In Memoriam Michael Ratner (1943-2016)

Von Wolfgang Kaleck
 
Ich hatte 2004 das Glück, Michael Ratner, damals Präsident des Center for Constitutional Rights (CCR) kennenzulernen. Wir arbeiteten an einer Strafanzeige gegen US-Verteidigungsminister Rumsfeld. Wir wurden Freunde. Er inspirierte und ermutigte uns, in Deutschland eine ähnliche Organisation wie das CCR aufzubauen. So gründeten wir das ECCHR. ... Weiterlesen

Anwalt gegen die Mächtigen

Seit viereinhalb Jahrzehnten war Michael Ratner eine feste Größe der US-amerikanischen und der internationalen Menschenrechtsszene. Die ECCHR-Beiratsmitglieder Manfred Nowak, Lotte Leicht und Reed Brody würdigen ihren "Kampfgefährten und Freund" ... Weiterlesen

Das ECCHR trauert um Michael Ratner

Michael Ratner (1943-2016) war Mitbegründer des ECCHR und Vorsitzender des Beirats.

Michael Ratner mit Lotte Leicht (Human Rights Watch, Brüssel und Mitglied des ECCHR-Beirats) und Wolfgang Kaleck (ECCHR-Generalsekretär) bei der Vorstellung des Jahresberichts 2014 in Berlin.

Wolfgang Kaleck, ECCHR-Generalsekretär: "Ich bin tieftraurig. Ich habe einen wichtigen und langjährigen persönlichen Freund verloren."

Michael Ratner, rechts oben im Bild, bei einer Protestkundgebung gegen die US-Finanzierung für die Nicaragua Contras 1984 in New York.

Michael Ratner mit Luis Guillermo Pérez Casas(Präsident von CAJAR, Kolumbien. Links im Bild) und ECCHR-Generalsekretär Wolfgang Kaleck bei der Alumni-Jahreskonferenz im November 2014 in Berlin.

Michael Ratner bei einem seiner vielen Besuche im ECCHR in Berlin. Wir sind dankbar für die Zeit mit ihm und werden seine Arbeit fortführen.

Zum Tod von Michael Ratner

12. Mai 2016 – Mit tiefer Trauer haben wir vom Tod von Michael Ratner am 11. Mai 2016 erfahren. Das ECCHR verliert mit ihm einen langjährigen und wichtigen Freund, Weggefährten und Mentor.
Michael Ratner, der langjährige Präsident des Center for Constitional Rights (CCR) in New York, war einer der Mitbegründer des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) und hat die Arbeit der Organisation über viele Jahre in besonderer Weise unterstützt. Zuletzt war er Vorsitzender des ECCHR-Vorstands. Wir sind dankbar für die Zeit mit ihm und für seinen unermüdlichen und unerschrockenen Einsatz für die Menschenrechte weltweit.

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Spaniens Abschiebe-Praxis endlich vor Gericht

17. Dezember 2015 – Die spanische Regierung muss sich bis zum 21. Dezember 2015 wegen der systematischen „Push Backs“ (unmittelbare Rückschiebungen) an den EU-Außengrenzen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg verantworten. Das Gericht hat Spanien aufgefordert, die rechtlichen Grundlagen für seine langjährige Rückschiebepraxis an der spanisch-marokkanischen Grenze darzulegen. Konkret geht es um die Rückschiebung von zwei Geflüchteten aus Mali und der Elfenbeinküste am 13. August 2014. Mit Unterstützung des ECCHR hatten die beiden Männer im Februar 2015 beim EGMR Beschwerde gegen Spanien eingereicht.

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Pestizide von Bayer und Syngenta gefährden Zehntausende in Punjab, Indien

13. Oktober 2015 – Die transnationalen Chemieunternehmen Bayer und Syngenta vertreiben in Indien hochgefährliche Pflanzenschutzmittel tragen aber nicht genügend Sorge dafür, dass die Bauern über die Gefahren der Pesticide und über die nötigen Schutzmaßnahmen informiert werden. Das dokumentiert ein neuer Bericht, den das ECCHR gemeinsam mit vier anderen Organisationen aus Europa und Asien bei der Welternährungsorganisation FAO eingereicht hat. Ein neues Video erläutert die rechtlichen Interventionsmöglichkeiten gegen den Vertrieb hochgefährlicher Pestizide.

