Kundus: Verfassungsbeschwerde erhoben
18. März 2011 Im
Bestreben weitere strafrechtliche Ermittlungen im Fall des Luftangriffs bei
Kundus im September 2009 zu erreichen, unterstützt ECCHR die Einreichung einer
Verfassungsbeschwerde für einen Vater, der seine beiden Söhne bei dem
Luftangriff verloren hat.
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Einleitung
31.
August 2010 Vor einem Jahr, am 4. September 2009, bombardierten zwei
amerikanische Kampfflugzeuge auf Befehl des deutschen Bundeswehroberst Georg
Klein eine Menschenmenge sowie zwei Tanklastzüge auf einer Sandbank des
Kundus-Flusses in Afghanistan.
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Entschädigungen
31.
August 2010 Das Bundesverteidigungsministerium geht mittlerweile von 91 Toten
und 11 Schwerverletzten als Folge des Luftangriffs vom 4. September 2009 aus.
Ohne diese Zahl in Zweifel ziehen zu wollen, ist festzustellen, dass es sich um
eine hohe Zahl von Geschädigten handelt, seien es die Hinterbliebenen der Toten
oder die Verletzten mit ihren Familien.
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Strafrecht
31.
August 2010 Die strafrechtliche Aufarbeitung der Geschehnisse hat bislang nur
unzureichend stattgefunden. Zunächst war die Generalstaatsanwaltschaft in
Potsdam zuständig, die den Fall dann nach Dresden abgab, da der Hauptverdächtige,
Oberst Georg Klein, in diesem Gerichtsbezirk stationiert war.
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Kundus-Opferanwälte fordern Entschädigung und Fortführung des Verfahrens im Fall Oberst Klein
Grobe Verfahrensverstösse im Fall Oberst Klein
4. Mai 2010 Am 19.
April 2010 verkündete der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof die
Einstellung der Ermittlungen im Fall des Bundeswehr-Oberst Klein und des
Hauptfeldwebels Wilhelm. Wolfgang Kaleck
vertritt zusammen mit den Bremer Rechtsanwälten Bernhard Docke und Karim Popal
die geschädigten afghanischen Familien.
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