiter mit ihrer Gesundheit und sogar mit ihrem Leben. Aber diese Katastrophen sind nur die Exzesse.

Fokus: Asien - Neuer regionaler Fokus und strategische Zusammenarbeit in Süd- und Ostasien

Oktober 2013

ECCHR (Hrsg.)

Seit Jahren ist das ECCHR punktuell in asiatischen Ländern tätig. Allerdings fehlte uns anders als in Lateinamerika zu Beginn der direkte Zugang zu örtlichen Partnern und deren Know-how. Das Jahr 2013 war in dieser Hinsicht ein Durchbruch. Innerhalb des letzten Jahres haben wir zahlreiche Möglichkeiten erschlossen, gemeinsam mit örtlichen Partnern Menschenrechtsverletzungen in Süd- und Ostasien zu bekämpfen.

 

Der Hintergrundbericht Fokus: Asien – Neuer regionaler Fokus und strategische Zusammenarbeit in Süd- und Ostasien beschreibt die Entwicklung unserer Asien-Arbeit.