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Exil-Bahrainer stellt in der Schweiz Strafanzeige gegen Generalstaatsanwalt von Bahrain

15. September 2015 – Der Folter-Überlebende und Exil-Bahrainer Jaafar Al-Hasabi hat bei der Staatsanwaltschaft Bern Strafanzeige gegen den Generalstaatsanwalt von Bahrain, Ali Bin Fadhul Al-Buainain, eingereicht. Al-Buainain nimmt in diesen Tagen an einem Treffen der International Association of Prosecutors (Internationale Organisation von Staatsanwälten) in der Schweiz teil. Das ECCHR unterstützt die Strafanzeige gemeinsam mit den Organisationen REDRESS und Bahrain Institute for Rights and Democracy (BIRD) in London sowie TRIAL (Track Impunity Always) aus Genf.

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Beschwerde bei BSCI wegen Prüfbericht von TÜV Rheinland zu Rana Plaza-Produzent

7. Juli 2015 –Der Rana Plaza-Einsturz in Bangladesch hat exemplarisch gezeigt, wie fragwürdig Zertifikate in der Textilindustrie sind. Vor der Katastrophe hatte zum Beispiel TÜV Rheinland dort eine Produktionsstätte geprüft. Die Dokumente zur Gebäudesicherheit bemängelte das deutsche Zertifizierungsunternehmen nicht. Beauftragt war TÜV Rheinland von einem Mitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI). Diese Unternehmensplattform soll unter anderem dazu dienen, Sicherheits- und Arbeitsbedingungen zu überwachen und zu verbessern. Das ECCHR, FEMNET und die Kampagne für Saubere Kleidung, medico international und das Activist Anthropologist Collective aus Bangladesch haben wegen des Berichts von TÜV Rheinland Beschwerde bei der BSCI eingelegt.

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Kein Ende des US-Drohnenkriegs via Ramstein in Sicht

27. Mai 2015 – Das Verwaltungsgericht Köln hat die Klage von drei Jemeniten gegen die Bundesregierung wegen der Nutzung des US-Militärstützpunkts Ramstein für Drohnenangriffe abgelehnt. Die Kläger sowie das ECCHR und die Menschenrechtsorganisation Reprieve, die die Klage unterstützen, bedauern die Entscheidung des Gerichts. Gemeinsam mit den Klägern werden die Organisationen Rechtsmittel gegen das Urteil prüfen. „Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen – mit dieser Haltung macht sich Deutschland mitschuldig am Tod von Zivilisten im US-Drohnenkrieg", sagte Wolfgang Kaleck, Generalsekretär des ECCHR, nach der Anhörung.

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Sexualisierte Gewalt im kolumbianischen Konflikt - ein Fall für den Internationalen Strafgerichtshof

27. April 2015 – Im bewaffneten Konflikt in Kolumbien wurden allein 2014 jeden dritten Tag zwei Frauen vergewaltigt. Doch kaum ein Fall sexualisierter Gewalt führte bisher zu einer Verurteilung – schon gar nicht, wenn der Täter der Armee angehörte. Damit verwehrt der kolumbianische Staat den Frauen Schutz vor sexualisierten Verbrechen und den Zugang zu Recht, die er laut nationaler und internationaler Gesetze gewährleisten muss. Deswegen hat ECCHR mit den kolumbianischen Organisationen Sisma Mujer und CAJAR eine Strafanzeige (Communication) gegen Kolumbien beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag eingereicht. Die Organisationen fordern die Anklagebehörde des Gerichts auf, Ermittlungen gegen kolumbianische Tatverdächtige aufzunehmen.

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